Bundeswettbewerbe

Über die Bundeswettbewerbe

Die Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele richten sich an junge Menschen im Alter zwischen 11 und 21 Jahren in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Literatur.

Die Förderphilosophie der Bundeswettbewerbe beruht auf der Anerkennung der jugendlichen Kreativität, ihrem Anspruch auf Unversehrtheit und Fürsorge, der Etablierung einer konkurrenzfreien Atmosphäre und sozialer Offenheit: Jede*r kann teilnehmen, die Besonderheiten werden gefördert. Viel mehr als ein Wettbewerb ist das jeweilige Treffen ein Angebot zum Austausch, zur Weiterentwicklung, zur Selbstreflexion der Teilnehmer*innen und ihrer Kreativität. Es spiegelt die Themen und Fragen, die die jungen Künstler*innen mitbringen und beschäftigen. Dabei legen die Bundeswettbewerbe großen Wert darauf, die Auswahl und das Programm der Treffen divers und ohne Ausschlussmechanismen zu gestalten, um eine gleichberechtigte Teilhabe aller Preisträger*innen zu ermöglichen. Dazu zählt auch, die eigenen Strukturen kritisch zu reflektieren.

Die vier Bundeswettbewerbe Theatertreffen der Jugend, Tanztreffen der Jugend, Treffen junger Autoren und Treffen junge Musik-Szene sind bewusst thematisch und stilistisch offen ausgeschrieben, um der Vielfalt der Möglichkeiten Rechnung zu tragen, die die Sparten in sich bergen – es sind keine Themenschwerpunkte oder stilistische Vorgaben gefragt, sondern ein Bewusstsein dafür, dass junge Menschen selbst Themen setzen. Jenseits von Castingshows und der Suche nach dem Superstar unterbreiten die Bundeswettbewerbe ein alternatives Angebot – es geht um die Förderung junger Talente, die Anerkennung ihrer eigenständigen Leistungen.

Eigenständigkeit ist ein wesentliches Kriterium der Wettbewerbe, denn sie wollen in ihrer jeweiligen Sparte zu eigener künstlerischer Aktivität in möglichst jungen Jahren anregen. Die Auswahl durch Expert*innen-Jurys will dezidiert Arbeiten präsentieren und fördern, in denen Jugendliche nicht Erfüllungsgehilfen der Fantasie Erwachsener sind und die noch nicht vom Druck kommerzieller Verwertbarkeit limitiert sind. Wir suchen nach der Sprache, dem künstlerischen Ausdruck, den Standpunkten und Haltungen der Jugendlichen selbst.

Eine Besonderheit der Bundeswettbewerbe ist, dass mit der Auswahl der Preisträger*innen der Wettbewerb abgeschlossen ist, bevor das Treffen der Teilnehmer*innen beginnt – das Treffen selbst ist der Preis! Es findet unter professionellen Bedingungen im Haus der Berliner Festspiele statt: Hier begegnen sich die Gewinner*innen auf Augenhöhe und erleben ein durch ihre eigenen Arbeiten geprägtes Festivalprogramm und zugleich eine Förderstruktur mit einem System aus Workshops, Aufführungen und Austausch zwischen den Akteur*innen auch über die Sparten hinweg. So ist es in den vergangenen Jahren gelungen, eine Atmosphäre von Offenheit und Neugier zu kreieren, frei von Konkurrenzdenken und Abgrenzungen.

Christina Schulz

Leitung Bundeswettbewerbe

1972 auf Rügen geboren, studierte Christina Schulz von 1999 bis 2003 Volkswirtschaft an der Universität Bremen und promovierte von 2003 bis 2006 über das System der öffentlichen Kulturförderung in Deutschland am Beispiel der darstellenden Künste. Während der Promotion und danach war sie von 2003 bis 2008 in der Verwaltung der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH tätig und dort für den Geschäftsbereich der Berliner Festspiele zuständig. Seit 2009 ist Christina Schulz Leiterin der Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt werden. Neben einigen Veröffentlichungen zu ordnungspolitischen Fragestellungen der Kulturförderung unterrichtete sie 2008 und 2009 im Studiengang Kulturarbeit in der FH Potsdam und im Studiengang Kulturmanagement der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Außerdem war sie von 2012 bis 2015 Mitglied im Kuratorium des Kinder- und Jugendtheaterzentrums der Bundesrepublik Deutschland.

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