Martin-Gropius-Bau

ZERO

Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahre

„Manchmal bleiben die wirklichen Revolutionen in der Kunst unsichtbar, bis sie längst vergangen sind, doch die unterirdischen Schockwellen können sich über Generationen fortsetzen.“
Daniel Birnbaum, ZERO aus heutiger Sicht, 2014

Über 50 Jahre nach Gründung der ZERO-Bewegung widmet sich die Ausstellung sowohl den ersten Gründungskünstlern Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, den ZERO nahestehenden internationalen Künstlern wie Yves Klein und Lucio Fontana, als auch den in Vergessenheit geratenen Künstlern wie Hermann Goepfert, Oskar Holweck oder Hans Salentin.

Die ausgewählten 40 Künstler, darunter 11 Positionen aus Deutschland, verbindet der formale und konzeptionelle Bezug zu den Ideen der ZERO-Gründer. Zum ersten Mal werden in großem Umfang Hauptwerke der internationalen Bewegung von 1957 bis 1967 zusammen gezeigt. Gleichzeitig präsentiert die ZERO Foundation in Berlin mit rund 200 Werken die bisher umfassendste ZERO-Ausstellung seit Bestehen der Bewegung.

Die Idee eines absoluten Neubeginns der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg fand viele begeisterte Anhänger. Eine neu gewonnene Freiheit im Hinblick auf Materialien führte dazu, dass die Themen Licht, Raum, Bewegung, Reflexion, Vibration, Struktur und Farbe heterogene Formen annahmen. Die Ausstellung zeigt wie Licht in Medien wie Malerei, kinetischer Kunst, Installationen, Performances, Filmen und Publikationen eingesetzt wurde.

Im Rahmen der Ausstellung wird das öffentliche Begleitprogramm DYNAMO – neben der ästhetischen Erfahrung mit den ZERO-Werken in der Ausstellung – einen synästhetischen Zugang zu Kunst und Kultur bieten. Ein wissenschaftliches Symposium, gemeinsam mit der Akademie der Künste konzipiert, wird von sinnlich‐ästhetischen Programmen mit Musik, Film, Tanz und Poesie flankiert. Die Zeitung DYNAMO read mit Beiträgen von Künstlern, Theoretikern, Architekten und Musikern schlägt eine Brücke von der Nachkriegsavantgarde in unsere Zeit.

Teilnehmende Künstler sind u.a. Bernard Aubertin (F), Hermann Bartels† (D), Pol Bury† (B), Enrico Castellani (I), Gianni Colombo† (I), Lucio Fontana† (I), Hermann Goepfert† (D), Gotthard Graubner † (D), Hans Haacke (D), Oskar Holweck† (D), Yves Klein† (F), Yayoi Kusama (JP), Adolf Luther† (D), Heinz Mack (D), Piero Manzoni† (I), Almir Mavignier (BRA), Christian Megert (CH), Henk Peeters† (NL), Otto Piene† (D), Uli Pohl (D), Hans Salentin† (D), Jan Schoonhoven† (NL), Jésus Rafael Soto† (VEN), Jean Tinguely† (CH), Günther Uecker (D), Jef Verheyen† (B), Herman de Vries (NL), Nanda Vigo (I)

Veranstalter ZERO foundation.
In Kooperation Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau.
Partner Freundeskreis der ZERO foundation e.V., die Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW, die Wall AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und die Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte. Das Begleitprogramm wird gefördert durch die RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft. Die Forschung wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf, der Stiftung Museum Kunstpalast und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Gabriela Walde in Berliner Morgenpost

21.03.2015

„Es werde Licht“

Die Atmosphäre der damaligen Zeit, jenen spielerischen, aber auch ernsten Aufbruchsgeist, genau das transportiert die Ausstellung wirklich gut.

Birgit Rieger in Der Tagesspiegel

21.03.2015

„Malen mit Raketen“

Erst durch die Kombination einiger der besten Werke von Piene, Fontana, Hermann Goepfert, Jan Verheyen und vielen anderen gleichgesinnten Individualisten wird der Zero-Geist deutlich. Man spürt die Lust auf die Zukunft und das Interesse an den Urkräften der Natur. Für die junge Nachkriegsgeneration ging es darum, die Realität neu zu sehen.

Swantje Karich in Welt am Sonntag

22.03.2015

„Viel Lärm ums Nichts“

Alles andere ist abstrakt, Struktur, Schlitz, Loch, Kreis, Licht, Spiegel, Volumen, Bewegung. Es ist eine Anti-Malerei, ein Virus-Check für das Sehen. Jede verdreckte Ritze unserer Wahrnehmung wird durch dieses monochrome Nichts gereinigt.

Stephan Speicher in Die Zeit

26.03.2015

„Sehnsucht nach dem Nullpunkt“

Zero war der Nullpunkt, vom dem aus etwas Neues in die Welt treten sollte. Zero wollte sich von den geläufigen Künstlermythen lösen. […] Schöpfung, nicht Schöpfer war die Devise.

Kia Vahland in Süddeutsche Zeitung

31.03.2015

„Mond. Sonne. Nabel. Mund. Kuss“

Zumindest die Künstlergruppe und ihre Fans hatten in dem Jahrzehnt von 1957 an viel Spaß. Ihr Optimismus ist noch heute ansteckend, wie nun ein internationales Forschungsprojekt und eine Ausstellung zeigen, die gerade im Berliner Martin-Gropius-Bau gastieren. Es flimmert, blitzt und leuchtet, raschelt und rauscht.

Besucherstimmen

Super Ausstellung, vielen Dank für die tolle Führung. Was für ein wahnsinniger Aufbruch muss das gewesen sein!

Danke für die zurückhaltenden Bildbeschreibungen! So konnte und kann sich der Eindruck, den diese Ausstellung hinterlässt, wunderbar entfalten!

Der Martin-Gropius-Bau ist das Beste, was Berlin aktuell zu bieten hat. Weiter so!

Eine großartige Zusammenstellung - sehr schön gemacht. Danke!

Ich bin absolut begeistert! Toll auch die Kommentare in den Zeitungen.

Ein Ende von Kunst – und ihr Neuanfang. Genial.

Tickets & Termine

21. März bis 8. Juni 2015

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Katalog

ZERO

Erschienen im Verlag Walther König
Preis in der Ausstellung: € 29,95
Preis im Buchhandel: € 45