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Schätze des Aga Khan Museum. Meisterwerke der islamischen Kunst
17. März bis 6. Juni 2010

„Prinz K und die Kunst“
Der Glamourfaktor dieses Religionsführers ist, jedenfalls in der Boulevardpresse, seit je enorm. Dass er einen renommierten, hochdotierten Architekturpreis ausgelobt hat, ist Illustriertenlesern schon weitaus weniger geläufig. Seine Leidenschaft für Kunst noch viel weniger. Nun zeigt der Aga Khan, geistiges Oberhaupt der Ismailiten, der seine Abstammung auf den Propheten Mohammed zurückführt, die bisher größte Auswahl seiner Kollektion von Mittwoch an im Berliner Martin-Gropius-Bau (bis 6. Juni).
Der Spiegel, 15.03.2010

„49. Nachfahre Mohammeds“
Bevor sie 2013 das Aga Khan Museum in Toronto bezieht, werden 200 ihrer Glanzstücke von Mittwoch an und erstmals in Deutschland im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt. Nicht um den Ruhm ihres Besitzers zu mehren, sondern, wie dieser es formuliert, „um die Aufmerksamkeit auf die Fülle, Mannigfaltigkeit, geografische Vielfalt und die künstlerischen Errungenschaften der islamischen Kultur zu lenken“.
Berthold Seewald in Die Welt, 16.03.2010

„Die Welt ist groß, und Schrift ist überall“
Die Kostbarkeit eines Gegenstands liegt in seiner materiellen Beschaffenheit und Geschaffenheit – und viel mehr noch in der Geschichte, die sich darin verbirgt. In dieser so stillen, auratischen Ausstellung finden sich kostbare Dinge aus über tausend Jahren, aus dem halben Erdkreis, voller Historie und Geheimnis. Dinge des täglichen Gebrauchs und majestätische Preziosen, jeder Rationalität enthoben.
Rüdiger Schaper in Der Tagesspiegel, 17.03.2010

„Die Kunst des Reisens“
Die Sammlung des Aga Khan umfasst Kunstwerke aus rund 1000 Jahren islamischer Kunst, die aus beinahe allen islamisch geprägten Weltregionen stammen. Das zeugt nicht nur von einem früh entwickelten Sammelimpuls des Aga Khan, sondern auch von dessen kulturhistorischem Weitblick. Gezeigt werden nicht nur die Dokumente eines viele Jahrhunderte alten Glaubensbekenntnisses, sondern auch die Vergleichbarkeit innerhalb und außerhalb der weit verbreiteten Religion.
Harry Nutt in Frankfurter Rundschau, 19.03.2010

„Demut und Lobpreis sind mit eingewebt“
Die Schätze der Sammlung seiner Hoheit Prinz Aga Khan IV werden erstmals in Deutschland und zum letzten Mal in Europa gezeigt. In drei Jahren werden sie in ein vom japanischen Architekten Fumihiko Maki gebautes Museum in Toronto einziehen. Nur ein Fünftel der eintausend Stücke ist derzeit in Berlin zu sehen, doch die Vielfalt der Werke ist enorm. Die Schrift ist das feinziselierte Gewebe, das diese Großausstellung zusammenhält. Das zarte Gespinst des Erzählens, Erinnerns und Lobpreisens legt sich übet alle Exponate.
Silke Hohmann in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2010

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