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Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard ist eine international anerkannte Schlüsselfigur innerhalb der zeitgenössischen Musikszene und ein einzigartiger Interpret des Klavierrepertoires der verschiedensten Epochen.

Er tritt weltweit mit den renommiertesten Orchestern unter Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Peter Eötvös, Sir Simon Rattle und Riccardo Chailly auf. Im Rahmen zahlreicher Residenzen hat er sich als Macher, Dirigent und Pianist hervorgetan. Aimard ist zudem Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. Über seine Arbeit schrieb der „Guardian“ jüngst: „Aimard hat sichergestellt, dass der Provinzialismus, den Britten selbst so fürchtete, dort keinen Platz hat … das beruhigt Musikliebhaber auf der Suche nach Ernst und Qualität.“

In der Spielzeit 2015/16 ist Aimard Artist-in-Residence bei den Wiener Symphonikern und führt alle Klavierkonzerte Beethovens unter der Leitung von Philippe Jordan auf. Er verpflichtet sich weiterhin der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts mit einem großen Karlheinz Stockhausen Projekt für musica viva in München, gefolgt von Konzerten in Paris und Amsterdam und einer Darbietung von Helmut Lachenmanns „Ausklang“ in Luxemburg. Zu weiteren Höhepunkten gehören Klavierrezitale in Frankfurt, Amsterdam, Sydney, Tokio und London.

Pierre-Laurent Aimard wurde 1957 in Lyon geboren und studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und in London bei Maria Curcio. Zu frühen Erfolgen gehören der Sieg beim Olivier Messiaen-Wettbewerb 1973, im Alter von 16 Jahren, und die Ernennung zum ersten Klaviersolisten des Ensemble intercontemporain von Pierre Boulez, drei Jahre später.

Aimard hat eng mit zahlreichen bedeutenden Komponisten zusammengearbeitet, darunter György Kurtág, Karlheinz Stockhausen, Elliott Carter, Pierre Boulez und George Benjamin. Auch mit György Ligeti, dessen gesamtes Klavierwerke er eingespielt hat, verband ihn eine langjährige Beziehung. Jüngst hat er die Uraufführung von Harrison Birtwistle’s „Responses; Sweet disorder and the carefully careless“ gegeben sowie Elliott Carters letzte Komposition „Epigrams“ für Klavier, Cello und Violine aufgeführt, das für ihn selbst geschrieben wurde und erstmals im Juni 2013 beim Aldeburgh Festival zu hören war. Durch seine Professur an der Hochschule Köln und weltweite Konzert-Vorträge und Workshops verbreitet er sein umfangreiches Wissen über Musik in einer inspirierenden und sehr persönlichen Art und Weise. Während der Spielzeit 2008/2009 war er Dozent am Collège de France in Paris und er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Im Frühling 2005 erhielt er den „Instrumentalist Award” der Royal Philharmonic Society und 2007 wurde er von „Musical America“ zum „Instrumentalist of the Year“ ernannt. 2015 startete er in Zusammenarbeit mit dem Klavier-Festival Ruhr ein großangelegtes Online-Archiv rund um Ligetis Klaviermusik, zu dem auch Meisterklassen und Darbietungen der Etudes und anderer Werke Ligetis gehören. (www.explorethescore.org)

Aimard hat einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Für seine erste Aufnahme bei DG, Bachs „Kunst der Fuge“, erhielt er den Diapason d’Or und Choc du Monde de la Musique, stieg auf Nummer 1 der Billboard Klassik-Charts ein und kam an die Spitze der iTunes Klassik-Alben Download-Charts. In den letzten Jahren wurden Aimards Einspielungen mit ECHO Klassik Auszeichnungen geehrt – zuletzt 2009 für seine Einspielung von Solo-Klavierstücken „Hommage à Messiaen“. Zudem gewann er 2005 einen Grammy für seine Aufnahme von Ives „Concord Sonata and Songs“ und gewann 2009 den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik. Weitere Aufnahmen für DG folgten: „The Liszt Project“ 2011 und Debussys „Préludes“ 2012; gefolgt von einer neuen Einspielung von Bachs „Das Wohltemperierte Klavier“ 2014.

www.pierrelaurentaimard.com

Stand: August 2016

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