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Ägyptens versunkene Schätze

Ausstellung
13. Mai bis 4. September 2006

Veranstalter
Franck Goddio und Hilti Arts & Culture GmbH
in Kooperation mit dem Martin-Gropius-Bau und den Berliner Festspielen

Schirmherrschaft
Mohamed Hosni Mubarak, Präsident der Arabischen Republik Ägypten
Horst Köhler, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Kurator
Franck Goddio (Paris)

Ausstellungsstationen
Berlin (Weltpremiere): Martin-Gropius-Bau
Paris: Grand Palais
Bonn: Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Madrid: Matadero
La Venaria Reale (Turin): Orangerie der Reggia di Venaria Reale
Yokohama: Pacifico Yokohama

Verantwortet und kuratiert wurde die Ausstellung von dem berühmten französischen Unterwasserarchäologen Franck Goddio. Längst verloren geglaubte Zeugnisse vergangener Kulturen wurden in dieser faszinierenden Ausstellung präsentiert. „Ägyptens versunkene Schätze“ zeigte einzigartige Funde, die bei Franck Goddios Unterwasserexpeditionen vor der ägyptischen Mittelmeerküste, vor Alexandria und Aboukir, mit großzügiger Unterstützung der Hilti Foundation geborgen wurden.

Etwa 500 Artefakte, die, bis auf einige wenige Ausnahmen, noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden, waren erstmals zu sehen. Sie lieferten Erkenntnisse über 1.500 Jahre ägyptischer Geschichte (700 v. bis 800 n. Chr.).

Die Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ stieß auf ein weltweites Interesse, und auch in der archäologischen Fachwelt erregten die sensationellen archäologischen Funde Aufsehen. Goddio und sein Team haben seit Mitte der 1990er Jahre in Kooperation mit dem Supreme Council of Antiquities in Ägypten so sagenumwobene Orte wie den antiken Hafen von Alexandria mit Teilen des Königsviertels erforscht. Die berühmte antike Stadt Herakleion und Teile der Stadt Kanopus, gelegen im Meer vor Abukir, wurden von Franck Goddio wiederentdeckt.

Dabei stieß das Taucherteam unter anderem auf bedeutende Tempelanlagen mit Kultgegenständen. Die beiden einstigen Zentren wissenschaftlicher und religiöser Hochkulturen und des internationalen Handels traf vor über 1.000 Jahren ein verheerendes Schicksal: Naturkatastrophen ließen sie im Meer versinken. Berühmt sind sie jedoch auch heute noch durch ihre enge Verbindung zu dem griechischen Gott und Helden Herakles, zu Helena und Paris, Alexander dem Großen und Kleopatra.

Franck Goddios einzigartige Funde ermöglichten es, tiefgreifende und in mancher Hinsicht auch völlig neue Erkenntnisse über die ägyptische Geschichte zu gewinnen. Lange Zeit war Ägypten durch Eroberungen fremder Herrscherdynastien geprägt. Einflüsse aus Mesopotamien, Griechenland und Rom führten hier zu Verschmelzungen von kulturellen und religiösen Lebensformen, welche die Funde aus Herakleion, Kanopus und Alexandria deutlich belegen. Diese Vermischung der alten Kulturen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden Fundament unserer heutigen westlichen Zivilisation. Neben den Funden zeigte die Ausstellung spektakuläre Einblicke in die Geheimnisse der Unterwasserwelt und die damit verbundene abenteuerliche und faszinierende Arbeit von Tauchern und Meeresarchäologen.

Beteiligt an den Forschungsarbeiten war das an der Universität Oxford angegliederte Oxford Centre for Maritime Archaeology. Anlässlich der Ausstellung veranstaltete das Forschungsinstitut vom 28. Juli bis 30. Juli 2006 das wissenschaftliche Symposium „Sunken World of the Nile: The Topography and Trade of the North-West Delta“ in Berlin. Das Institut wird von der Hilti Foundation Liechtenstein gefördert.

