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musikfest berlin 10

2. bis 21. September 2010

Es ist wieder soweit: Vom 2. bis 21. September eröffnet das musikfest berlin 10, Berlins großes Festival für Orchestermusik, die neue Konzertsaison, veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker.

Das Gästebuch verzeichnet 37 Solisten von Weltrang, 27 Chöre, Ensembles und Orchester des internationalen Musiklebens – mit dabei die orchestralen Flagschiffe, die die Hauptstadt Berlin zu ihrem Heimathafen haben: An 20 Tagen werden in der Philharmonie, in deren Kammermusiksaal, in der Parochialkirche, in der Gethsemanekirche und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt 24 Veranstaltungen mit über 60 Werken von rund 25 Komponisten geboten. Im Mittelpunkt des Programms: das musikalische Œuvre von Pierre Boulez, des großen französischen Komponisten und Dirigenten, dessen 85. Geburtstag die Musikwelt dieses Jahr feiert, und Musik von seinem italienischen Komponistenkollegen Luciano Berio.

Le vierge, le vivace et le bel aujourd’hui: »das reine, lebensvolle, schöne Heut und Jetzt« lautet eine berühmte Verszeile aus einem Gedicht von Stéphane Mallarmé, die Pierre Boulez in Pli selon pli, diesem einzigartigen Faltenwurf des 20. Jahrhunderts, so unnachahmlich vertonte. Und nicht nur das abendfüllende »Portrait de Mallarmé«, sondern auch Boulez’ künstlerisch-musikalische Begegnungen mit den Dichtern René Char und E.E. Cummings finden sich im Festivalprogramm, seine großen orchestralen Werke und die hochvirtuose, diamantengleich geschliffene Ensemblemusik. In Berios Folk Songs, Voci, Coro und Naturale wiederum trifft der Hörer auf Musik der musikalischen Volkstraditionen Siziliens, Frankreichs, Armeniens, auf indianische Liedtraditionen, auf Einflüsse der zentralafrikanischen Banda Linda und die Dichtung von Pablo Neruda. Eröffnet wird das musikfest berlin 10 mit der Leonard Bernstein gewidmeten Sinfonia, Berios »Voyage à Cythère« auf dem Mittelmeer der abendländischen Kunstmusik.

Am Vorabend des Festivals widmet sich das Keller Quartett der vollständigen Aufführung von Bachs Kunst der Fuge. In der Gethsemanekirche am Prenzlauer Berg ist Musik des späten 14. Jahrhunderts zu hören, und in der Parochialkirche Musik des aus Südafrika stammenden Komponisten Kevin Volans. Außerdem gibt es Musik von Igor Strawinsky, Richard Wagner, Maurice Ravel, Béla Bartók, Richard Strauss, Hector Berlioz, Alban Berg und vielen anderen mehr.

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