Ausstellung
13. Juni bis 18. August 2008
Veranstalter
Berliner Festspiele. Eine Ausstellung von La Fábrica (Madrid) und Man Ray Trust (New York). Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds. Gefördert vom Kulturfonds des Sparkassen- und Giroverbandes der Deutschen Sparkassen (DSGV).
Kuratoren
Noriko Fuku, New York
John Jacob, New York
Ausstellungsstationen
Madrid, Paris, Berlin
Berliner Festspiele. Eine Ausstellung von La Fábrica (Madrid) und Man Ray Trust (New York). Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds. Gefördert vom Kulturfonds des Sparkassen- und Giroverbandes der Deutschen Sparkassen (DSGV).
Kuratoren
Noriko Fuku, New York
John Jacob, New York
Ausstellungsstationen
Madrid, Paris, Berlin
Es war dies die erste, dem Werk von Man Ray gewidmete große Retrospektive in Berlin. Zum ersten Mal hatte Man Ray bereits 1929 auf der berühmten Ausstellung „Film und Foto“ im Martin-Gropius-Bau ausgestellt, der damals noch „Ehemaliges Kunstgewerbemuseum“ hieß. Die Sammlung des Man Ray Trusts war nie zuvor in Deutschland gezeigt worden. Die Ausstellung umfasste Zeichnungen, Fotos, Gemälde und Plastiken. „Unconcerned But Not Indifferent“ (Unbekümmert, aber nicht gleichgültig) lautet die Inschrift auf Man Rays Grabstein, die auch als Titel der Ausstellung diente. Nach dem Tode des Künstlers 1976 ging der Nachlass auf seine Frau Juliet über, die zu dessen Bewahrung und Pflege gemeinsam mit ihren Brüdern den Man Ray Trust ins Leben rief. Der Trust hat bisher über 2.000 Werke katalogisiert. Insgesamt ist die Sammlung aber noch immer nicht in allen Facetten erforscht. Sie ist jedoch einzigartig, weil sie Bestände aller Schaffensphasen Man Rays umfasst, darunter auch wenig bekannte Frühwerke, Dokumente aus seinem Privatleben, Skizzen für größere Arbeiten und deren Dokumentation sowie zahlreiche Meisterwerke.
Mit über 300 Exponaten wurden in der Ausstellung künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung gesetzt, aus denen Man Ray seine Inspiration schöpfte, so beispielsweise seine Melone und seinen Spazierstock. Die Entwicklung zahlreicher Motive ebenso wie die gelegentliche Nutzung seines fotografischen Materials für Gemälde und Grafiken wurde deutlich. Der Besucher hatte die Möglichkeit, sich ein Bild von Man Rays Leben und seinen schöpferischen Prozessen zu machen. So wurden persönliche Gegenstände wie Schmuckstücke, die Man Ray für seine Frau Juliet anfertigte, private Briefe, Zeichnungen und Manuskripte, darunter zwei frühe Entwürfe seiner Autobiografie, eine Formel für Fotochemikalien und eine Patentanmeldung für ein magnetisches Schachspiel gezeigt. Darüber hinaus wurden noch nie gezeigte Dokumente, sowie Probeabzüge mit Anmerkungen Man Rays präsentiert. Diese Gegenstände wurden den Werken zugeordnet, auf die sie sich beziehen, und boten somit eine neue Sicht auf Leben und künstlerisches Schaffen.
Der Aufbau folgte den vier Schaffensperioden von Man Ray: New York (1890–1921), Paris (1921–40), Los Angeles (1940–51), Paris (1950–76). Den Auftakt bildete New York mit einer Sammlung von Abzügen aus Man Rays persönlichen Karteien, in denen er seine Frühwerke dokumentierte. Diese Karteien, deren Originale nach Man Rays Tod aus seinem Studio gestohlen wurden, waren Gegenstand beträchtlicher Kontroversen und sind nie zuvor gezeigt worden. Aus den Jahren in Paris wurden die eigens von ihm angefertigten Dokumentationen seiner eigenen Werke und der anderer Künstler, darunter Duchamp, Picasso, Miro und Leger, gezeigt sowie ein kleines Buch, das Man Ray über Rousseaus Werk anfertigte. Viele der vorgestellten Arbeiten sind gut bekannt, waren jedoch seit seinem Tod nicht mehr ausgestellt. Als Ergebnis gründlicher Recherchen in den bis dahin nicht katalogisierten Beständen des Trusts zeigte die Ausstellung u.a. auch erstmals eine Auswahl aus einigen bislang gänzlich unbekannten Werkserien, wie z.B. die fotografischen Platten von „Les Mains Libres“ mit Schnittspuren Man Rays, welche um 1936/37 datiert werden.
In der regionalen und überregionalen Presse (über 110 Beiträge), im Internet (126 Beiträge), TV (6 Beiträge) und im Rundfunk (6 Beiträge) bekam die Ausstellung ein positives Echo. Mit fast 39.000 Besuchern fand sie sowohl beim nationalen als auch beim internationalen Publikum Anklang. Begleitend zur Ausstellung erschien ein umfassender Katalog im Nicolai Verlag Berlin.
