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Berlin Mondiale: Programm 2017

FutureLeaks
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Eine Zusammenarbeit von jungen Geflüchteten aus dem AWO Refugium am Kaiserdamm mit den Berliner Festspielen und der Universität der Künste Berlin

Berlin Mondiale initiiert und begleitet Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und Geflüchteten-Unterkünften in Berlin. Das 2014 ins Leben gerufene Projekt des Rats für die Künste Berlin mit besonderer Unterstützung des Flüchtlingsrats Berlin e.V. wird gefördert durch den Projektfonds Kulturelle Bildung Berlin und steht in der Trägerschaft des Kulturnetzwerks Neukölln e.V. Seit Herbst 2015 sind die Berliner Festspiele gemeinsam mit der Universität der Künste Partner der Berlin Mondiale.

Berlin Mondiale beim Theatertreffen 2017

Zum Theatertreffen 2017 schlägt die Mondiale ihr Zelt für Zukunftsreparaturen am Haus der Berliner Festspiele auf.

FutureLeaks

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Ein Mondiale-Projekt der Berliner Festspiele und der Universität der Künste
Haus der Berliner Festspiele, Vorplatz
DO 11. bis SO 14.05.2017

Kooperation UdK Berlin

Die Kooperation mit der Universität der Künste Berlin hat sich als wertvoll erwiesen: Schon im Dezember 2015 hatten Studierende und Lehrende des der Fakultät Bildende Kunst einen Linolschnitt-Workshop für Kinder in den Werkstätten der UdK Berlin angeboten. Durch regelmäßige Vernetzung mit der AG Migration, die die Universität der Künste eingerichtet hat, einem Austausch mit dem Weiterbildungsprogramm „Refugee Class“ des Berlin Career College und die Beteiligung der Studierendeninitiative Common Ground können immer wieder Synergien geschaffen werden.

So organisierte die grund_schule der künste der UdK im Rahmen ihres Willkommensklassen-Projektes „K:T:B Raum für mich und meine Bilder“ zusammen mit Mitarbeiterinnen der Berliner Festspiele ein Angebot für Kleinkinder und ihre Familien aus dem Refugium. Der besondere, von Olafur Eliasson gestaltete Raum mit der mehrsprachigen Bilderbuchsammlung bietet eine Begegnungsstätte für Jugendliche, Kleinkinder und ihre Eltern aus dem Refugium, Studierende der UdK und Mitarbeiter*innen der Berliner Festspiele.

Programm 2016

„home sweet home“ 2016

Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Was braucht ein Zuhause? Was ist Heimat? Und wie sieht sie aus, die Stadt unserer Träume? Solche und andere Fragen standen im Zentrum des interaktiven Kunstprojekts „home sweet home“, das die britischen Künstlerinnen Abigail Conway und Lucy Hayhoe Anfang September 2016 in Berlin durchführten. Drei Tage lang arbeiteten Bewohner*innen des AWO Refugium am Kaiserdamm und andere Geflüchtete, Wilmersdorfer Anwohner*innen, Mitarbeiter*innen der Berliner Festspiele und sonstige Interessiere gemeinsam an einer Modellstadt in der Kassenhalle der Berliner Festspiele.

Beim ersten Besuch bekam jede*r zukünftige Bewohner*in der Stadt von den Immobilienmakler*innen einen Schlüssel zu seinem/ihrem neuen Besitz, mit dem er/sie während des gesamten Wochenendes jederzeit wieder kommen konnte, um der Stadt beim Wachsen zuzusehen. Es gab verschiedene Immobilientypen und jeder/jedem Eigentümer*in war es selbst überlassen, wie er/sie Gebäude und Grundstück gestalten und nutzen wollte. In einem zuvor durch Teilnehmer*innen abgesteckten und von den Künstlerinnen auf Leinwand übertragenen Terrain zwischen Siegessäule, Brandenburger Tor, Gedächtniskirche, Fernsehturm und dem Haus der Berliner Festspiele entstand so nach und nach ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Wohn- und Gemeinschaftshäuser, Geschäfte, Gärten, Restaurants und Bars, Kultur- und Sportzentren, eine U-Bahnlinie und ein Flughafen.

