Die Artikel (Plakat, T-Shirt, Geschenkpapier etc.) der spielzeit’europa finden Sie in unserem Online-Shop.
www.nachtkritik.de, 7.10.2007
Das ist kein plattes postdramatisches Spiel mit Theaterwirklichkeit und auch keines, das einen mit Sein und Schein austricksen will. So kann man zum Beispiel auf der Bühne sehen, wie ein kleines Stück Plastik gegen eine Rohröffnung schlägt. Das Geräusch jedoch hört sich an, als werde eine Bass-Saite gezupft. Man hört den Ton, sieht das Rohr, sucht ein Bass-Instrument und begreift, dass einen der Abend auf diese Weise voll erwischt.Simone Kaempf
Der Tagesspiegel, 7.10.2007
Es ist ja auch kein Werk, das hier entsteht, sondern ein Raum, in dem man Ruhe und Weite findet und wunderbare Bildern, Lichtkissen etwa, die durchs Wasser der Bassins schweben. […] Es bündelt sich nichts. Aber wie seltsam geborgen fühlt man sich zwischen all den Fragmenten.Volker Hagedorn
Berliner Zeitung, 8.10.2007
Goebbels hat seinen Kunsthimmel schon gefunden: im unerschöpflichen Reichtum der Wahrnehmung.Dirk Pilz
die tagesszeitung, 8.10.2007
Man möchte sitzen bleiben und weiter staunen, und wenn das Schauspiel endet, viel zu früh für die geweckte Neugier, möchte man applaudieren. Aber wem? Niemand ist da. Nur die Maschine, die auch jetzt noch, nach ihrem Drama, im Leerlauf Töne erzeugt. Übrig bleibt die zutiefst romantische Einsicht, dass man ihren Mechanismus erkennen kann, ihren Sinn aber nicht.Niklaus Hablützel
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.10.2007
Derart mit Bedeutung aufgeladen, gewinnt nicht nur jeder Ton, sondern auch jeder Augenblick der Stille gewaltiges Potential, und die eigentlich kurze Dauer spannt sich zu epischer Weite mit Stationen endloser Melancholie.Martin Wilkening
Die Zeit, 11.10.2007
Was bleibt eigentlich vom Theater, wenn man sich den Menschen darin wegdenkt? […] Dann hat die Theatermaschinerie ihren großen Auftritt, und die Kulisse beginnt, mit sich selbst zu spielen. […] Liebevoll hat der Profi des elektronischen Sampelns dieses Mal seine Musikapparatur von Hand zusammengebastelt. […] Als hätte Heiner Goebbels bei seiner Klang-Raum-Installation neben Stifter immer auch an Eichendorff gedacht: „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort.“Claus Spahn
