Ausgewählte Pressestimmen
F.C. Gundlach. Das fotografische Werk
20. November 2009 bis 14. März 2010
„Manche mögen’s Weiß. Der Fotograf F.C. Gundlach hat Mode gemacht.
Den kühlen Ästheten ehrt jetzt der Martin-Gropius-Bau“
Im Kontext erweitert sich die Perspektive, statt der Mode defiliert ein Stück Zeitgeschichte vorbei. Selbst ein Bild wie Gundlachs immer wieder gezeigtes Portrait von Romy Schneider gewinnt neue Konturen, weil die Ausstellung die ganze Session in kleinen Kontaktabzügen zeigt.
Christiane Meixner in Der Tagesspiegel, 20.11.2009
Fotografierte Mentalitätsgeschichte. Zeitgeistindikator Mode. Mit „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ zeigt der Martin-Gropius-Bau eine sehenswerte und überraschungsreiche Retrospektive von Deutschlands lange Zeit erfolgreichstem Modefotografen.
Achim Drucks in tageszeitung, 23.11.2009
„Illusion und Wirklichkeit. Eine Schau im Martin-Gropius-Bau widmet sich dem Werk des großen Nachkriegs-Modefotografen F.C. Gundlach“
Er bildete Mode nicht nur ab, sondern interpretierte sie. Mangel kompensierte er durch Ideen, Hürden nahm er mit Bravour. „Ein Schnitt, ein Faltenwurf könnte ein Thema für ein Bild sein“, fand Gundlach. „Ein Modefoto muss den Zeitgeist widerspiegeln.“ […] Zwei Jahrzehnte prägte Gundlach das Bild von einer sportlich-modischen Frau mit, die mit beiden Beinen im Leben steht, in der auflagenstärksten Zeitschrift „Brigitte“.
Albert Jaritz in Märkische Oderzeitung, 04.12.2009
„Dienstleister der Verdrängung. Im Gropiusbau beeindruckt die Retrospektive „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ “
[…] Mehr als die bestechend komponierten Präsentationen von Mode faszinieren die en passant geschossenen Starporträts: Gérard Philippe, Jean Marais, Fernandel, Michel Simon, innig verschränkt Sigoret und Montand, Modezaren bei ihrer Arbeit. Gundlach denkt in Storys, konfrontiert in Serien Mode und Kunst, Charlie Rivel etwa oder Nadja Tiller. […] Es sind eher die Porträts und zweckbefreiten Reisereportagen, die den wahren, sensiblen Blick eines großen Fotografen offenbaren.
Volkmar Draeger in Neues Deutschland, 29.12.2009
„Schmerzhaft schön. Zwei Ausstellungen zeigen die „andere“ Romy Schneider in den Bildern des Modefotografen F.C. Gundlach“
Der deutsche Fotograf und Sammler F.C. Gundlach, der mit seinem fotografischen Œuvre Mode- und Kulturgeschichte geschrieben hat, erinnert sich an seine Begegnung mit Romy Schneider im Jahr 1961. Aus dem intensiven Dialog zwischen dem Fotografen und der damals 23-jährigen Schauspielerin sind die Aufnahmen entstanden, in denen sich die bevorstehende Verwandlung der damals noch „Kronprinzessin des deutschen Films“ Genannten schon ankündigte. Einige der eindrucksvollsten Fotos aus der Porträtserie sind nun in Berlin zu sehen, in der Gundlach-Retrospektive im Martin-Gropius-Bau. […]
Marisa Buovolo in Neue Zürcher Zeitung, 11.12.2009
20. November 2009 bis 14. März 2010
„Manche mögen’s Weiß. Der Fotograf F.C. Gundlach hat Mode gemacht.
Den kühlen Ästheten ehrt jetzt der Martin-Gropius-Bau“
Im Kontext erweitert sich die Perspektive, statt der Mode defiliert ein Stück Zeitgeschichte vorbei. Selbst ein Bild wie Gundlachs immer wieder gezeigtes Portrait von Romy Schneider gewinnt neue Konturen, weil die Ausstellung die ganze Session in kleinen Kontaktabzügen zeigt.
Christiane Meixner in Der Tagesspiegel, 20.11.2009
Fotografierte Mentalitätsgeschichte. Zeitgeistindikator Mode. Mit „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ zeigt der Martin-Gropius-Bau eine sehenswerte und überraschungsreiche Retrospektive von Deutschlands lange Zeit erfolgreichstem Modefotografen.
Achim Drucks in tageszeitung, 23.11.2009
„Illusion und Wirklichkeit. Eine Schau im Martin-Gropius-Bau widmet sich dem Werk des großen Nachkriegs-Modefotografen F.C. Gundlach“
Er bildete Mode nicht nur ab, sondern interpretierte sie. Mangel kompensierte er durch Ideen, Hürden nahm er mit Bravour. „Ein Schnitt, ein Faltenwurf könnte ein Thema für ein Bild sein“, fand Gundlach. „Ein Modefoto muss den Zeitgeist widerspiegeln.“ […] Zwei Jahrzehnte prägte Gundlach das Bild von einer sportlich-modischen Frau mit, die mit beiden Beinen im Leben steht, in der auflagenstärksten Zeitschrift „Brigitte“.
Albert Jaritz in Märkische Oderzeitung, 04.12.2009
„Dienstleister der Verdrängung. Im Gropiusbau beeindruckt die Retrospektive „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ “
[…] Mehr als die bestechend komponierten Präsentationen von Mode faszinieren die en passant geschossenen Starporträts: Gérard Philippe, Jean Marais, Fernandel, Michel Simon, innig verschränkt Sigoret und Montand, Modezaren bei ihrer Arbeit. Gundlach denkt in Storys, konfrontiert in Serien Mode und Kunst, Charlie Rivel etwa oder Nadja Tiller. […] Es sind eher die Porträts und zweckbefreiten Reisereportagen, die den wahren, sensiblen Blick eines großen Fotografen offenbaren.
Volkmar Draeger in Neues Deutschland, 29.12.2009
„Schmerzhaft schön. Zwei Ausstellungen zeigen die „andere“ Romy Schneider in den Bildern des Modefotografen F.C. Gundlach“
Der deutsche Fotograf und Sammler F.C. Gundlach, der mit seinem fotografischen Œuvre Mode- und Kulturgeschichte geschrieben hat, erinnert sich an seine Begegnung mit Romy Schneider im Jahr 1961. Aus dem intensiven Dialog zwischen dem Fotografen und der damals 23-jährigen Schauspielerin sind die Aufnahmen entstanden, in denen sich die bevorstehende Verwandlung der damals noch „Kronprinzessin des deutschen Films“ Genannten schon ankündigte. Einige der eindrucksvollsten Fotos aus der Porträtserie sind nun in Berlin zu sehen, in der Gundlach-Retrospektive im Martin-Gropius-Bau. […]
Marisa Buovolo in Neue Zürcher Zeitung, 11.12.2009
Istanbul Modern Berlin
12. November 2009 bis 17. Januar 2010
„Iran erwarten, Europa finden“
Es ist die größte Ausstellung türkischer Kunst, die je außerhalb der Türkei gezeigt wurde. "Istanbul Next Wave" will drei Aspekte beleuchten: die Geschichte der türkischen Kunst, die Kunst türkischer Künstlerinnen und ausgewählte Beispiele einer kritischen Kunstpraxis. […] Es ist sinnvoll, zuerst "Istanbul Modern Berlin" im Martin-Gropius-Bau zu besuchen, wo 66 Arbeiten von 59 Künstlern präsentiert werden. Sie stecken beinahe hundert Jahre und verschiedene Perioden türkischen Kunstschaffens ab. […] Der Parcours führt die Besucherin so durch einen Tunnel der Bilder aus der Vergangenheit in die Gegenwart.[…]
Dilay Yalcin in die tageszeitung, 08.11.2009
„Die Bosporus-Welle“
[…] Wir sehen, dass das uns nur wenig bekannte und dabei so komplexe und vielschichtige Kunstleben am Bosporus wahrscheinlich zu den kommenden Zentren für aktuelle Entwicklungen der bildenden Kunst in Europa gehört.[…]
Thea Herold in Berliner Zeitung, 08.12.2009
„Die Kunst, sich im Hamam zu waschen“
[…] Aus der Sammlung des Museums Istanbul Modern werden Arbeiten von 1928 bis 2008 gezeigt, die das künstlerische Bemühen um Anschlüsse an die europäische Moderne ebenso dokumentieren wie das Bestreben nach Abgrenzung und die Behauptung von Eigenständigkeit. Das Istanbul Modern ist indes selbst ein kleines Wunder der Kunstwelt. Innerhalb weniger Jahre ist hier ein ambitioniertes Museum beinahe aus dem Nichts entstanden, das nun den Anspruch erhebt, die türkische Kunstmoderne zu repräsentieren.
