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Der Tagesspiegel, 11.11.2007
Das Theater des Alvis Hermanis aus Riga besitzt eine seltene Qualität: Es verströmt Magie. Alltagsmagie. […] In Hermanis’ szenischen Spielchen wohnt eine Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Epoche, die Dinge hatten noch eine Bedeutung.Rüdiger Schaper
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.11.2007
In oft elegant miteinander verbundenen kleinen Szenen werden surrealistische Miniaturen zur Adoleszenz im präkapitalistischen Baltikum geboten. Die vierzehn Darsteller sind großartig und in ihrer Menschendarstellung zurückhaltend treffend.Max Glauner
Berliner Morgenpost, 12.11.2007
Grandiose Ehrenrettung für Simon & Garfunkel: […] In der Aufführung steckt soviel szenische Phantasie, dass ein Dutzend minderbegabter Regisseure damit ihre Karrieren bestreiten könnten. […] Immer wieder gelingen Hermanis solche Momente, in denen sich eine einfache Wahrheit mit einer beglückenden szenischen Form verbindet.Matthias Heine
Frankfurter Rundschau, 12.11.2007
[…] nimmt man den Abend nur auf der ersten Ebene wahr, könnte man der Narr sein. […] Denn was wir erleben, ist so offenkundig durchgeknallt, dass man gar nicht anders kann, als nach dem Sinn hinter dieser bizarren Realität zu fragen. Wir vermuten, dass Hermanis genau das beabsichtigt: das Weiterdenken der Wünsche mit den Mitteln der Phantasie.Jürgen Otten
Die Zeit, 15.11.2007
Dies ist ein Theaterabend, der von der Pubertät der Welt handelt. Die Weltpubertät hieß Pop, sie begann in den sechziger Jahren in Amerika und England, erreichte Westeuropa und kam endlich in Osteuropa an. Der lettische Theaterregisseur Alvis Hermanis feiert diese Zeit voller Wehmut in seinem neuen Stück The Sound of Silence. […] sein Stück ist ein Zeugnis der Verspätung, die gerührte Besichtigung einer Vorwelt.Peter Kümmel
Abendzeitung Nürnberg, 15.11.2007
„The Sound of Silence“ braucht keine Correctness, es ist ein neuerliches Wunderding, als ob Pina Bausch und Christoph Marthaler gemeinsam ein paar Liter zum Jungbrunnen beigesteuert hätten.Dieter Stoll
Kommersant (Russland), 16.11.2007
Alvis Hermanis’ „Sound of Silence“ handelt von der für immer verlorenen Unschuld, zurückgelassen irgendwo inmitten der Epoche des sowjetischen Stillstands; es erzählt von dem Spinnrad des Lebens, und von Illusionen, von denen man sich nur schwer und mit Trauer trennen kann, und die tödlich enden können, wenn man sich von ihnen berauschen lässt.Roman Dolzhanskiy
weltexpress.info
Die Lust an der Gemeinschaft, die Zartheit, mit der junge Menschen damals miteinander umgingen, bringt das Ensemble aus Riga mit einer ungeheuren Intensität auf die Bühne. Die sieben Schauspielerinnen und sieben Schauspieler brauchen keine Worte.Hinrike Gronewold
