Martin-Gropius-Bau

Education

Die Vermittlungsprogramme haben das Ziel, der aktiven, bildnerisch-praktischen Arbeit Raum zu geben und ein bewegliches und pluralistisches Kulturverständnis zu fördern, verbunden mit der Schärfung der eigenen Wahrnehmung in der ganzen Bandbreite der bildenden Künste von heute.

Eine Besonderheit unseres Education-Programms ist die langjährige Arbeit mit Berliner Partnerschulen. Wir wollen eine breite Teilhabe an der Kultur ermöglichen und Hemmschwellen abbauen.

Ein anderes Merkmal unserer Bildungsarbeit rührt daher, dass wir als Ausstellungshaus ohne eigene Sammlung arbeiten. Daher speist sich das Pädagogikprogramm aus den Inhalten der jeweils aktuellen Ausstellungen. Dies hat den positiven Effekt, dass wir die Schüler*innen mit unterschiedlichen Kunst- und Wissensbereichen – beginnend bei der Archäologie bis hin zur Zeitgenössischen Kunst und Fotografie – in Kontakt bringen können.

Je nach Inhalt der Ausstellungen stehen kultur- und kunsthistorische Entwicklungen samt ihrem Gegenwartsbezug im Zentrum der Bildungsarbeit sowie das Kennenlernen von Handwerkstechniken und die Sensibilisierung für Formen, Farben, Bildaufbau, Relationen und Ästhetik, Konservatorisches und Objekttypisches. Im Rahmen des Programms soll deutlich gemacht werden, dass Fantasie keine Barrieren kennt, Kultur viele Gesichter hat und Kunst identitätsstiftend sein kann.

Die Education-Angebote umfassen im MGB folgende Säulen:

MGB Welcome², Willkommensklasse künstlerisches Gruppenbild
© Martin-Gropius-Bau, Valariano, 2016

MGB Welcome²

Wenn Sie mit Ihrer Willkommensklasse einer Grund-, Sekundar- oder berufsbildenden Schule bei einem sinnstiftenden Projekt mitmachen oder es nachmachen möchten.

Lange Nacht der Familien, Modenschau
© Martin-Gropius-Bau 2014

Schul-Workshops und -Führungen für
Lehrer*innen und Schulklassen

Wenn Sie Workshops und Führungen für Schüler*innen möchten.

Lehrerführung durch die Ausstellung „WChUTEMAS – Ein russisches Labor der Moderne“
© Martin-Gropius-Bau 2014

Führungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen

Wenn Sie sich als Lehrer*in informieren möchten.

Workshop für Familien und Kinder
© Martin-Gropius-Bau 2015

Workshops für Familien

Wenn Sie als Familie Kunst erleben möchten.

SchülerUni zu „Tino Sehgal“
© Martin-Gropius-Bau, Völzke, 2015

MGB SchülerUni

Wenn Sie Expert*innen und Künstler*innen zu einer Ausstellung erleben möchten.

Workshop im Rahmen der Ausstellung Wols Photograph. Der gerettete Blick
© Martin-Gropius-Bau, Porikys, 2014

MGB Kunst² und MGB Impuls²

Wenn Sie Partnerschule des MGB werden möchten.

Information und Anmeldung für alle ausstellungsbezogenen Programme:
Museumsinformation Berlin
Tel + 49 30 247 49-888
Fax + 49 30 247 49-883

Kontakt
Susanne Rockweiler
Stellvertretende Direktorin
Tel + 49 30 254 86 124

Katrin Mundorf
Vermittlung, Organisation, Kommunikation
Tel + 49 30 254 86 112

Jenny Sréter
MGB Welcome², Abt. Vermittlung, Organisation, Kommunikation
T +49 30 254 86 326