Harry Nutt in Frankfurter Rundschau, 12.11.2009
12. November 2009 bis 17. Januar 2010
„Iran erwarten, Europa finden“
Es ist die größte Ausstellung türkischer Kunst, die je außerhalb der Türkei gezeigt wurde. "Istanbul Next Wave" will drei Aspekte beleuchten: die Geschichte der türkischen Kunst, die Kunst türkischer Künstlerinnen und ausgewählte Beispiele einer kritischen Kunstpraxis. […] Es ist sinnvoll, zuerst "Istanbul Modern Berlin" im Martin-Gropius-Bau zu besuchen, wo 66 Arbeiten von 59 Künstlern präsentiert werden. Sie stecken beinahe hundert Jahre und verschiedene Perioden türkischen Kunstschaffens ab. […] Der Parcours führt die Besucherin so durch einen Tunnel der Bilder aus der Vergangenheit in die Gegenwart.[…]
Dilay Yalcin in die tageszeitung, 08.11.2009
„Die Bosporus-Welle“
[…] Wir sehen, dass das uns nur wenig bekannte und dabei so komplexe und vielschichtige Kunstleben am Bosporus wahrscheinlich zu den kommenden Zentren für aktuelle Entwicklungen der bildenden Kunst in Europa gehört.[…]
Thea Herold in Berliner Zeitung, 08.12.2009
„Die Kunst, sich im Hamam zu waschen“
[…] Aus der Sammlung des Museums Istanbul Modern werden Arbeiten von 1928 bis 2008 gezeigt, die das künstlerische Bemühen um Anschlüsse an die europäische Moderne ebenso dokumentieren wie das Bestreben nach Abgrenzung und die Behauptung von Eigenständigkeit. Das Istanbul Modern ist indes selbst ein kleines Wunder der Kunstwelt. Innerhalb weniger Jahre ist hier ein ambitioniertes Museum beinahe aus dem Nichts entstanden, das nun den Anspruch erhebt, die türkische Kunstmoderne zu repräsentieren.
Harry Nutt in Frankfurter Rundschau, 12.11.2009
Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne
5. November 2009 bis 18. Januar 2010
„Schrift aus Licht“
Mit der Kalligraphie und dem legendären „Himmlischen Qur’an“, einem sakralen Ur-Buch, beginnt die Ausstellung. Der Sage nach sind die Seiten der „Mutter aller Bücher“ aus rotem Hyazinth, die Schrift aus Licht, aus dem Gott Himmel und Erde schuf – alle kalligraphischen Abschriften von Qur’an gelten damit als die höchste Form der visuellen Künste. […]
Solche wertvollen Manuskripte aus mehreren Jahrhunderten werden gezeigt und dazu eine Installation des Deutschen Wolfgang Laib, der mit flüchtigem Material wie Blütenstaub arbeitet. Gleich nebenan ist ein portugiesisches Qur’an zu sehen, zusammen mit Lithographien von Pablo Picasso, in denen er auf Texte des Dichters Pierre Reverdy rhythmische Linien und Zeichen gemalt hat.
Ingeborg Wiensowski auf www.spiegel.de, 03.11.2009
„Die Kunst des Islam wird populär. Gewagter Brückenschlag: Die Ausstellung „Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“ im Berliner Gropius-Bau“
Herausgekommen ist eine Ausstellung, die offener, innovativer und ambitionierter gar nicht sein könnte. Zweifellos ist sie ein Experiment, vielschichtig und anspruchsvoll, selten bietet eine Schau so eine Fülle an Assoziationen.
Gabriela Walde in Die Welt, 05.11.2009
„Islamische Bildwelten und Moderne“
Es gibt Ausstellungen, die stilbildend geworden sind, gerade weil sie unklar, und rätselhaft konzipiert waren. „Taswir – islamische Bildwelten und Moderne“ hat das Potential, eine solche Wirkung zu entfalten. denn einerseits hat die Ausstellung, die über zehn Jahre vorbereitet wurde, den enormen Anspruch, eine Art begehbarer Kunstalmanach islamischer Kunst und Weltanschauung zu sein. Andererseits verweigert sich Hauptkuratorin Almuth Bruckstein vom Verein ha’atelier jeder westlich-rationalen Gliederung.
Frank Hessenland auf www.dradio.de, 05.11.2009
Eine sensationelle Ausstellung in Berlin denkt das Verhältnis von Orient und Okzident in ganz neuen Mustern. […] 250 Werke aus der islamischen Welt, von alten Koranen und Miniaturen bis zu politisch und sozial engagierter arabischer Gegenwartskunst – ein weites, kaum zu überbietendes Spektrum. Doch die Ausstellung ist nicht didaktisch und historisch, sondern poetisch und assoziativ, eine Schau der großartigen Schönheit, die die islamische Welt dem Mittelalter hervorgebracht hat.
www.radiobremen.de, 05.11.2009
„Nur eine Prise“
Was islamische Kunst ist und was sie ausmacht, darüber wird seit langem diskutiert. […] Im Berliner Martin-Gropius-Bau ist eine Ausstellung eröffnet worden, die solche Fragen gebieterisch aufwirft: „Taswir. Islamische Bildwelten und Moderne“. […] Denn die Ausstellung verbindet in jedem ihrer 18 Säle Werke der traditionellen islamischen Kunst, wie das Wort nun gebraucht wird, mit zeitgenössischen Arbeiten.
Stephan Speicher in Süddeutsche Zeitung, 10.11.2009
„Wie modern sind islamisch geprägte Bildwelten?“
Genau dies aber versucht zurzeit eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau zu zeigen. Unter dem arabischen Titel „Taswir“ („Bild“) entlarvt sie nicht nur das europäische Gerede vom sogenannten Orient als eine hausgemachte Chimäre, auch unser sicher geglaubter „Moderne“-Begriff wird noch einmal auf seine Richtigkeit hin abgeklopft. Für dieses Vorhaben haben die beiden Ausstellungskuratoren Hendrik Budde und Almuth Bruckstein Coruh einen luftigen wie sinnlichen, zuweilen aber auch recht gewagten Kunstparcours in Szene gesetzt. Das Resultat ist in der Tat erstaunlich.
