Foreign Affairs

Über das Festival

Foreign Affairs ist ein internationales Festival zeitgenössischer performativer Künste in Berlin, wo das Internationale inzwischen zur lokalen Eigenheit geworden ist. Im Sommer 2016 findet es zum fünften Mal statt und bespielt das Haus der Berliner Festspiele und verschiedene andere Orte der Stadt.

Foreign Affairs versteht sich nicht nur als ein Ort der Präsentation von Kunst, sondern als ein Ort der Verbindungen, Vernetzungen und Beziehungen. Es knüpft Bande mit Künstlern aus verschiedenen Teilen der Welt, aus unterschiedlichen Bereichen der zeitgenössischen Künste, aus Theater, Tanz, Performance, Bildender Kunst, Film und Musik. Das Festival schafft eine Plattform der Begegnung von Künstler und Publikum, von Theorie und Kunst, von Gästen aus aller Welt und Realitäten vor Ort.

So verschieden die Kontexte sind, aus denen unsere Gäste kommen, so divers ihre Traditionen, so vielfältig ihre Ausdrucksweisen, sie alle teilen (mit uns) eine gemeinsame Zeit: die Gegenwart. Es sind sowohl die jungen Nachwuchskünstler wie die Erfahrenen, die Schnitte in die Oberflächenstruktur der Gegenwart setzen und ihren Blick auf die Welt in persönliche Arbeiten und Visionen übersetzen, die sie mit einem Publikum teilen möchten: offen, herausfordernd, aufregend und vielfältig.

Im Glauben an die Veränderbarkeit unserer Welt wirft Foreign Affairs auch einen distanzierten, fremden Blick auf die eigene Gesellschaft und stellt in Zusammenarbeit mit Aktivisten, Wissenschaftlern und Künstlern Selbstverständlichkeiten herrschender politischer und ökonomischer Strukturen in Frage.

Matthias von Hartz
© Antonia Zennaro

Matthias von Hartz

Matthias von Hartz inszenierte nach dem Regie- und Ökonomiestudium an Stadt- und Staatstheatern und realisierte Projekte in internationalen Produktionshäusern und Festivals. Am Deutschen Schauspielhaus Hamburg entwickelte er das Format „go create resistance“. Künstler, Wissenschaftler und Aktivisten produzierten über mehrere Jahre Projekte zu verschiedenen Aspekten der Globalisierung. Nach der Konzeption künstlerisch-politischer Reihen für verschiedene Theater und Museen leitete Matthias von Hartz von 2006 bis 2011 gemeinsam mit Tom Stromberg das Theaterfestival Impulse in NRW. Seit 2008 war er für fünf Editionen Künstlerischer Leiter des Internationalen Sommerfestivals Hamburg auf kampnagel. 2013 übernahm er das Festival Foreign Affairs. 2017 ist Matthias von Hartz Co-Curator des Athens und Epidaurus Festival and Artistic Advisor des Manchester International Festival.