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Tareq Nazmi

Tareq Nazmi

Der Bass Tareq Nazmi wurde in Kuwait geboren und wuchs in München auf und studierte dort an der Hochschule für Musik und Theater bei Edith Wiens und Christian Gerhaher sowie privat bei Hartmut Elbert. 2009 erhielt er den 1. Preis der Walter und Charlotte Hamel-Stiftung und war Preisträger beim Bundeswettbewerb Gesang 2008. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Steans Institutes in Ravinia bei Chicago. Seine erste Bühnenerfahrung konnte der junge Bass an der Bayerischen Theaterakademie und als Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper sammeln, wo er von 2012 bis 2016 dem Ensemble angehörte. Dort konnte er seine außergewöhnliche Darstellungskunst in zahlreichen Partien dem Publikum präsentieren: Minister („Fidelio“), Masetto („Don Giovanni“), Sprecher („Die Zauberflöte“), Silvano („La Calisto“), Zuniga („Carmen“), Truffaldin („Ariadne auf Naxos“),Publio („La clemenza di Tito“), Caronte („L’Orfeo“), Nachtwächter („Meistersinger“), Albert („La Juive“), Osman („Les Indes Galantes“), um nur einige zu nennen.

Aber auch außerhalb Münchens ist man längst auf Tareq Nazmi aufmerksam geworden: Im Sommer 2015 dirigierte René Jacobs Mozarts „Don Giovanni“ auf einer umjubelten Tournee mit dem Freiburger Barockorchester (u. a. Barcelona, Shanghai, Peking und Paris) und lud Tareq Nazmi ein, wie in der Uraufführung der Mozart-Oper, beide Bass-Partien, die des Commendatore und des Masetto, zu übernehmen. Auch 2016 spielte der „Don Giovanni“ eine zentrale Rolle im Repertoire von Tareq Nazmi: Unter François-Xavier Roths Leitung gab er sein Rollendebüt als Leporello an der Oper Köln sowie sein Debüt am Theater an der Wien (Ivor Bolton / Robert Carsen), hier in der Rolle des Masetto. Zwei weitere Rollen- und Hausdebüts führten ihn zum einen mit Rossinis „Barbiere di Siviglia“ (als Basilio) an die Komische Oper Berlin und zum anderen nach St. Gallen, wo er zum ersten Mal in einer Neuproduktion von „Nabucco“ mit der Partie des Zaccaria das größere Verdi-Fach erkundet. Beim Grafenegg-Festival und in der Kölner Philharmonie wird Tareq Nazmi in der Titelpartie von Mozarts selten gespielter Schauspielmusik „Thamos. König in Ägypten“ auftreten.

Im Konzertfach verfügt Tareq Nazmi über ein besonders weites Repertoire, das von Bach bis Beethoven, von Haydn bis Brahms und von Mozart bis Dvořák reicht. Wichtige Stationen in der Vergangenheit sind sein Debüt beim Washington National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach, Konzerte mit dem WDR Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie erneut unter seiner Leitung und in San Sebastian unter Jukka-Pekka Sarastre (Brahms Requiem) sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Manfred Honeck (Mozart Requiem). Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Enoch zu Guttenberg, unter dessen Leitung er wiederholt beim Herrenchiemsee Festspielen oder als Sarastro in Mozarts „Zauberflöte“ im Münchner Prinzregententheater zu sehen war. Im Juni 2016 wurde die zugehörige DVD bei Farao veröffentlicht. Mit den selten gespielten Mozart-Konzertarien für Bassstimme gab Tareq Nazmi unter Constantinos Carydis sein umjubeltes Debüt bei den Salzburger Festspielen 2016.

2016 führte ihn eine Tournee mit dem Orchester der Klangverwaltung und Enoch zu Guttenberg mit Mozarts Requiem nach Kanada und in die USA. Darüber hinaus gab Tareq Nazmi sein Debüt beim Orchestre de Paris in Schumanns „Faust Szenen“ unter Daniel Harding und war in Lissabon mit Beethovens 9. Sinfonie beim Orquestra Gulbenkian unter Alain Altinoglu zu hören.

Auch Liederabende gehören mehr und mehr zu Tareq Nazmis Repertoire. Zusammen mit Gerold Huber trat er zuletzt mit Liedern von Schubert und Schumann in München, Deggendorf und zum ersten Mal bei der Schubertiade in Hohenems auf. Für die Zukunft stehen Liederabende in Ingolstadt, Regensburg und der Londoner Wigmore Hall an.

www.tareq-nazmi.com

Stand: Juni 2017

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