Stifters Dinge [The Pianopiece]
Eine performative Installation von Heiner Goebbels
Deutschlandpremiere
Bühne, Licht, Video · Klaus Grünberg
Mitarbeit Musik, Programming · Hubert Machnik
Sounddesign · Willi Bopp
Assistenz · Matthias Mohr
Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
In Koproduktion mit spielzeit’europa | Berliner Festspiele,
Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, schauspielfrankfurt,
T&M-Théatre de Gennevilliers/CDN, Migros Kulturprozent und
Teatro Stabile di Torino
Korealisation Artangel London
Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds
Uraufführung 13. September 2007 im Théâtre Vidy-Lausanne
Dauer ca. 1h 10
Karten € 25,– | erm. € 15,– [begrenzte Platzkapazität]
6. Oktober 18:00
Im Namen der Dinge Lecture von Heiner Goebbels
| weitere Informationen
6. Oktober [im Anschluss an die Vorstellung]
Publikumsgespräch mit Heiner Goebbels und Brigitte Fürle
Deutschlandpremiere
Bühne, Licht, Video · Klaus Grünberg
Mitarbeit Musik, Programming · Hubert Machnik
Sounddesign · Willi Bopp
Assistenz · Matthias Mohr
Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
In Koproduktion mit spielzeit’europa | Berliner Festspiele,
Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, schauspielfrankfurt,
T&M-Théatre de Gennevilliers/CDN, Migros Kulturprozent und
Teatro Stabile di Torino
Korealisation Artangel London
Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds
Uraufführung 13. September 2007 im Théâtre Vidy-Lausanne
Dauer ca. 1h 10
Karten € 25,– | erm. € 15,– [begrenzte Platzkapazität]
6. Oktober 18:00
Im Namen der Dinge Lecture von Heiner Goebbels
| weitere Informationen
6. Oktober [im Anschluss an die Vorstellung]
Publikumsgespräch mit Heiner Goebbels und Brigitte Fürle
»Das Rauschen, welches wir früher in den Lüften gehört hatten, war uns jetzt bekannt; es war nicht in den Lüften, jetzt war es bei uns. In der ganzen Tiefe des Waldes herrschte es ununterbrochen fort, und entstand, wie die Äste und Zweige krachten und zur Erde fielen. Es war um so fürchterlicher, da alles Andere unbeweglich stand … Wir harreten, und schauten hin, ich weiß nicht, war es Bewunderung oder Furcht, in das Ding hinein zu fahren.«
Adalbert Stifter, Die Mappe meines Urgroßvater
Adalbert Stifter, Die Mappe meines Urgroßvater
Heiner Goebbels’ neueste Arbeit ist ein Klavierstück ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler, eine Performance ohne Performer: eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder. Dinge, die im Theater oft nur als Dekor oder Requisit erscheinen, werden hier zu Protagonisten: Licht, Bilder, Geräusche, Töne, Stimmen, Wind und Nebel, Wasser und Eis.
Inspirationsquelle sind die Erzählungen Adalbert Stifters, in denen die Handlung aus Respekt gegenüber der Natur und den Dingen zurücktritt. In ihrer radikalen Entschleunigung und ihren ritualisierten Wiederholungen lassen sie den Romantiker Stifter überraschend heutig erscheinen. Die performative Installation Stifters Dinge knüpft daran an als eine Herausforderung für die Begegnung mit dem Fremden und mit Kräften, derer wir nicht »Herr sind«, um andere als uns bereits bekannte Kriterien und Urteile zuzulassen – sowohl unbekannten kulturellen Ordnungen gegenüber als auch Naturkatastrophen, wie sie Stifter immer wieder ausführlich schildert.
Inspirationsquelle sind die Erzählungen Adalbert Stifters, in denen die Handlung aus Respekt gegenüber der Natur und den Dingen zurücktritt. In ihrer radikalen Entschleunigung und ihren ritualisierten Wiederholungen lassen sie den Romantiker Stifter überraschend heutig erscheinen. Die performative Installation Stifters Dinge knüpft daran an als eine Herausforderung für die Begegnung mit dem Fremden und mit Kräften, derer wir nicht »Herr sind«, um andere als uns bereits bekannte Kriterien und Urteile zuzulassen – sowohl unbekannten kulturellen Ordnungen gegenüber als auch Naturkatastrophen, wie sie Stifter immer wieder ausführlich schildert.