In der nationalen wie auch in der internationalen Presse und in der Fachliteratur stieß die Ausstellung auf sehr großes Interesse. In den Printmedien wurden über 766 Beiträge veröffentlicht. Auch im Rundfunk (192 Beiträge) und im Internet (273 Beiträge) wurde die Ausstellung ausführlich besprochen. Zugleich wurde „Ägyptens versunkene Schätze“ zu einem großen Publikumserfolg: über 450.000 Besucher sahen die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau.

Pressestimmen

Nach Bericht der beauftragten Werbeagentur wurde die Ausstellung im Inland wie im Ausland wahrgenommen in: etwa 123 Millionen Auflage der Tages-Presse, etwa 52 Millionen Auflage Wochenpresse, etwa 210 Fernsehsendungen, etwa 90 Radiosendungen. DER SPIEGEL veröffentlichte eine achtseitige Farbgeschichte über die Ausstellung. Zur Ausstellung erschien eine Sonderausgabe SPIEGEL-Special („Versunkene Welten: Tauchfahrten in die Vergangenheit“).

BILD (Berlin), 09.04.2006
„Besucherrekord bei Ägypten-Ausstellung“

Der Tagesspiegel (Berlin), 09.05.2006
„Berlin im Ägyptenfieber“

Dieter Bartetzko in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2006
„Als die Götter im Meer verschwanden. Abenteuer unter Wasser. Berlin zeigt versunkene ägyptische Schätze aus Alexandria, Kanopus und Thonis-Heraklion“
Fünfhundert Objekte aus diesen drei Städten sind nun vom kommenden Samstag an im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. […] Ähnlich strahlen die drei gigantesken Granitstatuen, die den hohen Lichthof des Martin-Gropius-Bau beherrschen. […] Die Begeisterung mit der Frank Goddio vom Fund der Monumentalskulpturen erzählt, lässt nicht nach, wenn er vor dem klassisch-elegant in Spiralen sich windenden bronzenen Helmbusch steht, der einst eine Statue der Athene in Heraklion krönte.

Sonja Zekri in Süddeutsche Zeitung (München), 13.05.2006
„Meer Sphinx bitte! Im Berliner Gropius-Bau werden die versunkenen Schätze aus der Bucht von Alexandria gezeigt“
Und es sind, wie die Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ im Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt Stücke, die alle Aufmerksamkeit verdienen. […] Ohnehin beweist die Ausstellung, dass die Kunst ideologischen Fanatismus durchaus überwinden kann. […] Am heutigen Donnerstag werden die Präsidenten Deutschlands und Ägyptens die Schau eröffnen.

Dirk Krampitz und Nikolas Rechenberg in Welt am Sonntag (Berlin), 14.05.2006
„Kleopatras versunkene Schätze. Ägyptens Präsident Hosni Mubarak und Horst Köhler eröffnen die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin“
Für Gropius-Bau-Direktor Gereon Sievernich ist die Ausstellung „eine archäologische Weltsensation“, weil die Funde in ihrem Wert gleichgestellt werden können mit denen bei Pompeji.

Mathias Stengel in Berliner Morgenpost, 14.05.2006
„Tausende Schatzsucher im Gropiusbau“
Einige hundert Berliner wollten bei der Weltpremiere zu den Ersten gehören. Bereits vor der Publikumseröffnung der Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ im Martin-Gropius-Bau um 10 Uhr hatte sich gestern eine etwa hundert Meter lange Schlange gebildet, die fast bis zur Stresemannstraße reichte. […] Die Ägypten Fans hatten sich […] spontan zum Besuch der Ausstellung geäußert. „Es war großartig. Die Präsentation der Fundstücke, als lägen sie noch auf dem Meeresgrund, ist einfach sehenswert“, schwärmten die Berlin-Touristen.

Elisabeth Binder in Der Tagesspiegel (Berlin), 12.05.2006
„Der Präsident und die Sphinx. Köhler zeigte Mubarak, was er in Ägypten nicht sehen kann: Objekte aus einer versunkenen Stadt“
Stolz war das Wort des Morgens. […] Auch der Intendant der Festspiele, Joachim Sartorius, betonte in seiner Rede, wie extrem glücklich und überaus stolz er sei, dass diese Ausstellung ihre Weltpremiere in Berlin feierte.