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Jewgeni Chaldej – Der bedeutende Augenblick.
Eine Retrospektive
9. Mai bis 28. Juli 2008

Veranstalter
Ernst Volland und Heinz Krimmer
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Die Ausstellung würdigte den großen russischen Fotografen Jewgeni Chaldej. Er wird 1917 in der Ukraine geboren, arbeitet mit 19 für die sowjetische Nachrichtenagentur TASS und wird später als Kriegsfotograf bekannt. Chaldej berichtete seit dem 22. Juni 1941 dokumentarisch umfassend über den Zweiten Weltkrieg (zwischen Deutschland und Russland), also über den Vormarsch der russischen Truppen bis hin zum Fall Berlins. Seine Bilder zeigen Schlachten, Trümmerlandschaften, Menschen. Bis 1971 arbeitet der Fotograf bei der Prawda und stirbt am 6. Oktober 1997 in Moskau.

Seine Dokumentarfotografien, wie beispielsweise jene der inszenierten Flaggenhissung auf dem deutschen Reichstag, sind teilweise weltberühmt und zu Ikonen der Fotogeschichte geworden. Auch Fotografien, welche die Potsdamer Konferenz (1945) oder die Nürnberger Prozesse (1945–49) thematisieren, machten Chaldej weltbekannt. Die Retrospektive im Martin-Gropius-Bau zeigte auch unveröffentlichte Fotos aus Chaldejs Gesamtwerk, frühe Arbeiten der 1930er Jahre und Teile seines Spätwerkes. Über 200 Originalaufnahmen wurden ausgestellt, die Landschaft und Landwirtschaft Sibiriens und der Ukraine zeigen. Neben Fotografien politischer Herrscher jener Zeit geben sie ein umfassendes Bild der damaligen Sowjetunion.

Die biografische, historische und ästhetische Verbindung von Chaldejs Werk mit der deutschen Geschichte sollte über die Ausstellung dem deutschen und ukrainischen Publikum vermitteltwerden. Anschließend ist die Ausstellung in Kiew zu sehen. Die nationale und internationale Presse (113 Beiträge), das Internet (77 Beiträge),sowie TV und Rundfunk nahmen die Ausstellung sehr positiv auf. Begleitend zu Ausstellung erschien im Neuen Europa Verlag der Katalog „Jewgeni Chaldej. Der bedeutende Augenblick. Eine Retrospektive“.

Pressestimmen

Jens Bisky in Süddeutsche Zeitung (München), 09.05.2008
„Von Murmansk auf den Reichstag. Die Montage der Wahrheit: Der Berliner Matin-Gropius-Bau zeigt das Werk des russischen Fotografen Jewgeni Chaldej“ Ausführlich dokumentiert die Ausstellung, wie das Triumphbild der Flaggenhissung entstand.

Gabriela Walde in Berliner Morgenpost, 09.05.2008
„Rote Flagge auf dem Reichstag. Eine Retrospektive des Kriegsfotografen Jewgeni Chaldej im Gropius-Bau“
Chaldej, oft als russischer Robert Capa bezeichnet, war das, was man heute einen „embedded journalist“ nennen würde – mit der roten Armee unterwegs, stets im Auftrag von TASS […].

Paola Álvarez in Icult cultura, 12.05.2008
“El polémico ‘Capo ruso’”
El museo Martin-Gropius-Bau offrece estos dias en Berlin la mayor exposición realizada hasta la fecha de la obra del célebre y polémico fotógrafo ruso.

Regina Mönch in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2008
„Auf der persönlichen Landkarte des Krieges. ‚Der bedeutende Augenblick’: Eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau“
Chaldej […] war überrascht, als ihn eines Tages Ernst Volland entdeckte und so lange behauptete, hier handle es sich um einen der bedeutenden Fotografen der Welt des 20. Jahrhunderts, bis die Welt ihm glaubte.

DIE ZEIT (Hamburg), 15.05.2008
„Bitterer Sieg“
Hitler kaputt. Der große russische Fotograf Jewgeni Chaldej, dessen Bilder gerade der Martin-Gropius-Bau in Berlin zeigt, hat den Moment etliche Male festgehalten.

Judy Dempsey in The International Herald Tribune (Paris, New York)
“20th-century Russian history: A master’s course in photos”
For the first time there is a marvellous and almost complete collection of Khaldei’s photographs.


Besucherstimmen

Vielen Dank dafür! Das sind die bewegendsten Bilder, die ich je gesehen habe.

Tolle Bilder, tolle Ausstellung. Bin fassungslos.

Eine große und ergreifende Begegnung mit der Geschichte, die in den Fotos von Chaldej weiterlebt.

Ich bin tief beeindruckt von dem menschlichen Blick, den jedes einzelne Foto einnimmt, obwohl Chaldej als offizieller sowjetischer Chronist reiste, habe ich kein einziges Stereotyp gesehen. Die Bilder haben mich erneut daran erinnert, wie sadistisch die deutsche Kriegsführung war. Danke für die beeindruckende Ausstellung.