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Deutschlandradio Kultur, 06.12.07
„To be straight with you“ ist ein brisantes politisches Stück. […] kraftvoll, wütend, mitunter schockierend […]. Ein äußerst eindringliches Tanztheater mit Bildern von hoher Emotionalität, Kraft und Wucht. […] Ein Stück von hoher Authentizität gerade durch die Original-Interviews , die ihm zugrunde liegen. Ein meinungsstarkes Tanztheater, das im besten Sinne zeitgenössisch ist, das von unserem Leben im Hier und Jetzt erzählt. Bei der Weltpremiere, der ersten Uraufführung eines DV8-Stückes in Deutschland überhaupt, wurden die exzellenten Darsteller vom Publikum beim Schluss-Applaus völlig zu Recht begeistert gefeiert.Frank Schmid
Der Tagespiegel, 08.12.07
„To be straight with you“ will aufklären und anprangern – und kommt mit einem Furor daher, wie man ihn lange nicht erlebt hat bei dieser Gruppe. […] ein flammendes Plädoyer für mehr Toleranz – bei der Uraufführung im Haus der Berliner Festspiele wurde DV8 denn auch begeistert gefeiert.Sandra Luzina
Berliner Morgenpost, 08.12.07
Ein starkes Stück! Newsons Inszenierung kennt keine Schrillheiten. […] Die verschiedenen Episoden werden mit großer körperlicher Intensität und häufig argumentierendem Gestus gespielt. […] Der Schluss ist verzweifelt und hoffnungsvoll zugleich: ein muslimischer Konvertit bekennt sich zu seinem Anderssein und vertraut sich, als Individuum, zuversichtlich seinem Gott an.Peter Hans Göpfert
Süddeutsche Zeitung, 08.12.07
[…] die gelungenste Szene ist die des verheirateten muslimischen Pakistani, der seine Homosexualität vor sich selbst verleugnet. Er tanzt, und das ist die hinreißendste Fusion seit langem, mit seinem weißen Partner gleichsam als Spiegel, einen Kathak zur Musik von Shakira. Hier geht Lloyd Newsons Konzept der Verfremdung und Überhöhung beglückend auf.Eva-Elisabeth Fischer
die tageszeitung, 10.12.07
Die Performer, die sich DV8-Mitbegründer Lloyd Newson für jede Produktion neu zusammensucht, beherrschen beides virtuos, tanzen und sprechen. […] So paart sich zeitgenössischer Tanz mit Streetkultur, Bollywood und Disko, nicht als trashiges Chaos, sondern als perfekt designter Stilmix. Die energiegeladenen Choreografien meiden die Abstraktion und folgen teilweise einem Gestenvergrößerungsprinzip, das alltägliche Bewegungen in Tanz überführt. […] Selten wird im Tanz das politische Wollen so deutlich vor Augen geführt.Anne Peter
Neues Deutschland / www.tanznetz.de, 10.12.07
Lloyd Newson gelingt mit seinen zwölf Performern und künstlerischen Mitstreitern ein mutiges Zeitstück. […] In diesem 85-minütigen multimedialen Dokumentartheater wird Tacheles geredet, verdichten sich Sprache, Bewegung, Bühnenbild zu einem eindringlichen Diskurs über schwul-lesbische Menschen mit Migrationshintergrund. „To be straight with you“ ist hochpolitisches gestisches Tanztheater: wütend, kraftvoll, emotional, schonungslos problemorientiert am Menschsein in unserer globalisierten Gegenwart der religiösen Fundamentalismen. Dass diese stark akklamierte Weltpremiere von Berlin aus den Weg in die Welt findet, setzt Zeichen.Karin Schmidt-Feister
