Das Forum war für mich
eine Art Initiation,
die mich mehr mit dem Theater
verbunden hat als alles andere,
was ich bis zu diesem Zeitpunkt
erlebt habe.
Ich glaube, dass das
Internationale Forum
eine der wichtigsten Institutionen
in der deutschen Theaterlandschaft
ist.
Carl Hegemann, Dramaturg und Professor für Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig über seine Teilnahme am internationalen Forum 1985.
tt internationales forum 2006
beim Theatertreffen vom 7. bis 21. Mai 2006 in BerlinZum 42. Mal folgen junge, professionelle Theatermacher der Einladung des Internationalen Forums zum Theatertreffen. Das Forum ist eine Plattform für einen umfassenden praktischen und theoretischen Austausch von Fragen, Überzeugungen und Erfahrungen. Es genießt in Theaterkreisen längst große Anerkennung und stiftet weltweit neue Arbeitsbeziehungen.
Die Mannschaft der Stipendiaten steht.
Auf das weltweit ausgeschriebene Programm zum Internationalen Forum haben sich Theatermacher von fünf Kontinenten für ein Stipendium beworben. Die Auswahl ist getroffen. In diesem Jahr sind es 54 Regisseure, Schauspieler, Autoren, Bühnen- und Kostümbildner aus insgesamt 19 Ländern: Deutschland, Iran, Dänemark, Weißrussland, Niederlande, Indien, Polen, Argentinien, Ungarn, Mexiko, Frankreich, Georgien, Japan, Serbien, Österreich, Israel, Tschechische Republik, Schweiz und Kasachstan.Die jungen Künstler verfügen über die verschiedensten kulturellen Hintergründe und Theater-erfahrungen, die in die Arbeit in den Workshops und Seminaren einfließen wird. Beim Besuch der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen ist es häufig der fremde Blick, der die Besonderheiten des deutschsprachigen Theaters wahrzunehmen verstärkt - besonders für die insgesamt 28 deutschen Teilnehmer. Sie kommen in diesem Jahr aus allen deutschen Bundesländern – mehr als bisher- aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern.
Im Blickpunkt des umfangreichen zweiwöchigen Workshop-Programms hinter den Kulissen des Theatertreffens stehen in diesem Jahr das Erforschen der Wahrnehmung von Welt und ihre künstlerische Umsetzung. Helgard Haug und Daniel Wetzel von Rimini Protokoll geben Einblicke in ihre Kunst der Recherche. Nasrin Pourhosseini, die als Darstellerin mit Peter Brook, Jerzy Grotowski und Eugenio Barba zusammen gearbeitet hat, untersucht die Wahrnehmung durch Stimme und Körper. Der Komponist Mark Polscher, dessen Filmoper KROLL in diesem Jahr an der Zeitgenössischen Oper Berlin uraufgeführt wird, forscht mit den Teilnehmern an Hörgewohnheiten und Wirkungsweisen von Musik. Und der Theaterwissenschaftler Jens Roselt beleuchtet die Bedingungen der Rezeption und erkennt „Stile des Zuschauens“.
Beim Internationalen Forum sind „Gäste im Dialog“ mit den Stipendiaten eingeladen:
Der Theater- und Filmemacher Andres Veiel und Gesine Schmidt.
Der Regisseur Sebastian Nübling, mit Händl Klaus und Lars Wittershagen.
Der Schauspieler Samuel Finzi, Dramaturg Carl Hegemann und der Regisseur Thomas Ostermeier.
Das Internationale Forum wird ab diesem Jahr von dem Kulturwissenschaftler und Dramaturgen Uwe Gössel geleitet.
Es findet statt in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Unterstützt durch Kulturministerien der deutschen Bundesländer, den Deutschen Bühneverein, Köln und den Fonds Darstellende Künste. Gefördert durch das Bundeskanzleramt der Republik Österreich.
Hinweis
Das Programm des Internationalen Forums ist nicht öffentlich.Professionelle Theatermacher bewerben sich für 2007
Aus Deutschland: bis 19. März 2007Aus Österreich und der Schweiz: bis 30. Januar 2007
Alle übrigen Länder: bis 8. Januar 2007
Kontakt
Berliner FestspieleTheatertreffen | tt internationales forum
Leitung: Uwe Gössel
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Tel +49 (0)30 254 89-128
Kurzbio Uwe Gössel
