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Ictus

Ictus ist ein in Brüssel beheimatetes Ensemble für zeitgenössische Musik. Seit 1994 arbeiten Ictus, die Tanzschule P.A.R.T.S und die Tanzkompanie Rosas unter einem Dach. Viele Male hat das Ensemble bereits bei Rosas-Produktionen mit Anne Teresa De Keersmaeker mitgewirkt, so unter anderem in „Amor Constante“, „Drumming“, „Rain“ und „Vortex Temporum“. Ictus arbeitete zudem mit Choreografen wie Wim Vandekeybus, Maud Le Pladec, Eleanor Bauer, Fumiyo Ikeda zusammen.

Ictus besteht aus rund zwanzig, vom Kollektiv ausgewählten Musikern, dem Dirigenten Georges-Elie Octors und einem Sounddesigner und ließe sich dadurch als gemischtes „elektrisches Orchester“ bezeichnen.

Von den mittlerweile in etwa zwanzig CDs, die Ictus bereits veröffentlichte, waren die beiden dem Komponisten Fausto Romitelli gewidmeten Alben von überaus prägendem Einfluss auf das Umfeld der neuen Musik. Sie überzeugen durch einen gewagten Mix und einen auffallend neuen Ton, der den klassischen akustischen Raum zu revolutionieren vermochte. Im gleichen Sinne bringt Ictus nun eine neue Kollektion mit dem Titel „Contra Naturam“ beim Plattenlabel Sub Rosa heraus.

Jedes Jahr gestaltet Ictus in Zusammenarbeit mit Bozar und dem Kaaitheater den Spielplan einer Saison. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, mit neuen Programmen und Formaten für ein gebildetes, interessiertes, aber nicht notwendigerweise spezialisiertes Publikum aus Theater-, Tanz- und Musikliebhabern zu experimentieren. Damit gehen auch Fragen des Formats einher: Es gibt Mini- und Maxikonzerte, Überraschungsprogramme („Blind Dates“ in Gent), kommentierte oder „bewegte“ Konzerte, bei denen das Publikum sich zwischen den Musikern bewegen kann („Liquid Room Concerts“).

Seit 2004 residiert das Ensemble zudem an der Oper von Lille. Neben Themenkonzerten im kleineren Rahmen und pädagogischen Aktivitäten im Bereich der Oper, präsentiert das Ensemble dort jedes Jahr eine größere Bühnenproduktion. Opernliebhabern mögen zweifellos die Aufführungen von Georges Aperghis „Avis de Tempête“ (2004), Michaël Levinas „La Métamorphose“ (2011) und Wolfgang Mitterers „Marta“ (2016) in Erinnerung geblieben sein.

Zusammen mit der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Gent hat Ictus einen Masterstudiengang gegründet, der sich der Interpretation von zeitgenössischer Musik widmet.

www.ictus.be

Stand: Januar 2017

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