Ralf Hanselle in Tages-Anzeiger (CH), 11.11.2009
„Picasso und der Koran. Eine Berliner Ausstellung vergegenwärtigt den Dialog zwischen Islam und moderner Kunst“
Es gibt in dieser Ausstellung keine Hierarchisierung von alter und moderner Kunst, von Islam und Westen. Zeiten und Orte verschmelzen in der Gleichzeitigkeit einer transnationalen Betrachtungsweise. Und doch ist nichts beliebig: neue Bezüge ergeben sich, es wird zusammen gesehen, was bisher nur getrennt existierte. das traditionelle „ihr“ und „wir“, das „hier“ und das „dort“ verschmelzen in einer Synthese, die dem Betrachter erst die Augen öffnet. Weiter könnte man von den alten Gefechten der Orientalismus-Debatte nicht sein.
Werner Bloch auf www.nzz.ch, 18.11.2009
„Ich assoziiere dir mal was. Was dürfen Kuratoren mit Kunst machen? In Berlin sucht man den Geist „islamischer Bildwelten“ ganz poetisch“
Zu den Vorzügen dieser Ausstellung gehört es, dass sie mit dem Klischee eines islamischen Bilderverbots aufräumt. Die hier jenseits assoziativer Feinsinnigkeiten umrissene Geschichte der Kalligraphie führt mit Beispielen, die bis in die Gegenwart führen, die Schwellenspiele von Künstlern vor, die, wie Murat Morova, in ihren kalligraphischen Landschaften die Linien erst zu Buchstaben und dann nahtlos zu Figuren werden lassen. So wechselt die Zeichnung wie ein semiotisches Kippbild zwischen figürlicher Präsenz und sprachlicher Repräsentation, das Bild wird Wort und umgekehrt.
Niklas Maak in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2009
„Strudelnde Bögen, fliegende Punkte. Was unterscheidet eigentlich islamische Bilder von christlichen – und was verbindet sie? Eine Ausstellung in Berlin“
Der westliche Mensch will ja verstehen. Wenn er Schrift sieht, dann möchte er lesen und das Gelesene durchdringen und diskutieren. Dass Schriftzeichen mehr sein könnten als Diener des Sinns, dass sie in der Ausformung einen eigenen Reiz versprühen, eine eigene Botschaft tragen könnten, das scheint dem Westler fremd. Doch in der Berliner Ausstellung erfährt er nun just dieses: wie lebendig, wie berauschend das geschriebene sein kann, auch wenn er kein Wort versteht.
Hanno Rauterberg in Die Zeit, 26.11.2009
„Die prächtige Schau Taswir widerlegt westliche Islam-Klischees“
Die Assoziative Zusammenstellung von Artefakten verschiedenster Herkünfte ist ein kuratorisches Experiment, das mittlerweile recht häufig probiert wird. bei „Taswir“ geht es deshalb so gut auf, weil hinter den wilden Kombinationen sorgfältige Recherchen stehen. Man kann sich kaum entscheiden, was mehr Genuss bringt: die zeitgenössischen Künstler mit islamischen Wurzeln, die selten in solcher Qualität versammelt sind, oder die vielen fein gesponnenen Muster, Verzierungen und Erzählungen aus einer vergangenen Ära.
Elke Buhr in Monopol, Heft 12, Dezember 2009
5. November 2009 bis 18. Januar 2010
„Schrift aus Licht“
Mit der Kalligraphie und dem legendären „Himmlischen Qur’an“, einem sakralen Ur-Buch, beginnt die Ausstellung. Der Sage nach sind die Seiten der „Mutter aller Bücher“ aus rotem Hyazinth, die Schrift aus Licht, aus dem Gott Himmel und Erde schuf – alle kalligraphischen Abschriften von Qur’an gelten damit als die höchste Form der visuellen Künste. […]
Solche wertvollen Manuskripte aus mehreren Jahrhunderten werden gezeigt und dazu eine Installation des Deutschen Wolfgang Laib, der mit flüchtigem Material wie Blütenstaub arbeitet. Gleich nebenan ist ein portugiesisches Qur’an zu sehen, zusammen mit Lithographien von Pablo Picasso, in denen er auf Texte des Dichters Pierre Reverdy rhythmische Linien und Zeichen gemalt hat.
Ingeborg Wiensowski auf www.spiegel.de, 03.11.2009
„Die Kunst des Islam wird populär. Gewagter Brückenschlag: Die Ausstellung „Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“ im Berliner Gropius-Bau“
Herausgekommen ist eine Ausstellung, die offener, innovativer und ambitionierter gar nicht sein könnte. Zweifellos ist sie ein Experiment, vielschichtig und anspruchsvoll, selten bietet eine Schau so eine Fülle an Assoziationen.
Gabriela Walde in Die Welt, 05.11.2009
„Islamische Bildwelten und Moderne“
Es gibt Ausstellungen, die stilbildend geworden sind, gerade weil sie unklar, und rätselhaft konzipiert waren. „Taswir – islamische Bildwelten und Moderne“ hat das Potential, eine solche Wirkung zu entfalten. denn einerseits hat die Ausstellung, die über zehn Jahre vorbereitet wurde, den enormen Anspruch, eine Art begehbarer Kunstalmanach islamischer Kunst und Weltanschauung zu sein. Andererseits verweigert sich Hauptkuratorin Almuth Bruckstein vom Verein ha’atelier jeder westlich-rationalen Gliederung.
Frank Hessenland auf www.dradio.de, 05.11.2009
Eine sensationelle Ausstellung in Berlin denkt das Verhältnis von Orient und Okzident in ganz neuen Mustern. […] 250 Werke aus der islamischen Welt, von alten Koranen und Miniaturen bis zu politisch und sozial engagierter arabischer Gegenwartskunst – ein weites, kaum zu überbietendes Spektrum. Doch die Ausstellung ist nicht didaktisch und historisch, sondern poetisch und assoziativ, eine Schau der großartigen Schönheit, die die islamische Welt dem Mittelalter hervorgebracht hat.
www.radiobremen.de, 05.11.2009
„Nur eine Prise“
Was islamische Kunst ist und was sie ausmacht, darüber wird seit langem diskutiert. […] Im Berliner Martin-Gropius-Bau ist eine Ausstellung eröffnet worden, die solche Fragen gebieterisch aufwirft: „Taswir. Islamische Bildwelten und Moderne“. […] Denn die Ausstellung verbindet in jedem ihrer 18 Säle Werke der traditionellen islamischen Kunst, wie das Wort nun gebraucht wird, mit zeitgenössischen Arbeiten.
Stephan Speicher in Süddeutsche Zeitung, 10.11.2009
„Wie modern sind islamisch geprägte Bildwelten?“
Genau dies aber versucht zurzeit eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau zu zeigen. Unter dem arabischen Titel „Taswir“ („Bild“) entlarvt sie nicht nur das europäische Gerede vom sogenannten Orient als eine hausgemachte Chimäre, auch unser sicher geglaubter „Moderne“-Begriff wird noch einmal auf seine Richtigkeit hin abgeklopft. Für dieses Vorhaben haben die beiden Ausstellungskuratoren Hendrik Budde und Almuth Bruckstein Coruh einen luftigen wie sinnlichen, zuweilen aber auch recht gewagten Kunstparcours in Szene gesetzt. Das Resultat ist in der Tat erstaunlich.
Ralf Hanselle in Tages-Anzeiger (CH), 11.11.2009
„Picasso und der Koran. Eine Berliner Ausstellung vergegenwärtigt den Dialog zwischen Islam und moderner Kunst“
Es gibt in dieser Ausstellung keine Hierarchisierung von alter und moderner Kunst, von Islam und Westen. Zeiten und Orte verschmelzen in der Gleichzeitigkeit einer transnationalen Betrachtungsweise. Und doch ist nichts beliebig: neue Bezüge ergeben sich, es wird zusammen gesehen, was bisher nur getrennt existierte. das traditionelle „ihr“ und „wir“, das „hier“ und das „dort“ verschmelzen in einer Synthese, die dem Betrachter erst die Augen öffnet. Weiter könnte man von den alten Gefechten der Orientalismus-Debatte nicht sein.
