Martin-Gropius-Bau

+ultra. gestaltung schafft wissen

Wissenschaft ist Gestaltung und Gestaltung bringt Wissen hervor. Digitale Technologien haben dazu beigetragen, unsere Wahrnehmung und unser Wissen grundlegend zu verändern: Sie bestimmen Möglichkeiten, lenken und strukturieren die Handlungen des Menschen, sie formen und beeinflussen das Wissen von der physischen und virtuellen Welt. Bislang wird jedoch unterschätzt, dass menschlich, technisch oder natürlich gestaltete Dinge selbst aktiv modellieren und das Wissen mitgestalten, das sie hervorbringen.

Die Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen zeigt neue Perspektiven auf Theorie und Praxis von Gestaltungsprozessen in Wissenschaft, Design und Architektur und thematisiert die Anforderungen, die wissenschaftlich-technische und gesellschaftliche Entwicklungen heute an die Gestaltung stellen.

Gestaltungsvorgänge werden in Experimenten, Modellen, Bildern und Prozessen präsentiert. Ob Faustkeil oder simulierte Organfunktion, bildgesteuerte Handlung oder 3D gedrucktes Holz – anhand von Objekten der Vergangenheit und der interaktiven Installationen wirft die Ausstellung Schlaglichter auf historische Kontinuitäten und benennt grundlegende Veränderungen, etwa durch die Einführung des computergestützten Designs.

Die neun Kapitel der Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen zeigen die Zusammenhänge von künstlerischen, wissenschaftlichen und technologischen Gestaltungsprozessen in bezug auf Form, Material und Bild auf und legen deren soziale und politische Dimensionen offen. So markieren

„Natur als Grammatik“, „Lebendige Kybernetik“, „Biokonstruktivismus“, „Code und Materie“, „Datenkörper“ oder „Bild-Operationen“ aktuelle und historische Grenzgänge im Spannungsfeld von Natur und Technologie und veranschaulichen die Transformationsprozesse durch Gestaltung und Wissenschaft. Die Mechanismen und Reichweiten gegenwärtiger Gestaltung werden in einer raumgreifenden Szenographie von raumlaborberlin präsentiert.

Mit der Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen setzt die Humboldt-Universität zu Berlin ihre Wissenschaftsausstellungen fort. Nachdem mit den Ausstellungen Theatrum naturae et artis (2000) und WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin (2009/2010) wissenschaftliche Forschung einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde, ermöglicht +ultra. gestaltung schafft wissen Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen Einblick in aktuelle Forschungstendenzen und führt sie über Naturobjekte, Artefakte und begehbare, interaktive Installationen an die Techniken des Beobachtens, Beschreibens, Analysierens und Gestaltens heran.

hu.berlin/plusultra

Veranstalter Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor“ der Humboldt-Universität zu Berlin

Interdisziplinäres Labor Bild Wissen Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin

Ermöglicht durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, teilgefördert durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, Einstein Stiftung Berlin, Schering Stiftung, Berliner Sparkasse, Humboldt-Universitäts-Gesellschaft
Kuratorin Nikola Doll in Zusammenarbeit mit Katharina Lee Chichester
Medienpartner Berliner Zeitung, ZITTY, tip berlin Himbeer-Magazin Berlin

Tickets & Termine

30. September 2016 bis 8. Januar 2017

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