Mit über 300 Exponaten wurden in der Ausstellung künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung gesetzt, aus denen Man Ray seine Inspiration schöpfte, so beispielsweise seine Melone und seinen Spazierstock. Die Entwicklung zahlreicher Motive ebenso wie die gelegentliche Nutzung seines fotografischen Materials für Gemälde und Grafiken wurde deutlich. Der Besucher hatte die Möglichkeit, sich ein Bild von Man Rays Leben und seinen schöpferischen Prozessen zu machen. So wurden persönliche Gegenstände wie Schmuckstücke, die Man Ray für seine Frau Juliet anfertigte, private Briefe, Zeichnungen und Manuskripte, darunter zwei frühe Entwürfe seiner Autobiografie, eine Formel für Fotochemikalien und eine Patentanmeldung für ein magnetisches Schachspiel gezeigt. Darüber hinaus wurden noch nie gezeigte Dokumente, sowie Probeabzüge mit Anmerkungen Man Rays präsentiert. Diese Gegenstände wurden den Werken zugeordnet, auf die sie sich beziehen, und boten somit eine neue Sicht auf Leben und künstlerisches Schaffen.
Der Aufbau folgte den vier Schaffensperioden von Man Ray: New York (1890–1921), Paris (1921–40), Los Angeles (1940–51), Paris (1950–76). Den Auftakt bildete New York mit einer Sammlung von Abzügen aus Man Rays persönlichen Karteien, in denen er seine Frühwerke dokumentierte. Diese Karteien, deren Originale nach Man Rays Tod aus seinem Studio gestohlen wurden, waren Gegenstand beträchtlicher Kontroversen und sind nie zuvor gezeigt worden. Aus den Jahren in Paris wurden die eigens von ihm angefertigten Dokumentationen seiner eigenen Werke und der anderer Künstler, darunter Duchamp, Picasso, Miro und Leger, gezeigt sowie ein kleines Buch, das Man Ray über Rousseaus Werk anfertigte. Viele der vorgestellten Arbeiten sind gut bekannt, waren jedoch seit seinem Tod nicht mehr ausgestellt. Als Ergebnis gründlicher Recherchen in den bis dahin nicht katalogisierten Beständen des Trusts zeigte die Ausstellung u.a. auch erstmals eine Auswahl aus einigen bislang gänzlich unbekannten Werkserien, wie z.B. die fotografischen Platten von „Les Mains Libres“ mit Schnittspuren Man Rays, welche um 1936/37 datiert werden.
In der regionalen und überregionalen Presse (über 110 Beiträge), im Internet (126 Beiträge), TV (6 Beiträge) und im Rundfunk (6 Beiträge) bekam die Ausstellung ein positives Echo. Mit fast 39.000 Besuchern fand sie sowohl beim nationalen als auch beim internationalen Publikum Anklang. Begleitend zur Ausstellung erschien ein umfassender Katalog im Nicolai Verlag Berlin.
Pressestimmen
Nicola Kuhn in Der Tagesspiegel (Berlin), 13.06.2008„Der Schattenspieler. Das Beste vom Rest. Der Martin-Gropius-Bau präsentiert Schätze aus dem Nachlass von Man Ray“
Zu den Überraschungen der Ausstellung gehören jene sechs brilliant kolorierten Diapositive, darunter Bilder von Juliette Greco und Yves Montand, die Ray Interesse an fotochemischen Prozessen zeigen. […] Der Surrealismus erlebt ein Revival.
Gabriela Walde in Berliner Morgenpost, 13.06.2008
„Meister der fotografischen Moderne. Ost und West: Der Martin-Gropius-Bau zeigt Alexander Rodtschenko und Man Ray“
Soll jemand sagen, die Fotografie hätte keine Lobby in Berlin. Zum Forum der Fotografie mausert sich gerade der Martin-Gropius-Bau. […] Ein großes Stück internationaler Kunstgeschichte decken nun gleich zwei Schauen ab, die zwei weltbekannte Fotografen präsentieren: Alexander Rodtschenko, der Avantgardist aus Moskau, steht Man Ray, Avantgardist aus New York, gegenüber.
Freitag (Berlin), 13.06.2008
„Weg von der Ikone. ‚Unbekümmert, aber nicht gleichgültig zeigt unbekannte Seiten des Künstlers Man Ray“
Der unbedarfte Besucher wird also nur wenige Stücke gleich wiedererkennen […]. Stattdessen gibt es in der großen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Entdeckungen zu machen.
Kito Nedo in art (Hamburg), 06.2008
„Paradestücke der Klassischen Moderne“
Wie groß neben aller fotografischen Brillanz die künstlerische Spannung Man Rays tatsächlich war, kann nun in der über 300 Exponate umfassenden Ausstellung im Gropius-Bau erneut erlebt werden.“
Besucherstimmen
Eine wundervolle Ausstellung! Ich liebe Man Ray, Paris, Montparnasse und die Atmosphäre. Vielen Dank für die tollen Fotos.Thanks a lot for the curators (and the trustees who afforded this opportunity) to bring together the works of an artist who lived art – in a dark time – with so much seriosity and joy.
Sublime sexual energy!
Eine hervorragende Ausstellung! Beeindruckend und fesselnd.
Eine unglaublich schöne, interessante und inspirierende Ausstellung von einem der größten Künstler seiner Zeit!
Eine umwerfende Ausstellung! Unconcerned, but not indifferent – zum Mitnehmen als Motto fürs Leben.
The Man Ray exhibition was really good. You’ve showed another side of his great work of art. So, well done, I’m impressed!
Overwhelming. A large collection of (perhaps) everything he’s made.
Hat sehr viel Spaß gemacht. Gelungene Ausstellung.
Eine wunderbare Ausstellung, intensiv und schön.
Très belle expo. Très riche. Très culturel.
Such a beautiful museum and great and beautiful exposition, too!! I’m very happy that I visited this place.
Great! Good work! I’ve seen lots of his work that I had never seen.