Werner Bloch auf www.nzz.ch, 18.11.2009
„Ich assoziiere dir mal was. Was dürfen Kuratoren mit Kunst machen? In Berlin sucht man den Geist „islamischer Bildwelten“ ganz poetisch“
Zu den Vorzügen dieser Ausstellung gehört es, dass sie mit dem Klischee eines islamischen Bilderverbots aufräumt. Die hier jenseits assoziativer Feinsinnigkeiten umrissene Geschichte der Kalligraphie führt mit Beispielen, die bis in die Gegenwart führen, die Schwellenspiele von Künstlern vor, die, wie Murat Morova, in ihren kalligraphischen Landschaften die Linien erst zu Buchstaben und dann nahtlos zu Figuren werden lassen. So wechselt die Zeichnung wie ein semiotisches Kippbild zwischen figürlicher Präsenz und sprachlicher Repräsentation, das Bild wird Wort und umgekehrt.
Niklas Maak in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2009
„Strudelnde Bögen, fliegende Punkte. Was unterscheidet eigentlich islamische Bilder von christlichen – und was verbindet sie? Eine Ausstellung in Berlin“
Der westliche Mensch will ja verstehen. Wenn er Schrift sieht, dann möchte er lesen und das Gelesene durchdringen und diskutieren. Dass Schriftzeichen mehr sein könnten als Diener des Sinns, dass sie in der Ausformung einen eigenen Reiz versprühen, eine eigene Botschaft tragen könnten, das scheint dem Westler fremd. Doch in der Berliner Ausstellung erfährt er nun just dieses: wie lebendig, wie berauschend das geschriebene sein kann, auch wenn er kein Wort versteht.
Hanno Rauterberg in Die Zeit, 26.11.2009
„Die prächtige Schau Taswir widerlegt westliche Islam-Klischees“
Die Assoziative Zusammenstellung von Artefakten verschiedenster Herkünfte ist ein kuratorisches Experiment, das mittlerweile recht häufig probiert wird. bei „Taswir“ geht es deshalb so gut auf, weil hinter den wilden Kombinationen sorgfältige Recherchen stehen. Man kann sich kaum entscheiden, was mehr Genuss bringt: die zeitgenössischen Künstler mit islamischen Wurzeln, die selten in solcher Qualität versammelt sind, oder die vielen fein gesponnenen Muster, Verzierungen und Erzählungen aus einer vergangenen Ära.
Elke Buhr in Monopol, Heft 12, Dezember 2009
Harald Schmitt – Sekunden, die Geschichte wurden
Fotografien vom Ende des Staatssozialismus
3. Oktober 2009 bis 18. Januar 2010
„Mut und Masse. Der Untergang des Ostblocks: Harald Schmitts Fotografien im Gropius-Bau“
Auf seinen Fotos, die nun zum 20. Jahrestag des Umsturzes im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt werden, ist deutlich zu sehen, wie die Menschen etwas in Bewegung setzen, das über ihre Vorstellung hinausgeht.
Kai Müller in Tagesspiegel, 01.10.2009
Von den rund 400 000 im Auftrag jenes Magazins geschossenen Bildern sind etwa 120 jetzt im Martin-Gropius-Bau zu besichtigen. „Sekunden, die Geschichte wurden“ führen sie beispielhaft vor […] Die Ausstellung zeigt Bilder-Ikonen zur Geschichte. Ihre Interpretation unterliegt der Zeit.
Kilian Klenze in Neues Deutschland, 02.10.2009
Der Martin-Gropius-Bau präsentiert im Herbst 2009 beeindruckende Aufnahmen des Fotoreporters Harald Schmitt.
brennpunkt, Oktober bis Dezember 2009
„Wenn wo was war, war ich dabei“
Nachdem im Martin-Gropius-Bau zuletzt eine große Werkschau der Fotografin Herlinde Koelbl präsentiert wurde, folgt nun – am symbolträchtigen 3. Oktober ist Eröffnung – eine Ausstellung mit 120 Fotos aus jenen Jahren, als der implodierende Ostblock seinen machtlosen Machthabern nicht immer friedlich um die Ohren flog. „Sekunden, die Geschichte machten, zeigt Momentaufnahmen des Umbruchs, unter anderem aus der DDR, aus der Sowjetunion, aus Lettland, Litauen und China.
Joachim Mischke im Hamburger Abendblatt, 26.09.2009
Fotografien vom Ende des Staatssozialismus
3. Oktober 2009 bis 18. Januar 2010
„Mut und Masse. Der Untergang des Ostblocks: Harald Schmitts Fotografien im Gropius-Bau“
Auf seinen Fotos, die nun zum 20. Jahrestag des Umsturzes im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt werden, ist deutlich zu sehen, wie die Menschen etwas in Bewegung setzen, das über ihre Vorstellung hinausgeht.
Kai Müller in Tagesspiegel, 01.10.2009
Von den rund 400 000 im Auftrag jenes Magazins geschossenen Bildern sind etwa 120 jetzt im Martin-Gropius-Bau zu besichtigen. „Sekunden, die Geschichte wurden“ führen sie beispielhaft vor […] Die Ausstellung zeigt Bilder-Ikonen zur Geschichte. Ihre Interpretation unterliegt der Zeit.
Kilian Klenze in Neues Deutschland, 02.10.2009
Der Martin-Gropius-Bau präsentiert im Herbst 2009 beeindruckende Aufnahmen des Fotoreporters Harald Schmitt.
brennpunkt, Oktober bis Dezember 2009
„Wenn wo was war, war ich dabei“
Nachdem im Martin-Gropius-Bau zuletzt eine große Werkschau der Fotografin Herlinde Koelbl präsentiert wurde, folgt nun – am symbolträchtigen 3. Oktober ist Eröffnung – eine Ausstellung mit 120 Fotos aus jenen Jahren, als der implodierende Ostblock seinen machtlosen Machthabern nicht immer friedlich um die Ohren flog. „Sekunden, die Geschichte machten, zeigt Momentaufnahmen des Umbruchs, unter anderem aus der DDR, aus der Sowjetunion, aus Lettland, Litauen und China.
Joachim Mischke im Hamburger Abendblatt, 26.09.2009
Sprachen des Futurismus
Literatur, Malerei, Skulptur, Musik, Theater, Fotografie
2. Oktober 2009 bis 11. Januar 2010
„Rausch der Geschwindigkeit. Jubiläumsausstellung ‚Die Sprachen des Futurismus‘“
Dem Futurismus als Gesamtkunstwerk widmet der Martin-Gropius-Bau anlässlich des Jubiläums eine große Ausstellung. […] Die Bandbreite der gezeigten Werke ist der Zusammenarbeit mit dem größten Futuristenarchiv zu verdanken, das sich im Museo d’Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto befindet. Direktorin Gabriella Belli hat die Berliner Ausstellung kuratiert und eine beeindruckende Künstlerliste zusammengestellt, die vor großen Namen nur so strotzt […].
Jenny Becker in Der Tagesspiegel Ticket, 01.10.2009
„Als Marinetti durch die Friedrichstraße brauste“
Das Verdienst der facettenreichen Jubiläumsausstellung „Sprachen des Futurismus“ im Martin-Gropius-Bau ist es, dem Futurismus in seiner Vielschichtigkeit der Ansätze, eben nicht nur in seinen “Hauptdisziplinen“ Malerei und Literatur näher zu kommen, sondern auf allen Gebieten der Künste. Anhand der ausladenden fantasievollen Kostüme, Bühnenbilder und Marionetten eines Fortunato Depero sieht man, wie herrlich spielerisch der Futurismus jenseits der großen Manifeste auch sein konnte.
