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Sylvie Guillem

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29. + 30. Januar 2008

Sylvie Guillem, 1965 in Paris geboren, gilt als eine der herausragenden Tänzerinnen unserer Zeit. Mit elf Jahren – zu diesem Zeitpunkt trainierte sie als Kunstturnerin für die Olympiade – wurde ihre große tänzerische Begabung entdeckt. Nach ihrer Ausbildung trat sie mit 16 Jahren dem Ballett der Pariser Oper bei und erklomm im Rahmen der jährlichen Wettbewerbe spielend die Hierarchiestufen der weltberühmten Compagnie.

1983 tanzte sie in Raymonda, Rudolf Nurejews Debütproduktion als Ballettdirektor der Pariser Oper. Mit ihrer Ausdrucksstärke und souveränen Körperbeherrschung verlieh sie sowohl den „Shades“-Solos seiner La Bayadère-Inszenierung Glanz wie auch George Balanchines Divertimento No 15, Rudi van Dantzigs No Man’s Land und Jerome Robbins’ in memory of. 1984, mit 19 Jahren und nur fünf Tage nachdem sie den Rang der Premierère danseuse erhalten hatte, machte Nurejew sie nach ihrem ersten Auftritt in Schwanensee zur Étoile, dem jüngsten Stern seiner Compagnie.

Neben den großen klassischen Rollen wie in Nurejews Don Quixote oder Cinderella arbeite Sylvie Guillem in ihren Pariser Jahren mit so herausragenden Choreografen wie William Forsythe, Maurice Béjart, Carole Armitage, John Neumeier und Robert Wilson.

1988 wechselte sie als Gasttänzerin zum Royal Ballet nach London und brillierte in Choreografien von Frederick Ashton, Kenneth MacMillan, William Forsythe, Antony Tudor und Jerome Robbins. Ihr Wunsch nach einem facettenreichen Programm inspirierte u.a. die Produktion von Mats Eks Carmen und William Forsythes Herman Schmerman durch das Royal Ballet. Choreografien wie Other Dances (Robbins), La Luna (Béjart) und Grand Pas Classique (Victor Gsovsky) wurden eigens für sie in das Repertoire des Ballets aufgenommen.

Sylvie Guillem arbeitete zudem mit verschiedenen international renommierten Compagnien wie dem Kirow Ballet, dem Ballett der Mailänder Scala und dem American Ballet Theater zusammen, ab 1998 auch wieder mit dem Ballett der Pariser Oper. Eine besonders enge Arbeitsbeziehung verband sie mit Maurice Béjart, der immer wieder Choreografien für sie schuf (u.a. Sissi Impératrice). Mats Ek kreierte für sie die Solos Wet Woman (für den Film South Bank Show) und Smoke (für den Film Evidentia).

Seit 2003 arbeitet Sylvie Guillem mit dem britischen Choreografie-Star Russell Maliphant zusammen und tanzte zunächst mit Michael Nunn und William Trevitt in dessen preisgekrönter Kreation Broken Fall. In der Produktion PUSH (2005) steht sie erstmals gemeinsam mit Maliphant auf der Bühne. In unbekannte Sphären stößt sie auch mit ihrem Projekt Sacred Monsters (2006) mit dem Londoner Kathak-Star Akram Khan vor, in dem sich orientalische Tradition und westliche Technik begegnen.



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