„Die aktuellen Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau haben sich in der Vermittlung von Kunst und Geschichte sagenhaft ergänzt. Während sich die Kinder der Gegenwartskunst überraschend widerstandslos öffnen und für die verschiedenen ästhetischen Ausdrucksformen ein Verständnis entwickeln, ergibt sich für den Schulunterricht noch ein anderer Effekt: Mit keiner anderen Klasse zuvor bin ich so tief und vor allem so früh in die politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts vorgedrungen. Ehrlich gesagt, habe ich mich bisher auch nicht getraut, mit zehnjährigen Kindern in die schrecklichen Themen Weltkrieg und Diktatur einzutauchen. Aber es funktioniert. Die Biografien und Werke der Künstler bieten viele Brücken, sich auch mit Kindern dem Abgründigen der Menschen zu nähern. Wols und Richter waren dabei eine gute Vorbereitung für das Verständnis der Gegenwartskunst von Ai Weiwei. Diese kleine, weiße, unscheinbare Treppe auf der Rückseite ... Durch die Verzahnung von Kunstbetrachtung, Kunstreflexion und eigener kreativer Tätigkeit an einem Ort entsteht ein lebendiger Erfahrungs- und Erlebnisraum, den ich einmalig finde. Die „hohe Kunst“ rückt den Kindern um etliches näher, wenn sie z.B. mit ihren eigenen Masken den Masken von Meret Oppenheim in der Ausstellung einen Besuch abstatten.“
Lutz Scobel, Lenau-Grundschule, Berlin-Kreuzberg

„Ich habe den Eltern erzählt, dass die Kinder anfangen, das Museum als einen Ort zu erfahren, der zum Nachdenken Anlass gibt. Die Schüler lernen im wahrsten Sinne zu sehen und eine fragende Haltung, die jenseits des bloßen Konsumierens liegt, zu entwickeln. Auf diesem Wege wird auch bei diesen kleinen Kindern eine Erziehung zur Reflexion begonnen.“
Sabine Gryczke, Gustav-Falke-Grundschule, Berlin-Wedding

„Und wenn wir als junge Erwachsene eines besonders verstanden haben, dann ist es der Auftrag von Frau Friedlander an uns: Aufzustehen gegen Hass, Respekt vor dem Anderen zu haben - auf dass nie wieder so etwas von Menschen gegen Menschen getan wird. Das Buch werden wir gemeinsam auch in Deutsch lesen und dann die Straßen aufsuchen, die jetzt eine Geschichte erzählen.“
Schüler*innen nach der MGB SchülerUni „Wie bleibt Geschichte lebendig?“ mit der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer aus Anlass der Ausstellung „Jahrhundertzeichen. Tel Aviv Museum of Art visits Berlin“

„Die Kunst irritiert und das Museum ist ein Ort der Illusion.“
Christian, 9 Jahre

„Ich möchte euch von der Langen Nacht im Martin-Gropius-Bau erzählen. Ich bin mit meinen Freunden zu unserer Vorstellung gegangen, so einer Art Modenschau. Meine Freunde haben sich ins Publikum gesetzt und ich habe mich umgezogen. Als die Musik anfing, war ich sehr aufgeregt, weil ich als Erster dran war. Ich wollte als Erster gehen, weil ich meinen Klassenkameraden ersparen wollte, als Erstes gehen zu müssen. Nachdem ich gelaufen war, habe ich die ganze Zeit gelacht. Es war ein schönes Gefühl.“
Greg, 11 Jahre

„Ich war sehr aufgeregt, weil sehr viele Menschen da waren. Ich habe mich nicht getraut, allein auf den Laufsteg zu gehen. Ich hatte Angst, dass ich was falsch mache oder mein Papa pfeift und meinen Namen ruft. Darum habe ich mir Hilfe geholt. Ich habe mir Liliane und Maxi genommen. Dann sind wir losgegangen. Ich finde es sehr schön, dass ich mir was zugetraut habe.“
Emily, 10 Jahre

„Ich finde es unglaublich toll, weil wir in unserer Schule nicht so viel Kunst haben und man dann hier extrem viel mitnimmt. Und dadurch, dass wir ja wirklich immer ganz nah an der Ausstellung sind und gleichzeitig aber immer diese Workshops haben kann man das auch immer auf sich selber beziehen. Wie würde ich das machen? Wie gehe ich mit den Werken um?“
NN, 14 Jahre, Heinrich-von Stephan-Schule, Berlin-Moabit

Martin-Gropius-Bau

Öffnungszeiten

MI–MO 10:00–19:00
DI geschlossen

Kontakt & Besucherinformation

Services

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Martin-Gropius-Bau
Schülerprogramm

Kinder zum Olymp!

Der Martin-Gropius-Bau, Berlin hat im Wettbewerb Kinder zum Olymp! 2015/2016 für den Beitrag: „MGB Impuls²“ in der Kategorie „Programme kultureller Bildung“ eine lobende Erwähnung durch die Jury erhalten.