Außerdem ein großes Gemeinschaftsgefühl sowie, nachbarschaftliche Koalitionen, z.B. zwischen Ökobäuerinnen und Videothek bei der Veranstaltung Kulinarisches Kino, aber auch Korruption und Querelen – etwa zwischen dem Dönerladen Fleisch Traum und den Aktivist*innen der Anti-Tierverwertung oder dem Pornokino und der benachbarten Kita. Die Postbot*innen und das Radioteam halfen bei der Verbreitung und Veröffentlichung von Liebeserklärungen, Einladungen, Anfragen und Aufrufen. Mietwucher und Rassismus, sauberes Spreewasser, Tierschutz und Kapitalismuskritik waren die Themen der Stadt. Entstanden ist für drei Tage ein utopisches Berlin, in dem sich alle Mitwirkenden zuhause fühlten.

Kulturausflüge 2016

Seit die Berliner Festspiele gemeinsam mit der Universität der Künste Berlin Partner der Berlin Mondiale sind, gab es im Herbst 2015 zunächst verschiedene Brainstorming-Treffen sowohl im AWO Refugium am Kaiserdamm als auch in der UdK. Dabei entstand die Idee, gemeinsam mit Bewohner*innen „Kulturausflüge“ zu Veranstaltungen der Berliner Festspiele zu unternehmen und damit einen Zugang zu hiesigen Kulturereignissen zu eröffnen. Der Wunsch, mit Kulturangeboten die Bewohner*innen zu Ausflügen in die Stadt zu ermutigen, war auch von der Leiterin der Unterkunft, Frau Besmil, deutlich artikuliert worden. Bei einem Vorab-Termin in der Unterkunft geben jeweils Künstler*innen, Festivalleiter*innen oder Mitarbeiter*innen einen Einblick in das Programm.

  • Nahaufnahme, ein Konzert junger Musiker*innen des Bundeswettbewerbs Treffens junge Musik-Szene, erschien im Januar als Auftakt besonders geeignet, da unter den Bewohner*innen am Kaiserdamm viele Jugendliche und junge Männer sind, so dass es eine Begegnung unter Gleichaltrigen war. Zwei Tage vor dem Konzert hatte der Musiker Simon Benjamin mit Gitarre und einigen seiner Songs im Aufenthaltsraum der Unterkunft ein Teaser-Konzert gegeben, das begeisterten Anklang fand und direkte Anfragen nach Gitarrenunterricht zur Folge hatte.
  • MaerzMusik: Anfang März stellten Teammitglieder von MaerzMusik – Festival für Zeitfragen im AWO Refugium das Festival vor. Das Eröffnungskonzert, Marino Formentis „time to gather“, eine Art partizipativem Klavierabend ohne die auf Konzerten übliche Wand zwischen Künstler und Publikum, wurde von mehreren jungen Bewohner*innen besucht – einer von ihnen bot, begleitet von Formenti, sogar eine eigene Gesangseinlage.
  • Morgenland: Beim Theatertreffen gab es eine Begegnung mit der Bürgerbühne aus Dresden, die in ihrem Stück „Morgenland“ hiesige Vorstellungen vom Nahen Osten von Neudresdner*innen lustvoll dekonstruieren lässt – der mehrsprachige Abend, der auf den Biografien der Teilnehmer*innen beruhte, bot einen idealen Anknüpfungspunkt zum Teilen eigener Erfahrungen.
  • Frankfurt Babel: Beim Bundeswettbewerb Theatertreffen der Jugend setzt sich die Kooperation in einem gemeinsamen Workshop anlässlich der Aufführung „Frankfurt Babel“ des Jungen Schauspiel Frankfurt fort.

Mehr Informationen unter: www.berlin-mondiale.de

Arbeitsgruppe Berlin Mondiale

Nadin Deventer, Gerlind Fichte, Lisa Schmidt, Anneke Wiesner

Berliner Festspiele

Sehen was kommt

Die Berliner Festspiele stehen für ein Kulturprogramm, das Neues sichtbar macht. Ganzjährig realisieren sie eine Vielzahl von Festivals, Ausstellungen und Einzelveranstaltungen in ihren zwei Häusern.

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