Theatertreffen

Das Theatertreffen 2017

377 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sichteten und diskutierten die sieben Theaterkritikerinnen und -kritiker in den vergangenen Monaten.
Am Montag, den 6. Februar, trafen Margarete Affenzeller, Eva Behrendt, Till Briegleb, Dorothea Marcus, Christian Rakow, Stephan Reuter und Shirin Sojitrawalla ihre Auswahl der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen.

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, zur diesjährigen Auswahl:
„Die nachrückende Theatergeneration setzt in der Auswahl des diesjährigen Theatertreffens starke Zeichen, die nicht immer aus den Metropolen des deutschsprachigen Theaterraums stammen. Einige der eingeladenen Künstler*innen sind mit ihren Arbeiten bereits zum zweiten Mal beim Theatertreffen vertreten. An ihrer Seite finden sich Produktionen, die durch internationale Kooperationen entstanden sind und in Deutschland ihr Produktionszentrum hatten. Aber auch das deutschsprachige Stadttheater zeigt, wie modern und ästhetisch vielfältig es produziert. Von Romanadaptionen bis großen Dramen, originellen Bild-Welten und musikalischen Abenteuern verleibt es sich alles ein, was unsere Gegenwart herausfordert, beschreibt und reflektiert. Aus den benachbarten Künsten aufgenommene Impulse lassen neue bildmächtige Narrationen entstehen. Das Theater zeigt sich dadurch vielschichtiger, offener und durchlässiger denn je.“

Die 54. Festivalausgabe wird am Samstag, 6. Mai im Haus der Berliner Festspiele eröffnet. Bis Sonntag, 21. Mai werden im Festspielhaus sowie an weiteren Spielorten Berlins die Aufführungen der 10 eingeladenen Inszenierungen zu erleben sein. Komplettiert wird das Programm durch die Aufführungen und Veranstaltungen des Stückemarkts sowie durch Diskussionen und Workshops. Eine gemeinsame Redaktion aus Autor*innen und Journalist*innen berichtet im Theatertreffen-Blog über das Festivalgeschehen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Theatertreffen und dem Goethe-Institut wird ausgebaut und knüpft dabei an die jahrzehntelange Kooperation im Internationalen Forum an, das Künstler*innen aus der ganzen Welt während des Festivals zum Austausch von künstlerischer Praxis und Erfahrungen zusammenführt. Das Theatertreffen erarbeitet 2017 gemeinsam mit dem Goethe-Institut ein neues Format mit dem Ziel, internationale Partner mit der deutschsprachigen Theater- und Kulturlandschaft zu verknüpfen und Produktionsimpulse zu setzen. Es entsteht eine Plattform für künstlerische Arbeiten, die im Rahmen des neu aufgelegten Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts entwickelt werden.

Beim Theatertreffen werden drei Preise verliehen:
der 3sat-Preis, der Alfred-Kerr-Darstellerpreis und der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung, der 2017 an Herbert Fritsch vergeben wird.

Die Zusammenarbeit mit dem Medienpartner 3sat wird fortgesetzt. Unter dem Titel „Starke Stücke“ zeigt 3sat jeweils drei der zum Theatertreffen Berlin eingeladenen Inszenierungen zur besten Sendezeit. Die Fernsehaufzeichnungen werden auch als Public Viewing auf der Großbildleinwand im Sony Center am Potsdamer Platz bei freiem Eintritt gezeigt. Damit erreichen diese drei Inszenierungen eine große Reichweite, die über die Bühnenvorstellungen hinausgeht.

Der Spielplan wird am Donnerstag, 13. April veröffentlicht. Der Vorverkauf startet am Samstag, 22. April um 10 Uhr.