Gabriela Walde in Berliner Morgenpost, 02.10.2009
Die Ausstellung drückt mit didaktisch ausgestrecktem Finger auf die aufgeblasenen Backen des futuristischen Manifests und wirft einen historisierenden Blick auf den künstlerischen Futurismus, dessen Protagonisten nicht nur Nähe zum Faschismus suchten, sondern ihn auch programmatisch ausformulieren halfen. Der Titel der Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau impliziert dagegen eine nüchterne Grammatik des Futurismus, der seine Spuren in Malerei und Literatur, in Theater und Tanz sowie Musik und Fotografie hinterlassen hat.
Harry Nutt in Frankfurter Rundschau, 10.10.2009
Literatur, Malerei, Skulptur, Musik, Theater, Fotografie
2. Oktober 2009 bis 11. Januar 2010
„Rausch der Geschwindigkeit. Jubiläumsausstellung ‚Die Sprachen des Futurismus‘“
Dem Futurismus als Gesamtkunstwerk widmet der Martin-Gropius-Bau anlässlich des Jubiläums eine große Ausstellung. […] Die Bandbreite der gezeigten Werke ist der Zusammenarbeit mit dem größten Futuristenarchiv zu verdanken, das sich im Museo d’Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto befindet. Direktorin Gabriella Belli hat die Berliner Ausstellung kuratiert und eine beeindruckende Künstlerliste zusammengestellt, die vor großen Namen nur so strotzt […].
Jenny Becker in Der Tagesspiegel Ticket, 01.10.2009
„Als Marinetti durch die Friedrichstraße brauste“
Das Verdienst der facettenreichen Jubiläumsausstellung „Sprachen des Futurismus“ im Martin-Gropius-Bau ist es, dem Futurismus in seiner Vielschichtigkeit der Ansätze, eben nicht nur in seinen “Hauptdisziplinen“ Malerei und Literatur näher zu kommen, sondern auf allen Gebieten der Künste. Anhand der ausladenden fantasievollen Kostüme, Bühnenbilder und Marionetten eines Fortunato Depero sieht man, wie herrlich spielerisch der Futurismus jenseits der großen Manifeste auch sein konnte.
Gabriela Walde in Berliner Morgenpost, 02.10.2009
Die Ausstellung drückt mit didaktisch ausgestrecktem Finger auf die aufgeblasenen Backen des futuristischen Manifests und wirft einen historisierenden Blick auf den künstlerischen Futurismus, dessen Protagonisten nicht nur Nähe zum Faschismus suchten, sondern ihn auch programmatisch ausformulieren halfen. Der Titel der Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau impliziert dagegen eine nüchterne Grammatik des Futurismus, der seine Spuren in Malerei und Literatur, in Theater und Tanz sowie Musik und Fotografie hinterlassen hat.
Harry Nutt in Frankfurter Rundschau, 10.10.2009
Modell Bauhaus
22. Juli bis 4. Oktober 2009
„Die ganze Welt ein Bauhaus!“
Schon im Januar ging es los: mit Sonderheften, Artikelserien, mit Symposien, einem Stapel neuer Bild- und Essaybände, mit Möbel-, Design- und Architekturausstellungen sonder Zahl. Kommende Woche nun eröffnet in Berlin als Höhepunkt der Jubelfeiern die größte Bauhaus-Schau, die es je gab.
Hanno Rauterberg in Die Zeit, 16.07.2009
„Als die Zukunft Form annahm“
Der neunzigste Geburtstag des Bauhauses wird mit einem Aufwand gefeiert, als ob es bereits der hundertste wäre. […] Den größten Beitrag zum Jubiläumsjahr setzt nun die Ausstellung „Modell Bauhaus“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Auf 2000 Quadratmetern werden knapp 1000 Exponate aufgeboten, es ist ein überwältigender, mit vielen Meisterwerken prunkender und an einem Nachmittag allein kaum zu bewältigender Rundgang durch die Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, in dem auch die Verweise auf die Gegenwart nicht fehlen. […] im Lichthof des Gropius-Baus hat die amerikanische Künstlerin Christine Hill ein großartiges ‚Do-it-yourself-Bauhaus’ aufgebaut, in dem die Museumsbesucher zu Bauhaus-Künstlern werden können. Für die Ausstellung haben sich die drei großen Bauhaus-Institutionen – das Bauhaus-Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar – zusammengetan und erstmals Stücke aus ihren Beständen zusammengebracht.
Christian Schröder in Der Tagesspiegel, 21.07.2009
„Vom Bauhaus zu Ikea“
So viel Bauhaus wie jetzt in Berlin wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben irgendwo auf der Welt. 90 Jahre nach der Gründung der Kunstschule in Weimar haben sich die wichtigsten drei der heutigen Bauhaus-Institutionen zusammengetan, um ihre Schätze aus Museen und Archiven zu einer fantastischen Schau im Martin-Gropius-Bau zu versammeln. Im gesamten Erdgeschoss des Ausstellungspalastes wird auf die sinnlichste Art und Weise eine Fülle von Originalen vor dem Auge des Betrachters ausgebreitet, dass es eine Lust ist. […] Selbst die Kenner des Bauhauses können hier noch neues entdecken […].
Rainer Haubrich in Berliner Morgenpost, 21.07.2009
„Mythos Möbelmarkt“
„Modell Bauhaus“: Kleinteilig differenziert breitet diese Ausstellung den Kosmos der Schule an ihren drei Standorten zwischen 1919 und 1933 aus. Sie zeigt den Experimentierkasten Bauhaus, aus dem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der Mythos gebastelt wurde: Plattenbau, High-End-Design und Ikea – was aus der Bewegung wurde, darüber kann sich das neue Dreiergespann Bauhaus Dessau, Bauhaus-Archiv und Klassik-Stiftung bis 2019 Gedanken machen.
Dirk Fuhrig in Frankfurter Rundschau, 21.07.2009
„Zum Licht, zur Sonne“
Im Zentrum der Schau steht die Innenansicht des Bauhauses als Schule der Formbildung, und diese Binnenperspektive macht die von Detlef Weitz und Rose Epple entwickelte Ausstellungsarchitektur von Beginn an klar. Sie leitet den Besucher im Farbkreis von Johannes Itten durch die locker chronologisch gegliederte Schau.
Lothar Müller in Süddeutsche Zeitung, 22.07.2009
„Quadratisch, praktisch, besser“
Man betritt die Raumfolge im Berliner Martin-Gropius-Bau, den ein Großonkel von Walter Gropius entworfen hat, durch ein inneres Portal aus Kreis, Quadrat und Dreieck. […] In den achtzehn engbestückten Kabinetten wechseln die Objektträger und von Stelen zu Rauminseln und Wandfassaden, trüben sich die Farben vom lichten Gelb zu dunklem Violett und Grün.
Wolfgang Pehnt in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2009
22. Juli bis 4. Oktober 2009
„Die ganze Welt ein Bauhaus!“
Schon im Januar ging es los: mit Sonderheften, Artikelserien, mit Symposien, einem Stapel neuer Bild- und Essaybände, mit Möbel-, Design- und Architekturausstellungen sonder Zahl. Kommende Woche nun eröffnet in Berlin als Höhepunkt der Jubelfeiern die größte Bauhaus-Schau, die es je gab.
