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Bundeswettbewerbe

Treffen junge Musik-Szene – Campus 2016

Auf den Punkt gespielt

mit Marco Trochelmann (siehe Jury)

FR 11.11.2016, 16:30 – 18:30

Workshop zum Thema „Improvisation“ für Sänger*innen und Instrumentalisten*innen

Spontanes Musizieren mit anderen erfordert und trainiert besondere Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Selbstbewusstsein, Offenheit Fremdem gegenüber, Respekt vor den Mitmusiker*innen, die Bewusstheit über das eigene „Können“ und „Nichtkönnen“ und vor allem die Fähigkeit, zu lauschen.
Improvisation ist Kommunikation – mit sich selbst, mit dem Instrument, mit anderen Musiker*innen und gegebenenfalls mit dem Publikum. Wenn bei einer Jamsession die Kommunikation funktioniert, dann stimmt auch die Musik, egal, welcher Art sie ist, und dann haben die Zuhörer*innen das Gefühl: „Die spielen auf den Punkt.“

Im Rahmen des Workshops werden verschiedene Improvisationskonzepte (Spielregeln) vorgestellt und von den Teilnehmer*innen in gemischten Gruppen realisiert.

Körperübungen, Rücken-Nacken, Atmung und dann Performance

mit Annette Marquardt (siehe Jury)

FR 11.11.2016, 15:30 – 16:30

Körperübungen, Rücken-Nacken, Atmung und dann Performance.

Eine Stunde gemeinsam all das kennenlernen, was ihr zum Singen im Bereich Popmusik braucht: Atemtechnik und Stütze, Vokale und Konsonanten, Lagenwechsel, Höhe und Tiefe, Power und Ruhe, Einsatz verschiedener Stimmsounds, Interpretation, Einsingen vor der Show, Üben mit Flow – 60 Minuten Popgesangsunterricht in der Gruppe nonstop.

Popgesang mit euren Songs

mit Annette Marquardt (siehe Jury)

FR 11.11.2016, 16:30 – 18:00

Hier könnt ihr ganz konkret gesangtechnisch an euren Songs arbeiten. Einzelcoaching für Bands oder Solist*innen zum Zuschauen und Mitlernen für alle. Wir versuchen in der Gruppe, eure Songs gesangstechnisch aufzupumpen: Mit welchem Sound oder welcher Stimmlage singe ich bestimmte Passagen in meinem Song? Was mache ich mit meiner Luft? Wie singe ich welchen Ton? Interpretation, Backgroundvocals …

Songwriting

mit Alexander Riemenschneider und Ulrich Zehfuß (siehe Jury)

Teil 1: Die Methode „Songnavigator“ und: Was ist eigentlich mein Thema?
SA 12.11.2016, 10:00 – 12:30
Teil 2: Mein Song: Von der Idee zur fertigen Struktur
SA 12.11.2016, 13:30 – 16:00
Teil 3: Reim, Ton und Metrum: Die Tiefe der Oberfläche
SO 13.11.2016, 10:00 – 12:30

Teil 1: Die Methode „Songnavigator“ und: was ist eigentlich mein Thema?

Wer schreibt, kennt die Erfahrung, dass man nach ein paar Zeilen oder mitten im Song plötzlich feststeckt und nicht weiterkommt. Der Grund ist selten, dass man plötzlich eine echte „Schreibblockade“ hat. Viel öfter ist es so, dass man mit der Idee als erster Zeile angefangen hat, ohne sich einen Kopf darüber zu machen, wo es überhaupt hingehen soll im Song, um was es geht und warum man eigentlich den Song schreibt. Die Workshopleiter haben eine Methode entwickelt, um dieses „Feststecken“ zu vermeiden. Ihre Methode „Songnavigator“ beruht darauf, sich die verschiedenen Schritte bewusst zu machen, die man im Schreibprozess meist intuitiv geht – und sie bewusst in die eine oder andere Richtung zu lenken. Die Methode kann helfen, seine eigene Songidee besser zu verstehen und aus mehr Songideen auch fertige Songs zu schreiben – statt Berge angefangener Songs aufzuhäufen. Im ersten Teil des Workshops stellen euch die beiden ihre Methode vor. Darüber hinaus geht es im ersten Teil darum herauszufinden, welche Themen den Teilnehmer*innen liegen – und warum das so ist.

