Martin-Gropius-Bau

Neue Ansätze der Felsbildforschung

Podiumsdiskussion anlässlich der Ausstellung „Kunst der Vorzeit. Felsbilder aus der Sammlung Frobenius“

Das Podiumsgespräch richtet sich an eine breite nicht-universitäre Öffentlichkeit, die sich für das Thema der prähistorischen Felskunst interessiert. Da Deutschland über praktisch keine eigenen prähistorischen Felsbilder verfügt, ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die Forschung und das allgemeine Wissen über diese früheste Kunst der Menschheit hierzulande vergleichsweise gering.

Auf das Podium eingeladen sind führende internationale Felsbildforscher, die über neueste Entwicklungen in ihrem Fach sprechen sowie aktuelle Ansätze der Interpretation von Felsbildern diskutieren. Dabei soll der Blick auch zurückgehen und eine Bilanz von über 100 Jahren Felsbildforschung gezogen werden.

Diskussionsleitung: Professor Nathan Schlanger (École Nationale des Chartes, Paris)

Teilnehmer:
Margarita Díaz-Andreu ist Professorin an der Universität Barcelona und Spezialistin für die prähistorische Felskunst Spaniens sowie für die Geschichte der Archäologie. Sie fragt sich, wie Felsbilder unter dem Blickwinkel von Identität und Geschlecht interpretiert wurden und noch werden.

Paul Bahn ist freier Archäologe und Publizist. Unter anderem ist er als Dozent an der Universität von Cambridge tätig und als Berater der BBC für archäologische Themen. Er hat Felsbildgebiete in Europa, Nordamerika, Afrika und Polynesien untersucht sowie das Team geleitet, das 2014 die erste eiszeitliche Höhle in Großbritannien entdeckte.

Jo McDonald als Direktorin des Zentrums für Felsbildforschung und -management an der University of Western Australia in Perth hat sie die Zusammenhänge zwischen Felskunst, den jeweiligen lokalen Umweltbedingungen und gesellschaftlichen Veränderungen untersucht. Sie gilt als führende Expertin für die Felsbilder West-Australiens, hat aber auch in den USA geforscht.

Tilman Lenssen-Erz Der Archäologe an der Universität zu Köln ist einer der wenigen deutschen Felsbildexperten. Er hat sich der Erforschung der Felskunst im südlichen Afrika, insbesondere Namibias verschrieben. In Zusammenarbeit mit Fährtenlesern der San-Buschleute versucht er u.a. die Spuren zu interpretieren, die eiszeitliche Künstler in europäischen Höhlen hinterlassen haben.

Mit finanzieller Unterstützung der Hahn-Hissink’schen Frobenius-Gesellschaft

In englischer Sprache

Tickets & Termine

Neue Ansätze der Felsbildforschung

Ort:

Martin-Gropius-Bau, Kinosaal

Preis/Kategorie:

Eintritt frei

Termine:

  • Sa 05.03.2016, 18:00 - 19:30