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Pressestimmen zu „Les Paravents“

Gastspiel vom 18. bis 19. Dezember 2007

Berliner Morgenpost, 20.12.07

Zwei wahrhafte Stimmkünstler verhelfen den vielen Puppen-Gestalten zur Sprache. Valérie Blanchon und Christophe Brault lassen die Marionetten in verschiedensten Stimmlagen lachen und fluchen, würgen, schreien, jammern, stammeln, sogar pupsen. Eine frappierende, eine sensationelle Leistung!
Peter Hans Göpfert

La Gazette de Berlin, 20.12.08

Seulement deux soirées pour admirer le magnifique spectacle « Les Paravents » mis en scène par Frédéric Fisbach. […] Renonçant au réalisme et à toute forme de théâtre conventionnel, il plonge le spectateur dans un émerveillement enfantin lui permettant de redécouvrir avec bonheur le plaisir des histoires contées et des marionnettes. Un jeu de théâtre qui sépare les mots et les images avec une mise en scène sobre mais rendue gracieuse par l’élégance des marionnettes à fils.
Ainsi, grâce à cet énorme spectacle de presque quatre heures, Fisbach répond au rêve de Genet qui aspirait à un théâtre de cérémonie. On y va pour entendre des histoires et en tant que spectateur, on ne demande qu’à y croire!


Nur zwei Abende, um die wunderbare Inszenierung « Les Paravents » des Regisseurs Frédéric Fisbach zu bewundern. […] Indem Fisbach auf Realismus und jegliche Form von konventionellem Theater verzichtet, versetzt er den Zuschauer in kindliches Erstaunen und gibt ihm so die Möglichkeit, voller Freude die Begeisterung an märchenhaften Geschichten und Marionetten wieder zu entdecken. Ein Theaterstück, das Wort und Bild trennt, eine nüchterne Inszenierung, die durch die Eleganz der Marionetten ihre Anmut gewinnt. Mit dieser gewaltigen 4-Stunden-Inszenierung antwortet Fisbach auf Genets Traum eines Zeremonien-Theaters, das man besucht, um Geschichten zu hören. Als Zuschauer möchte man nichts mehr, als daran glauben.
Letizia Mariotti

Die Welt, 28.12.07

Der Kunstgriff Fisbachs besteht darin, Genets szenische Metastasen in handliche, japanisch schlichte Sushi-Portionen zu verteilen. Das verleiht den Szenen eine pittoreske Kraft. […] In Fisbachs Inszenierung, die zwischen Hörspiel, Federzeichnung, Parabel und Schattenriss changiert, wirkt Genet wie neugeboren. Das Theater hat mit diesem Autor noch eine Rechnung offen.
Kai Luehrs-Kaiser

www.weltexpress.info, 02.01.08

In der Inszenierung von Frédéric Fisbach sprüht Genets Poesie Funken. Der französische Regisseur hat den lyrischen Phantasten des französischen Theaters ganz neu entdeckt, abseits von dem Schmuddelimage, mit dem der Name Jean Genet behaftet ist. […] Zu erleben ist absurdes Theater, ein makaberes, grausames, grotesk-komisches Fest der Lebendigen und der Toten, bei dem herkömmliche Ideale und Werte auf den Kopf gestellt und demontiert werden.
[...]
Es ist atemberaubend, den PuppenspielerInnen zuzusehen, wie sie, ganz auf die Gestalten, die sie führen, konzentriert, den sehr schwer lenkbaren Marionetten äußerst präzise Bewegungen abgewinnen im Einklang mit den Synchronstimmen, die von außerhalb der Bühne kommen, wo Valérie Blanchon und Christophe Brault an einem Lesepult sitzen. Blanchon und Brault lassen alle Marionetten mit charakteristischen Stimmen sprechen: […] Neben diesen ungeheuren musikalisch-stimmartistischen Leistungen mischen Blanchon und Brault sich im 2. Teil des Stücks auch unter die AkteurInnen auf der Bühne und beweisen schauspielerische Qualität in einer clownesken Duoszene.
Hinrike Gronewold

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