Teil 2: Mein Song: von der Idee zur fertigen Struktur

Im zweiten Teil wenden die Teilnehmer*innen die Methode „Songnavigator“ selbst an – ausgehend von einer jeweils eigenen Idee entwickeln sie die Struktur ihres Songs, tatkräftig unterstützt von den anderen Teilnehmer*innen und Alex und Uli. Am Ende dieses Teils sollte jede*r wissen, worum es in seinem/ihrem Song geht, welche Geschichte oder welches Gefühl vermittelt wird, mit welchen Bildern er/sie arbeitet und was in welchem Teil des Songs passiert – die Teilnehmer*innen haben einen fertigen Fahrplan für ihren Song.

Teil 3: Reim, Ton und Metrum: Die Tiefe der Oberfläche

Im dritten Teil verwandeln die Teilnehmer*innen ihre Songstruktur in tatsächliche Songtexte: Je nachdem, welches Genre und welche Tonlage passen, werden Metrum und Tonalität gewählt. Darüber hinaus geht es um die Bedeutung und die Möglichkeiten des Reims, die Aussage des Songs zu unterstützen. Am Ende sollen alle einen fertigen neuen Songtext haben, den sie vielleicht sogar am Abschlussabend aufführen können.

„Hooksacktour“ in 3 Etappen

Mit David Can Erekul und Marco Trochelmann (siehe Jury)

1. Etappe: SA 12.11.2016, 10:00 – 12:30
2. Etappe: SA 12.11.2016, 13:30 – 16:00
3. Etappe: SO 13.11.2016, 10:00 – 12:30

Wer kennt das nicht!?
Manchmal geht das so einfach, einen Song zu schreiben, aber was ist, wenn die richtige Eingebung mal ausbleibt?
In diesem dreiteiligen Workshop wollen wir euch einladen, mit eurem „Hooksack“ auf die Suche nach einem anderen Weg zu gehen, der ebenso ans Ziel führen kann.
Und los geht’s mit der 1. Etappe an der Inspirationsquelle:
Hier werden euch verschiedene Textquellen angeboten, aus denen sich jede*r seine/ihre „Zauberworte“ schöpfen kann. Diese neue „Hooklines“ sollen nun die Grundlage dafür sein, am Instrument kreativ zu werden und die passende Musik zum Text zu finden.
In der 2. Etappe werdet ihr die Möglichkeit haben, in Bands gemeinsam weiter zu komponieren, wobei das Ziel ist, durch das geeignete Einsetzen von kompositorischen Werkzeugen so viel wie möglich aus diesen zunächst noch kleinen Hooks rauszuholen.
In der 3. Etappe soll es darum gehen, auf der Basis eurer Hooks auf harmonischer und textlicher Ebene kleine Songstrukturen zu entwickeln, so dass am Ende vielleicht sogar der eine oder andere neue Song entsteht.
Der Quereinstieg ist zu jeder Etappe möglich!

Bühnenpräsenz – Wie agiere ich auf der Bühne?

Mit Hannes Hohgräve

SA 12.11.2016, ab 16:30
SO 13.11.2016, ab 14:00

Mit welcher Haltung stehe ich auf der Bühne? Wie nehme ich das Publikum wahr und wie nimmt mich das Publikum wahr? Wie nehme ich Kontakt zum Publikum und/oder meinen Mitmusiker*innen auf? Wie sehe ich mich innerhalb der Band? Wie verantwortlich gehe ich mit meinem Auftritt um? Anhand eures Auftritts werden in Einzelcoachings diese und andere Fragen in den Mittelpunkt der Einzelcoachings gestellt.

