Archiv

Ilan Volkov

Der Dirigent Ilan Volkov wurde 1976 in Tel Aviv geboren. Er studierte Dirigieren in Jerusalem und London. Mit 19 Jahren begann er seine Karriere als Dirigent im Jugendförderprogramm der englischen Northern Sinfonia. Nach Stationen in London und Boston übernahm er 2003 als bis dato jüngster Chefdirigent das in Glasgow residierende BBC Scottish Symphony Orchestra. Im Jahr 2009 wechselte er zur Position des Ersten Gastdirigenten dieses Orchesters.

Zur Konzertsaison 2011/12 trat Ilan Volkov das Amt des Chefdirigenten und Musikalischen Direktors beim Iceland Symphony Orchestra in Reykjavik an. In seiner künstlerischen Tätigkeit widmet sich Ilan Volkov mit besonderer Verve der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei ist er auch abseits vom Dirigentenpult als Organisator des Musiklebens hervorgetreten. So gründete Ilan Volkov 2012 aus Anlass des 100. Geburtstages von John Cage das Festival für zeitgenössische Musik Tectonics, das Werke zeitgenössischer isländischer Komponisten und Uraufführungen von Komponisten wie Jesper Pedersen, Frank Denyer, Guõmundur Steinn Gunnarsson und Áki Ásgeirsson präsentiert. „Wie kann ein Orchester, dieses 19. Jahrhundert-Biest, radikaler und experimenteller werden? Ist das überhaupt möglich? Das war eine der Fragen, die mich auf meinem Weg zur ersten Ausgabe des Tectonics-Festival geleitet haben“, so der Dirigent. Tectonics präsentiert Programme, die Klassiker der musikalischen Moderne mit anderen musikalischen Gattungen wie z.B. der Improvisation, Elektronik und Rock kombiniert. 2013 hat Tectonics in zwei Städten, in Glasgow und Reykjavik, stattgefunden, 2014 erweiterte es seinen Spielraum über Glasgow und Reykjavik hinaus noch auf Tel Aviv und New York aus und durch eine Residenz beim Adelaide Festival. Ivan Volkov arbeitet als Gastdirigent kontinuierlich mit zahlreichen führenden Klangkörpern zusammen. Zu ihnen gehören unter anderem das Israel Philharmonic Orchestra, das Orchestre national de Paris, das BBC Symphony Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Oslo Philharmonic Orchestra, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und das Ensemble Modern. Ilan Volkov hat sich auch als Operndirigent einen Namen gemacht und in dieser Funktion Tschaikowskys „Eugen Onegin“ an der Oper in San Francisco dirigiert, beim Glyndebourne Festival Brittens „A Midsummer Night’s Dream“, „Peter Grimes“ für die Nationaloper Washington und jüngst Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am Théâtre du Capitole von Toulouse und Bartoks „Herzog Blaubarts Burg“ mit der Israeli Opera.

Der Dirigent hat eine große Anzahl von Werken für das Label Hyperion eingespielt und dafür herausragende Kritiken und Auszeichnungen bekommen. Unter anderem erhielt seine Gesamteinspielung der konzertanten Werke für Klavier und Orchester von Benjamin Britten den begehrten Gramophone-Award. Ilan Volkov ist einer der der treibenden Kräfte hinter einem der aufregendsten Spielorte grenzüberschreitender musikalischer Genres in Tel Avivs, dem Levontin 7. Auch dieses Projekt spiegelt die ästhetische Grundhaltung Ilan Volkovs wieder, die vom schöpferischen Geist und künstlerischer Abenteuerlust geprägt ist – Eigenschaften, die so viele Werke des 20. und 21. Jahrhunderts ausmachen.

Stand: August 2015

Berliner Festspiele

Sehen was kommt

Die Berliner Festspiele stehen für ein Kulturprogramm, das Neues sichtbar macht. Ganzjährig realisieren sie eine Vielzahl von Festivals, Ausstellungen und Einzelveranstaltungen in ihren zwei Häusern.

mehr