Hanno Rauterberg in Die Zeit, 16.07.2009
„Als die Zukunft Form annahm“
Der neunzigste Geburtstag des Bauhauses wird mit einem Aufwand gefeiert, als ob es bereits der hundertste wäre. […] Den größten Beitrag zum Jubiläumsjahr setzt nun die Ausstellung „Modell Bauhaus“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Auf 2000 Quadratmetern werden knapp 1000 Exponate aufgeboten, es ist ein überwältigender, mit vielen Meisterwerken prunkender und an einem Nachmittag allein kaum zu bewältigender Rundgang durch die Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, in dem auch die Verweise auf die Gegenwart nicht fehlen. […] im Lichthof des Gropius-Baus hat die amerikanische Künstlerin Christine Hill ein großartiges ‚Do-it-yourself-Bauhaus’ aufgebaut, in dem die Museumsbesucher zu Bauhaus-Künstlern werden können. Für die Ausstellung haben sich die drei großen Bauhaus-Institutionen – das Bauhaus-Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar – zusammengetan und erstmals Stücke aus ihren Beständen zusammengebracht.
Christian Schröder in Der Tagesspiegel, 21.07.2009
„Vom Bauhaus zu Ikea“
So viel Bauhaus wie jetzt in Berlin wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben irgendwo auf der Welt. 90 Jahre nach der Gründung der Kunstschule in Weimar haben sich die wichtigsten drei der heutigen Bauhaus-Institutionen zusammengetan, um ihre Schätze aus Museen und Archiven zu einer fantastischen Schau im Martin-Gropius-Bau zu versammeln. Im gesamten Erdgeschoss des Ausstellungspalastes wird auf die sinnlichste Art und Weise eine Fülle von Originalen vor dem Auge des Betrachters ausgebreitet, dass es eine Lust ist. […] Selbst die Kenner des Bauhauses können hier noch neues entdecken […].
Rainer Haubrich in Berliner Morgenpost, 21.07.2009
„Mythos Möbelmarkt“
„Modell Bauhaus“: Kleinteilig differenziert breitet diese Ausstellung den Kosmos der Schule an ihren drei Standorten zwischen 1919 und 1933 aus. Sie zeigt den Experimentierkasten Bauhaus, aus dem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der Mythos gebastelt wurde: Plattenbau, High-End-Design und Ikea – was aus der Bewegung wurde, darüber kann sich das neue Dreiergespann Bauhaus Dessau, Bauhaus-Archiv und Klassik-Stiftung bis 2019 Gedanken machen.
Dirk Fuhrig in Frankfurter Rundschau, 21.07.2009
„Zum Licht, zur Sonne“
Im Zentrum der Schau steht die Innenansicht des Bauhauses als Schule der Formbildung, und diese Binnenperspektive macht die von Detlef Weitz und Rose Epple entwickelte Ausstellungsarchitektur von Beginn an klar. Sie leitet den Besucher im Farbkreis von Johannes Itten durch die locker chronologisch gegliederte Schau.
Lothar Müller in Süddeutsche Zeitung, 22.07.2009
„Quadratisch, praktisch, besser“
Man betritt die Raumfolge im Berliner Martin-Gropius-Bau, den ein Großonkel von Walter Gropius entworfen hat, durch ein inneres Portal aus Kreis, Quadrat und Dreieck. […] In den achtzehn engbestückten Kabinetten wechseln die Objektträger und von Stelen zu Rauminseln und Wandfassaden, trüben sich die Farben vom lichten Gelb zu dunklem Violett und Grün.
Wolfgang Pehnt in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2009
Herlinde Koelbl. Fotografien 1976–2009
17. Juli bis 1. November 2009
„Studien von Machtmenschen“
Der Martin-Gropius-Bau zeigt ab dem 17. Juli 2009 die erste Werkschau der deutschen Fotokünstlerin Herlinde Koelbl […]. Die Ausstellung zeigt über 450 Fotografien aus drei Jahrzehnten, darunter berühmte Ikonen der Porträtfotografie, aber auch bekannte Aufnahmen. […] Wie Herlinde Koelbl durch ihren außergewöhnlichen Blick und ihre produktive Neugier zu einer der wichtigsten Fotokünstlerinnen Deutschlands wurde, zeigt die Exposition.
Neues Deutschland, 15.07.2009
„Wandlungen“
Von der Wissenschaft aus dem Osten zur Kanzlerin aller Deutschen: Die erste Retrospektive, die der Fotografin Herlinde Koelbl gewidmet ist, zeigt eindrücklich die Wandlung der Angela Merkel. Die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau versammelt aber nicht nur die berühmten Prominenten-Porträts der 69 Jahre alten Fotokünstlerin, die von ungewöhnlichen Interviews begleitet werden, sondern gewährt auch tiefe Einblicke in deutsche Wohn- und Schlafzimmer.
Kölnische Rundschau, 17.07.2009
„Herlinde Koelbl. Fotografien“
Über dreißig Jahre befindet sich Herlinde Koelbl nun schon auf einer fotografischen Reise, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn global hat sie schon immer gedacht. Nun macht sie Station in Berlin, hat ihr Archiv durchforstet und nach Arbeiten gesucht, die über den Tag hinausweisen. Viele sind darunter, sehr viele, die Gültigkeit besitzen, die sich auch eingebrannt haben in das kollektive Gedächtnis, andere wieder sind Momentaufnahmen, die aber viel über die tieferen Dinge des Lebens sagen, die der Fotokünstlerin so wichtig sind.
Ingolf Kern in Brennpunkt, 01.07.2009
„All we are saying…“
Kurz vor Koelbls 70. Geburtstag zeigt der Martin-Gropius-Bau einen großen Überblick über das Werk der deutschen Fotografin, die den Mächtigen hierzulande sehr nahe kam: Zu ihren bekanntesten Bildern zählt die Langzeitstudie mit Porträts von Joschka Fischer, Angela Merkel und Gerhard Schröder im Auf und Ab ihrer Laufbahnen.
Zitty, 16.07.2009
„Rastlos, fragend, suchend“
Kann ein Künstler zu neugierig sein? Die widersinnige Antwort, die diese Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau gibt, lautet: Ja, die rastlose, suchende. reisende, fragende, nachfragende Herlinde Koelbl ist geduldig genug, über Jahre ein Thema zu verfolgen, Menschen zu begleiten, ein Projekt zu realisieren – Dauer ist ihr Ding, aber weniger der Augenblick. Berühmt wurde sie mit ihrer Serie von jüdischen Porträts 1989 und mit ihrer Langzeitrecherche „Spuren der Macht“ 1999. die große, werkschauartige Ausstellung nun soll zeigen, was jenseits dieser Gesichterstudien alles vom Koelbl’schen Blick eingefangen wurde.
Georg Dietz, Süddeutsche Zeitung, 17.07.2009
„Warmherzige Enttarnerin“
Es überrascht, dass die nun gezeigten 450 Arbeiten sowie eine Handvoll Filme die erste umfangreiche Werkschaueiner Autorenfotografin ergeben, deren Schaffen längst als kanonisch gelten darf.
Frankfurter Rundschau, 17.07.2009
17. Juli bis 1. November 2009
„Studien von Machtmenschen“
Der Martin-Gropius-Bau zeigt ab dem 17. Juli 2009 die erste Werkschau der deutschen Fotokünstlerin Herlinde Koelbl […]. Die Ausstellung zeigt über 450 Fotografien aus drei Jahrzehnten, darunter berühmte Ikonen der Porträtfotografie, aber auch bekannte Aufnahmen. […] Wie Herlinde Koelbl durch ihren außergewöhnlichen Blick und ihre produktive Neugier zu einer der wichtigsten Fotokünstlerinnen Deutschlands wurde, zeigt die Exposition.
