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Bundeswettbewerbe

Tanztreffen der Jugend – Die Jury 2014

Jury Tanztreffen der Jugend 2014 © Berliner Festspiele
Jury Tanztreffen der Jugend 2014. Nadja Raszewski, Silke Gerhardt, Tomas Bünger, Andrea Marton, Martina Kessel, Ulrich Huhn, Andreas Simon (v.l.n.r.)

Tomas Bünger, Bremen

Geboren 1968 in Bremen. Hat nach seinem Zivildienst in der Schwerstbehindertenbetreuung und dem Beginn eines Medizinstudiums an der Universität Hamburg sein Bühnentanz-Diplom an der Hochschule für Musik und Theater Hannover gemacht. Er war dann viele Jahre Tänzer beim Tanztheater Bremen unter der künstlerischen Leitung von Susanne Linke und Urs Dietrich. Er hat mit unterschiedlichen internationalen Gastchoreografen, wie z.B. Emanuel Gat, Tero Saarinen und Ingun Bjørnsgaard, zusammengearbeitet und weltweit gastiert. Später war er auch künstlerischer Assistent. Heute arbeitet er als Choreograf für Schauspielproduktionen und als Werkstattleiter für Jugendliche, außerdem beschäftigt er sich mit der Weitergabe von Bewegungswissen in den unterschiedlichsten Bereichen bis hin zur Inklusion. Im Sommer 2013 machte er eine integrative Tanzlehrer-Fortbildung am Mark Morris Dance Center in New York. Manchmal tanzt er noch.

Silke Gerhardt, Schwerin

Geboren 1965. Lehrerin für Sport, Geografie, Tanz und Theater am Goethe-Gymnasium Schwerin. Etablierte Tanz im musischen Profil der Schule in den Klassenstufen 5 und 6. Unterrichtet Kurse Darstellendes Spiel Wahlpflicht 9/10 und Grundkurs 11/12 mit Spezialisierung auf Tanztheater. Mit Produktionen des 1991 gegründeten Tanztheaters Lysistrate u.a. zum Schultheater der Länder, dem Theatertreffen der Jugend sowie auf internationale Jugendtheater-Festivals eingeladen. Workshops zu „Tanz im Schultheater“ in der Lehrerfortbildung. Seit 2004 im Vorstand des Bundesverbandes Theater in Schulen e.V. für die Organisation des Schultheaters der Länder verantwortlich.

Ulrich Huhn, Berlin

Studierte modernen Bühnentanz an der Rotterdamse Dansacademie, Holland. Er lebte in Amsterdam und arbeitete dort als freischaffender Tänzer. Ende der 90er Jahre war er Ensemblemitglied von Neuer Tanz, Düsseldorf. Seit 2001 lebt er in Berlin und arbeitet wieder als Freiberufler. Noch währenddessen studierte er Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste. Seit 2007 erhält er als Teil des Künstlerpools von „TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen“ Dozentenaufträge an Berliner Schulen, vorzugsweise in sozialen Brennpunkten. Seit 2009 arbeitet er kontinuierlich als Dramaturg mit der Berliner Choreografin Hanna Hegenscheidt zusammen.

Martina Kessel, Berlin

Studierte Tanzpädagogik an den Akademien in Rotterdam und Essen und absolvierte im Anschluss ein Studium der Völkerkunde, Islamwissenschaft und Pädagogik an der Universität Köln. Es folgten Anstellungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Göttingen und Köln. Von 2003 bis 2013 war sie Projektleiterin von „Take-off: Junger Tanz“ am tanzhaus nrw, wo sie den Bereich „Tanz für junges Publikum“ aufgebaut hat. Aktuell ist sie Projektleiterin von „ChanceTanz“, einem Projekt des Bundesverband Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Andrea Marton, München

