Ausstellung
22. Juli bis 4. Oktober 2009
Veranstalter
Ausstellung der drei deutschen Bauhaus-Institutionen Bauhaus-Archiv Berlin / Museum für Gestaltung, Stiftung Bauhaus Dessau und Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Museum of Modern Art in New York.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, HOCHTIEF, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und der Art Mentor Foundation.
Medienpartner rbb Inforadio, rbb Kulturradio, rbb Fernsehen
www.modell-bauhaus.de
http://bauhaus2009.itsrv.de/cms/website.php
Ausstellung der drei deutschen Bauhaus-Institutionen Bauhaus-Archiv Berlin / Museum für Gestaltung, Stiftung Bauhaus Dessau und Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Museum of Modern Art in New York.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, HOCHTIEF, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und der Art Mentor Foundation.
Medienpartner rbb Inforadio, rbb Kulturradio, rbb Fernsehen
www.modell-bauhaus.de
http://bauhaus2009.itsrv.de/cms/website.php
Erstmals präsentieren die drei deutschen Bauhaus-Institutionen gemeinsam eine umfassende Ausstellung über das Bauhaus, die einflussreichste Schule für Kunst, Design und Architektur des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche und oft weitgehend unbekannte Exponate machen „Modell Bauhaus“ zu einer einzigartigen Ausstellung, die den Berliner Kultursommer bestimmen wird. Zentraler Förderer der Ausstellung, die an den neunzigsten Geburtstag der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar erinnert, ist die Kulturstiftung des Bundes. „Modell Bauhaus“ wird vom 22. Juli bis zum 04. Oktober 2009 im Martin-Gropius-Bau gezeigt. „Modell Bauhaus“ erzählt die Geschichte des Bauhauses in einer umfassenden Präsentation der Arbeiten seiner Meister und Schüler sowie der wichtigsten an der Schule behandelten Themen. Ein interdisziplinärer, experimenteller Unterricht, das an der Praxis orientierte Werkstättenkonzept, die Verfolgung sozialer Fragestellungen, die Propagierung einer zeitlosen Ästhetik sowie die Erprobung neuer Verfahren und Materialien in Architektur und Design waren die wichtigsten Anliegen der Schule. Die Ausstellung rückt die umfassende Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung und Internationalisierung der Moderne in den Mittelpunkt und thematisiert darauf aufbauend seine weltweite und bis heute andauernde Wirkung auf Architektur und Design. Zeigten frühere Ausstellungen das Bauhaus vorwiegend nach seinen Werkstätten gegliedert, wählt „Modell Bauhaus“ eine entwicklungsgeschichtliche Perspektive. Die aus den drei Bauhaus-Institutionen stammenden Kuratoren gehen zudem der Frage nach, wie das Bauhaus rezipiert wurde, wie es weiter wirkte und was seine heutige Bedeutung ausmacht. Während die Geschichte des Bauhauses in den 18 Galerieräumen des Erdgeschosses im Martin-Gropius-Bau präsentiert wird, zeigt der Lichthof die Gegenwärtigkeit des Bauhauses heute. In Anlehnung an Johannes Ittens Farbkreis ordnen die Ausstellungsarchitekten chezweitz & roseapple der Entwicklung des Bauhauses einzelnen Farbstufen zu. Höhepunkte sind frühe Arbeiten der Bauhaus-Meister. Sie dokumentieren, weshalb Feininger, Klee, Kandinsky u.a. als Meister an die Schule berufen wurden. Werke von Meistern und Schülern aus ihrer Zeit am Bauhaus führen die rasante kreative Entwicklung der Schule vor Augen. Hier ist u.a. die „Gropius-Mappe“ zu sehen, die dem Direktor des Bauhauses 1924 zum Geburtstag überreicht wurde. Erstaunen wird die Besucher der „Afrikanische Stuhl“, den Marcel Breuer und die Weberin Gunta Stölzl 1921 entwarfen und bauten. Er galt achtzig Jahre lang als verschollen und entspricht gerade nicht dem gängigen Bild von Breuer als dem Designer der Stahlrohrmöbel. Auch Breuers erster „Clubsessel“ aus dem Jahr 1926 wird ebenso zu sehen sein wie Johannes Ittens vier Meter hoher „Turm des Feuers“ von 1920. Exemplarisch vertreten sind unbekannte Arbeiten aus den Werkstätten wie der „Entwurf einer sozialistischen Stadt“ von Reinhold Rossig und das „Bauhauskleid“ aus dem Jahre 1928 von Lis Vogler.
Begleitet wird die Ausstellung „Modell Bauhaus“ durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in Berlin, Dessau und Weimar liegt der Fokus auf einer internationalen Konferenz zum Thema Migration: Wie und auf welchen Wegen hat sich das Bauhaus nach seiner Schließung weltweit verbreitet und wer waren die Protagonisten? Parallel zur Ausstellung wird eine Sommerschule internationalen Studierenden die Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse zum Bauhaus an den originalen Schauplätzen zu vertiefen. Unter der wissenschaftlichen Anleitung durch Mitarbeiter der drei Bauhaus-Institutionen wird der Zugang zu den Beständen der Häuser eröffnet. Konferenz und Sommerschule werden ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Kooperationspartner der Ausstellung „Modell Bauhaus“ ist das Museum of Modern Art in New York, das im Anschluss an die Berliner Präsentation seinen 80. Geburtstag mit der Ausstellung „bauhaus 1919–1933: workshops for modernity“ begehen wird.