Neues Deutschland, 15.07.2009
„Wandlungen“
Von der Wissenschaft aus dem Osten zur Kanzlerin aller Deutschen: Die erste Retrospektive, die der Fotografin Herlinde Koelbl gewidmet ist, zeigt eindrücklich die Wandlung der Angela Merkel. Die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau versammelt aber nicht nur die berühmten Prominenten-Porträts der 69 Jahre alten Fotokünstlerin, die von ungewöhnlichen Interviews begleitet werden, sondern gewährt auch tiefe Einblicke in deutsche Wohn- und Schlafzimmer.
Kölnische Rundschau, 17.07.2009
„Herlinde Koelbl. Fotografien“
Über dreißig Jahre befindet sich Herlinde Koelbl nun schon auf einer fotografischen Reise, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn global hat sie schon immer gedacht. Nun macht sie Station in Berlin, hat ihr Archiv durchforstet und nach Arbeiten gesucht, die über den Tag hinausweisen. Viele sind darunter, sehr viele, die Gültigkeit besitzen, die sich auch eingebrannt haben in das kollektive Gedächtnis, andere wieder sind Momentaufnahmen, die aber viel über die tieferen Dinge des Lebens sagen, die der Fotokünstlerin so wichtig sind.
Ingolf Kern in Brennpunkt, 01.07.2009
„All we are saying…“
Kurz vor Koelbls 70. Geburtstag zeigt der Martin-Gropius-Bau einen großen Überblick über das Werk der deutschen Fotografin, die den Mächtigen hierzulande sehr nahe kam: Zu ihren bekanntesten Bildern zählt die Langzeitstudie mit Porträts von Joschka Fischer, Angela Merkel und Gerhard Schröder im Auf und Ab ihrer Laufbahnen.
Zitty, 16.07.2009
„Rastlos, fragend, suchend“
Kann ein Künstler zu neugierig sein? Die widersinnige Antwort, die diese Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau gibt, lautet: Ja, die rastlose, suchende. reisende, fragende, nachfragende Herlinde Koelbl ist geduldig genug, über Jahre ein Thema zu verfolgen, Menschen zu begleiten, ein Projekt zu realisieren – Dauer ist ihr Ding, aber weniger der Augenblick. Berühmt wurde sie mit ihrer Serie von jüdischen Porträts 1989 und mit ihrer Langzeitrecherche „Spuren der Macht“ 1999. die große, werkschauartige Ausstellung nun soll zeigen, was jenseits dieser Gesichterstudien alles vom Koelbl’schen Blick eingefangen wurde.
Georg Dietz, Süddeutsche Zeitung, 17.07.2009
„Warmherzige Enttarnerin“
Es überrascht, dass die nun gezeigten 450 Arbeiten sowie eine Handvoll Filme die erste umfangreiche Werkschaueiner Autorenfotografin ergeben, deren Schaffen längst als kanonisch gelten darf.
Frankfurter Rundschau, 17.07.2009
Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina.
Deutschland 1908 – Israel 1994
5. April bis 28. Juni 2009
„Helden der Arbeit“
Bis auf wenige kleinere Ausstellungen in den 30er und 40er-Jahren sind die Arbeiten Grschebinas nie öffentlich gezeigt worden. […] Die Berliner Schau präsentiert jetzt erstmals in größerem Umfang das Werk einer engagierten Fotografin, die in jungen Jahren von der Neuen Sachlichkeit und dem Neuen Sehen inspiriert wurde.
Jüdische Allgemeine, 02.04.2009
„Fotos einer Emigrantin“
Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt die erste deutsche Retrospektive der Fotografin Liselotte Grschebina. Zu sehen sind […] 100 Fotos, die die Künstlerin zwischen 1929 und den 60er Jahren in Deutschland und Palästina aufgenommen hat.
Märkische Oderzeitung, 04.04.2009
„Grschebina-Schau im Gropius-Bau“
Die vom israelischen Museum konzipierte Schau „Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina. Deutschland 1908 – Palästina 1994“ zeigt nun das bis dahin kaum erforschte Leben von Grschebina. […] Die Retrospektive offenbart die Perspektive einer jungen Frau, die in den Tagen der Weimarer Republik von der Neuen Sachlichkeit inspiriert wurde […].
Oranienburger Generalanzeiger, 04.04.2009
„Eine Frau, ein Mann, eine Kamera“
Es ist eine Koinzidenz, wie Gereon Sievernich sagt, der Direktor des Martin-Gropius-Baus – aber das Ganze könnte eigentlich nicht besser geplant sein. Das Haus präsentiert mit seinen neuen Ausstellungen nämlich zwei Fotografen derselben Generation, derselben Tradition der Neuen Sachlichkeit – und darüber hinausgehend stehen die beiden einander auch mit exemplarischen Lebensläufen für die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland diametral gegenüber.
Berliner Zeitung, 04.04.2009
„Der Kuss im Spiegel“
[…] Erst nach ihrem Tod 1944 entdeckte ihr Sohn im Wandschrank das vergessene Werk. Die dichte Hängung spiegelt dabei die Bescheidenheit wieder, mit der Grschebina ihre Arbeiten aufbewahrte. Die Fotografien selbst aber bringen die Moderne gleich zweier Welten zurück. Die Schule des Neuen Sehens hatte ihre Anfänge geprägt […]. Ihre Fotos aus Israel dagegen leben vor allem von der Begegnung mit einer Außenwelt, in der große Gegensätze aufeinandertreffen […]. So liegt eine ganze Biografie in der kleinen Ausstellung offen.
Katrin Bettina Müller in Tip, 13.05.2009
Deutschland 1908 – Israel 1994
5. April bis 28. Juni 2009
„Helden der Arbeit“
Bis auf wenige kleinere Ausstellungen in den 30er und 40er-Jahren sind die Arbeiten Grschebinas nie öffentlich gezeigt worden. […] Die Berliner Schau präsentiert jetzt erstmals in größerem Umfang das Werk einer engagierten Fotografin, die in jungen Jahren von der Neuen Sachlichkeit und dem Neuen Sehen inspiriert wurde.
Jüdische Allgemeine, 02.04.2009
„Fotos einer Emigrantin“
Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt die erste deutsche Retrospektive der Fotografin Liselotte Grschebina. Zu sehen sind […] 100 Fotos, die die Künstlerin zwischen 1929 und den 60er Jahren in Deutschland und Palästina aufgenommen hat.
Märkische Oderzeitung, 04.04.2009
„Grschebina-Schau im Gropius-Bau“
Die vom israelischen Museum konzipierte Schau „Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina. Deutschland 1908 – Palästina 1994“ zeigt nun das bis dahin kaum erforschte Leben von Grschebina. […] Die Retrospektive offenbart die Perspektive einer jungen Frau, die in den Tagen der Weimarer Republik von der Neuen Sachlichkeit inspiriert wurde […].
Oranienburger Generalanzeiger, 04.04.2009
„Eine Frau, ein Mann, eine Kamera“
Es ist eine Koinzidenz, wie Gereon Sievernich sagt, der Direktor des Martin-Gropius-Baus – aber das Ganze könnte eigentlich nicht besser geplant sein. Das Haus präsentiert mit seinen neuen Ausstellungen nämlich zwei Fotografen derselben Generation, derselben Tradition der Neuen Sachlichkeit – und darüber hinausgehend stehen die beiden einander auch mit exemplarischen Lebensläufen für die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland diametral gegenüber.
Berliner Zeitung, 04.04.2009
„Der Kuss im Spiegel“
[…] Erst nach ihrem Tod 1944 entdeckte ihr Sohn im Wandschrank das vergessene Werk. Die dichte Hängung spiegelt dabei die Bescheidenheit wieder, mit der Grschebina ihre Arbeiten aufbewahrte. Die Fotografien selbst aber bringen die Moderne gleich zweier Welten zurück. Die Schule des Neuen Sehens hatte ihre Anfänge geprägt […]. Ihre Fotos aus Israel dagegen leben vor allem von der Begegnung mit einer Außenwelt, in der große Gegensätze aufeinandertreffen […]. So liegt eine ganze Biografie in der kleinen Ausstellung offen.
