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Ana Maria Rodriguez

Raum – Poesie – Spontaneität
Ana Maria Rodriguez verknüpft in ihren Werken die Spontaneität der Improvisation mit ausformulierten Partituren. Sie interagiert als Laptopspielerin mit den Musikern und beteiligt sich so an der Interpretation ihrer eigenen Werke. Gleichzeitig arbeitet sie in ihren Kompositionen, Konzertinstallationen oder szenischen Werken mit den konkreten akustischen und architektonischen Bedingungen des Aufführungsraumes. Thematisch kreisen die letzten Arbeiten um einen Schwerpunkt, der als Relation aus Poesie und Technologie beschrieben werden kann. Diese Beziehung meint nicht nur die kompositorische Verwendung von Text, Poesie und literarischen Vorlagen, sondern auch abstrakter das musikalische Nutzen der technologischen Mittel für einen in der Poesie angelegten Perspektivreichtum. Heterogene Zeitschichten, vielfältige Räume, der Logik zuwiderlaufende Handlungsstränge wie in der Poesie knapp und sinnlich zu formulieren, ist ein wesentliches Anliegen von Ana Maria Rodriguez.

Klavier- und Kompositionsstudium in Buenos Aires.
1990-92 Studium der elektronischen Musik und algorithmischen Komposition in Barcelona.
1993 Forschungsprojekt an der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft im Fachbereich „Künstliche Intelligenz“.
1996 Umzug nach Berlin.
1997/98 Präsentation der ersten Konzertinstallationen: ausformulierte Partituren werden mit installativen Präsentationsformen verbunden.
Seit 2004 auch als „Laptopspielerin“ tätig.
2005 Gründung des Ensembles Les Femmes Savantes.
Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedener Genres; so mit den Videokünstlern Melita Dahl, Andreas Köpnick, Joanna Rajkowska, Steffi Weismann und dem Lyriker Ron Winkler.

Seit 2015 Zusammenarbeit mit der belgischen Regisseurin Ingrid von Wantoch Rekowski und dem Bühnenbildner Fred Pommerehn für das Projekt „Das Stereoskop der Einzelgänger“ in Reims, Marseille, Berlin und Hannover.

Wiederholte Einladungen zu Festivals wie z.B.: Berlin in Lights (NYC), Brückenmusik Köln, Chiffren-Biennale Kiel, Donaueschinger Musiktage, Forum Neuer Musik (DLF Köln), Les Musiques Marseille, MaerzMusik, November Musik Essen, Poesiefestival Berlin, Festival Scènes d’Europe Reims, Tage für neue Kammermusik Witten, Transmediale Berlin, Wiener Festwochen, Wien Modern, Visiones sonoras Mexico, KunstFestSpiele Hannover-Herrenhausen.

Stand: Januar 2017

Berliner Festspiele

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Die Berliner Festspiele stehen für ein Kulturprogramm, das Neues sichtbar macht. Ganzjährig realisieren sie eine Vielzahl von Festivals, Ausstellungen und Einzelveranstaltungen in ihren zwei Häusern.

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