Begleitet wird die Ausstellung „Modell Bauhaus“ durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in Berlin, Dessau und Weimar liegt der Fokus auf einer internationalen Konferenz zum Thema Migration: Wie und auf welchen Wegen hat sich das Bauhaus nach seiner Schließung weltweit verbreitet und wer waren die Protagonisten? Parallel zur Ausstellung wird eine Sommerschule internationalen Studierenden die Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse zum Bauhaus an den originalen Schauplätzen zu vertiefen. Unter der wissenschaftlichen Anleitung durch Mitarbeiter der drei Bauhaus-Institutionen wird der Zugang zu den Beständen der Häuser eröffnet. Konferenz und Sommerschule werden ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Kooperationspartner der Ausstellung „Modell Bauhaus“ ist das Museum of Modern Art in New York, das im Anschluss an die Berliner Präsentation seinen 80. Geburtstag mit der Ausstellung „bauhaus 1919–1933: workshops for modernity“ begehen wird.
Pressestimmen
„Die ganze Welt ein Bauhaus!“Schon im Januar ging es los: mit Sonderheften, Artikelserien, mit Symposien, einem Stapel neuer Bild- und Essaybände, mit Möbel-, Design- und Architekturausstellungen sonder Zahl. Kommende Woche nun eröffnet in Berlin als Höhepunkt der Jubelfeiern die größte Bauhaus-Schau, die es je gab.
Hanno Rauterberg in Die Zeit, 16.07.2009
„Als die Zukunft Form annahm“
Der neunzigste Geburtstag des Bauhauses wird mit einem Aufwand gefeiert, als ob es bereits der hundertste wäre. […] Den größten Beitrag zum Jubiläumsjahr setzt nun die Ausstellung „Modell Bauhaus“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Auf 2000 Quadratmetern werden knapp 1000 Exponate aufgeboten, es ist ein überwältigender, mit vielen Meisterwerken prunkender und an einem Nachmittag allein kaum zu bewältigender Rundgang durch die Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, in dem auch die Verweise auf die Gegenwart nicht fehlen. […] im Lichthof des Gropius-Baus hat die amerikanische Künstlerin Christine Hill ein großartiges ‚Do-it-yourself-Bauhaus’ aufgebaut, in dem die Museumsbesucher zu Bauhaus-Künstlern werden können. Für die Ausstellung haben sich die drei großen Bauhaus-Institutionen – das Bauhaus-Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar – zusammengetan und erstmals Stücke aus ihren Beständen zusammengebracht.
Christian Schröder in Der Tagesspiegel, 21.07.2009
„Vom Bauhaus zu Ikea“
So viel Bauhaus wie jetzt in Berlin wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben irgendwo auf der Welt. 90 Jahre nach der Gründung der Kunstschule in Weimar haben sich die wichtigsten drei der heutigen Bauhaus-Institutionen zusammengetan, um ihre Schätze aus Museen und Archiven zu einer fantastischen Schau im Martin-Gropius-Bau zu versammeln. Im gesamten Erdgeschoss des Ausstellungspalastes wird auf die sinnlichste Art und Weise eine Fülle von Originalen vor dem Auge des Betrachters ausgebreitet, dass es eine Lust ist. […] Selbst die Kenner des Bauhauses können hier noch neues entdecken […].
Rainer Haubrich in Berliner Morgenpost, 21.07.2009
„Mythos Möbelmarkt“
„Modell Bauhaus“: Kleinteilig differenziert breitet diese Ausstellung den Kosmos der Schule an ihren drei Standorten zwischen 1919 und 1933 aus. Sie zeigt den Experimentierkasten Bauhaus, aus dem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der Mythos gebastelt wurde: Plattenbau, High-End-Design und Ikea – was aus der Bewegung wurde, darüber kann sich das neue Dreiergespann Bauhaus Dessau, Bauhaus-Archiv und Klassik-Stiftung bis 2019 Gedanken machen.
Dirk Fuhrig in Frankfurter Rundschau, 21.07.2009
„Zum Licht, zur Sonne“
Im Zentrum der Schau steht die Innenansicht des Bauhauses als Schule der Formbildung, und diese Binnenperspektive macht die von Detlef Weitz und Rose Epple entwickelte Ausstellungsarchitektur von Beginn an klar. Sie leitet den Besucher im Farbkreis von Johannes Itten durch die locker chronologisch gegliederte Schau.
Lothar Müller in Süddeutsche Zeitung, 22.07.2009
„Quadratisch, praktisch, besser“
Man betritt die Raumfolge im Berliner Martin-Gropius-Bau, den ein Großonkel von Walter Gropius entworfen hat, durch ein inneres Portal aus Kreis, Quadrat und Dreieck. […] In den achtzehn engbestückten Kabinetten wechseln die Objektträger und von Stelen zu Rauminseln und Wandfassaden, trüben sich die Farben vom lichten Gelb zu dunklem Violett und Grün.
Wolfgang Pehnt in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2009