Tanzpädagogin, Feldenkrais-Lehrerin und Choreografin für Kinder- und Jugendtanzstücke. Seit 20 Jahren unterrichtet sie Kinder und Jugendliche in kreativem zeitgenössischem Tanz und führt Projektarbeit an Schulen durch. Von 1997 bis 2000 war sie verantwortlich für die Weiterbildung „Tanz an Schulen“ in Baden-Württemberg und Vorsitzende von daCI (Dance and the Child International). 2005 gründete Andrea Marton gemeinsam mit Simone Schulte und Dr. Katja Schneider den Verein und das Projekt TANZ UND SCHULE (Tanzplan München). Gemeinsam mit Simone Schulte ist sie hier künstlerische Leiterin und verantwortlich für die Projektbegleitung und das Fortbildungsprogramm. Aktuell im erweiterten Vorstand des Bundesverbands Tanz in Schulen e.V. Schultanzprojekte mit den Münchner Philharmonikern und dem Kammerorchester München; künstlerische Kooperationen mit Museen; pädagogische Mitarbeit im Bayerischen Staatsballett; seit 2009 Lehrauftrag an der Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaften „Lernen durch Bewegung“; Lehrauftrag an der Universität Bern, Masterstudiengang Tanzkultur. Seit 2011 Tanzprojekte mit Menschen ab 60; Lehrauftrag am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg.

Nadja Raszewski, Berlin

Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin – ausgebildet bei Leanore Ickstadt, Jacques Lecoq, Eric Hawkins u.a. – sowie Dozentin am Institut für Theaterpädagogik an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist die künstlerische Leitung für den einjährigen Zertifikatskurs „creating dances in art and education / Tanzpädagogik Choreografie“ an der UdK Berlin und in dieser Funktion sowohl deutschlandweit als auch international gefragt. Seit 2003 ist sie künstlerische Leiterin der TanzTangente Berlin, gründete 2006 die Tangente Company und brachte seitdem jedes Jahr eine große Produktion heraus. Mit „tangram, a journey into vision“ erhielt sie 2013 den Jurypreis des TEK Festivals in Polen. Sie hat als Choreografin zahlreiche Stücke mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Laien und professionellen Tänzer/-innen auf die Bühne gebracht. Projekte u.a.: 2013: „gated community“ – ein Projekt mit Langzeitstraftätern an der JVA für das Festival Tanz Heilbronn, „personal landscapes“ – Produktion mit professionellen Tänzern und an Parkinson erkrankten Menschen; 2012: „Zukunft n.o.w “ und „Anderswo“, für das Tanzfestival n.o.w. dance Saar mit 60 Jugendlichen; „Carmen2012, respect reloaded“ – Jugendprojekt der Opernfestspiele Heidenheim; 2009/2010: „Man müsste eigentlich schweben“, ein Jugendprojekt und „zeitspannenD“, ein Projekt mit Senioren, Jugendlichen und professionellen Tänzer/-innen am Theater Heilbronn.

Andreas Simon, Krefeld

Geboren in Dortmund. Studierte zunächst Biologie in Münster und Wien. In Amsterdam folgte ein Tanz- und Choreografiestudium an der School for New Dance Development (Hochschule der Künste). Seiner Arbeit liegt ein forschender Charakter zu Grunde. Alltagsräume, bewegte Formen, Chaos und Ordnung werden zu einer Melange des bunten Treibens.
Seit 1996 entstehen eigene Stücke im In- und Ausland. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf Beziehungen des Menschen zu spezifischen Räumen. Als Choreograf und Tänzer am tatraum Theater Düsseldorf arbeitete er langjährig mit Michael Schmidt zusammen. Er war bzw. ist als Tänzer tätig unter anderem in den Kompanien Neuer Tanz unter VA Wölfl und KRESCHtheater. Daneben produziert Andreas Simon Stücke mit Kindern und Jugendlichen, unter anderem im tanzhaus nrw, für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf, das KRESCHtheater und das Werkhaus Krefeld. Seit 10 Jahren unterrichtet er Tanz auch an Schulen. Mit Susanne Weins und Sabine Seume gründete er das Haus der Performancekunst.