Katrin Bettina Müller in Tip, 13.05.2009
Hannes Kilian – Fotografien
4. April bis 29. Juni 2009
„Hannes Kilian“
Die Ausstellung zeigt neben eindrucksvollen Fotografien vom zerbombten Stuttgart, die Kilian 1944 trotz Fotografieverbot aufnahm, Szenen aus der Geschichte Berlins – vor und nach dem Mauerbau. Des weiteren sind Aufnahmen zu sehen, die im Kontext von Kilians Arbeit als Foto-Journalist stehen, Porträts von Politikern wie Ludwig Erhard und Schauspielern wie Gina Lollobrigida sowie von vielen Künstlern wie Otto Dix runden die Werkschau ab.
Profi Foto, 23.03.2009
„Blicke in das Leben“
[…] Ein gewaltiges Unterfangen – den Kontinent Kilian in all seinen Teilen zugänglich zu machen und zugleich als Ganzes zu präsentieren. 500 000 Aufnahmen umfasst das Kilian - Panorama – eine radikale Sichtung war verlangt. „Hannes Kilian“ heißt das Ergebnis schlicht und ist nicht einfach in Stuttgart zu sehen, sondern in Berlin. Im Martin-Gropius-Bau, 1929 einst Bühne der wegweisenden Werkbund-Ausstellungen „Film und Foto“ unter der Leitung von Gereon Sievernich nun erneut zu einer der ersten Adressen der Fotografie in Deutschland avanciert, betritt man den Kontinent Kilian.
Stuttgarter Nachrichten, 04.04.2009
„Er sah mehr als die anderen“
Brassaï, Lebeck, Cartier-Bresson – der Gropius-Bau in Berlin präsentiert immer wieder die bekanntesten Fotografen der Welt. Doch an Hannes Kilian waren die Ausstellungsmacher bisher vorübergegangen. […] Ob es im Zeitalter der Digitalfotografie später noch so bedeutende Bildchronisten […] geben wird, ist für [Kurator] Honnef eine offene Frage. Vielleicht liegt auch daran der Erfolg der Fotografie-Ausstellungen im Gropius-Bau. Die Älteren begegnen ihrer Geschichte, die Jüngeren lernen sie kennen. […] Museumsdirektor Gereon Sievernich freut sich bei den Fotografie-Ausstellungen über ein vorwiegend junges Publikum und Besucherströme.
Schwäbische Zeitung, 08.04.2009
„Tanzen möcht’ ich!“
Die Kamera macht was sie will. […] Wer jedoch die Zufallsmaschine zu beherrschen weiß, darf zu den Meistern des Fachs zählen. Im Gropius-Bau trifft man sie (fast) alle: Eugène Atget, Man Ray, Richard Avedon, Robert Lebeck und Cindy Sherman, um nur ein paar große Namen jüngerer Retrospektiven zu nennen. Und jetzt: Liselotte Grschebina und Hannes Kilian. Ein Zufallstreffen, kein von langer Hand geplantes Doppel. […] Beide gehören derselben Generation an und wurden geprägt vom Neuen Sehen der Zwanziger, das die Fotografie erstmals als eigenständige Kunstform etablierte. Eine Parallele: Für beide ist es die jeweils erste Einzelausstellung.
Der Tagesspiegel, 15.04.2009
„Blicke vom Hochbalkon“
Die gut dreihundert Fotos, die der Kurator Klaus Honnef für die Berliner Ausstellung ausgewählt hat, sind […] nur ein Splitter aus dem Felsengebirge der halben Millionen Negative, die Kilian hinterlassen hat. Trotzdem erkennt man in fast allen die individuelle Spur, die den Unterschied zwischen großer und kleiner Fotografie ausmacht.
Andreas Kilb in Frankfurter Allgemeine, 21.04.2009
4. April bis 29. Juni 2009
„Hannes Kilian“
Die Ausstellung zeigt neben eindrucksvollen Fotografien vom zerbombten Stuttgart, die Kilian 1944 trotz Fotografieverbot aufnahm, Szenen aus der Geschichte Berlins – vor und nach dem Mauerbau. Des weiteren sind Aufnahmen zu sehen, die im Kontext von Kilians Arbeit als Foto-Journalist stehen, Porträts von Politikern wie Ludwig Erhard und Schauspielern wie Gina Lollobrigida sowie von vielen Künstlern wie Otto Dix runden die Werkschau ab.
Profi Foto, 23.03.2009
„Blicke in das Leben“
[…] Ein gewaltiges Unterfangen – den Kontinent Kilian in all seinen Teilen zugänglich zu machen und zugleich als Ganzes zu präsentieren. 500 000 Aufnahmen umfasst das Kilian - Panorama – eine radikale Sichtung war verlangt. „Hannes Kilian“ heißt das Ergebnis schlicht und ist nicht einfach in Stuttgart zu sehen, sondern in Berlin. Im Martin-Gropius-Bau, 1929 einst Bühne der wegweisenden Werkbund-Ausstellungen „Film und Foto“ unter der Leitung von Gereon Sievernich nun erneut zu einer der ersten Adressen der Fotografie in Deutschland avanciert, betritt man den Kontinent Kilian.
Stuttgarter Nachrichten, 04.04.2009
„Er sah mehr als die anderen“
Brassaï, Lebeck, Cartier-Bresson – der Gropius-Bau in Berlin präsentiert immer wieder die bekanntesten Fotografen der Welt. Doch an Hannes Kilian waren die Ausstellungsmacher bisher vorübergegangen. […] Ob es im Zeitalter der Digitalfotografie später noch so bedeutende Bildchronisten […] geben wird, ist für [Kurator] Honnef eine offene Frage. Vielleicht liegt auch daran der Erfolg der Fotografie-Ausstellungen im Gropius-Bau. Die Älteren begegnen ihrer Geschichte, die Jüngeren lernen sie kennen. […] Museumsdirektor Gereon Sievernich freut sich bei den Fotografie-Ausstellungen über ein vorwiegend junges Publikum und Besucherströme.
Schwäbische Zeitung, 08.04.2009
„Tanzen möcht’ ich!“
Die Kamera macht was sie will. […] Wer jedoch die Zufallsmaschine zu beherrschen weiß, darf zu den Meistern des Fachs zählen. Im Gropius-Bau trifft man sie (fast) alle: Eugène Atget, Man Ray, Richard Avedon, Robert Lebeck und Cindy Sherman, um nur ein paar große Namen jüngerer Retrospektiven zu nennen. Und jetzt: Liselotte Grschebina und Hannes Kilian. Ein Zufallstreffen, kein von langer Hand geplantes Doppel. […] Beide gehören derselben Generation an und wurden geprägt vom Neuen Sehen der Zwanziger, das die Fotografie erstmals als eigenständige Kunstform etablierte. Eine Parallele: Für beide ist es die jeweils erste Einzelausstellung.
Der Tagesspiegel, 15.04.2009
„Blicke vom Hochbalkon“
Die gut dreihundert Fotos, die der Kurator Klaus Honnef für die Berliner Ausstellung ausgewählt hat, sind […] nur ein Splitter aus dem Felsengebirge der halben Millionen Negative, die Kilian hinterlassen hat. Trotzdem erkennt man in fast allen die individuelle Spur, die den Unterschied zwischen großer und kleiner Fotografie ausmacht.
Andreas Kilb in Frankfurter Allgemeine, 21.04.2009