Hannes Hohgräve – geboren 1965 in Soltau/Niedersachsen. 1981 Mitbegründer der Berliner Theatergruppe Cafe Trauma. Mit der ersten Produktion eingeladen zum Theatertreffen der Jugend 1983. 1984–1985 Jugendjuror beim Theatertreffen der Jugend. Nach Abbruch einer Karosseriebauer-Lehre freier Schauspieler in Theater, Hörfunk und Fernsehen. 1997–2004 Moderationen, Künstlerische Leitung der Mitternachtsshow, Entwicklung von Varieté-Shows sowie Nachwuchsförderung für das Varieté Chamäleon, Berlin; Gesangsausbildung bei Beate-Katharina Gottke, Berlin. 2000 – 2005 Sänger der Berliner Kitsch-Pop-Band The Beez. 1999–2015 Moderation des Preisträgerkonzertes des Treffens junge Musik-Szene. Seit mehreren Jahren theaterpädagogische Arbeit mit dem in Zusammenarbeit mit Ingrid Ollrogge entwickelten Klassen-Coaching-Projekt Geht’s noch?! an Berliner und Brandenburger Schulen.

Auftrittsanalyse

Die Aufzeichnung des Preisträger*innen-Konzertes ist die Grundlage für die Auftrittsanalyse, in der alle Teilnehmer*innen gemeinsam mit der Jury jeden Konzertbeitrag besprechen.

Kennenlernen

Spontan und nur kurz geprobt stellen die Teilnehmer*innen sich gegenseitig mit jeweils einem anderen Siegersong im eigenen musikalischen Stil vor.

Spontane Zusammenspiele – Jam Session und offene Bühne

In den abendlichen Sessions wird in neuen Konstellationen gespielt, werden Horizonte verrückt, stilistische Vorurteile aufgehoben, Gewohnheiten abgelegt. Wohin sich die Abende entwickeln, liegt bei den Teilnehmer*innen und den Ehemaligen, die das Treffen besuchen.

Konzert Nahaufnahme #2

Die fünf Musiker*innen der Nahaufnahme #2 des Treffens junge Musik-Szene spielen ein kleines Konzert, in dem sie ihre neuen Songs aus der Arbeitsphase der Nahaufnahme vorstellen. Danach offene Unplugged- und Jam-Session.

Finale

Es wurden immer noch nicht alle eigenen Songs gespielt? Es gibt neue Ideen aus den Workshops, die ein erstes Publikum suchen? Und auch die Siegersongs sollen noch mal gespielt werden? Die Teilnehmer*innen gestalten das Bühnenprogramm des letzten Abends.

Auf www.bundeswettbewerbe.berlin bloggen über das Treffen junger Autoren:

Nils Fabian Brunschede – geboren 1991 in Bochum, lebt zurzeit in Frankfurt am Main und studiert dort Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Er war Preisträger beim Treffen junger Autoren (2006) sowie beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen (2008, 2014) und nahm an der Nahaufnahme des Treffens junger Autoren teil (2013). Veröffentlichte Gedichte und Prosa in den Literaturzeitschriften „Neue Rundschau“ und „BELLA Triste“ sowie online in der Anthologie des S. Fischer Verlags „Hundertvierzehn Gedichte“. Brachte zuletzt den absurden Liederabend „Atlantis“ in einem Frankfurter Wohnzimmer zur Uraufführung.

Julia Geusch (Marie Diot) – geboren 1993, studiert Popular Music an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, schreibt und singt Songs, spielt Klavier und Synthies (recht gut) und Gitarre (recht schlecht). Das macht irre Spaß! Ihre Konzerte bestehen aus verqueren, komischen Ansagen und Liedern mit deutschen Texten über Sachen, die so passieren. Manches ist melancholisch und anderes ist lustig, unter anderem auch ihre Frisur. Ihre musikalische Entwicklung wurde geprägt von Punkrock sowie der Hamburger Schule. Oder so. Generell optimistisch, möglichst gelassen, immer auf der Suche nach den richtigen Worten und der besten Melodie, mit dem Wunsch, jemanden zu berühren und ansonsten eindeutig ziemlich ohne Ziel. Preisträgerin des Treffens junge Musik-Szene 2014 und Nahaufnahme 2015.

Lisa Harres – geboren 1998 in Darmstadt. Sie besuchte dort das Ludwig-Georgs-Gymnasium, 2016 machte sie ihr Abitur. Nun nimmt sie sich ein Jahr Zeit, um zu schreiben, Musik zu machen und zu reisen. Sie schreibt Lieder, aber auch viel Lyrik und Kurzprosa, singt und spielt Geige, Klavier und Gitarre. 2015 war sie als Preisträgerin beim Treffen junge Musik-Szene in Berlin. In diesem Jahr wird sie als Bloggerin für euch ein wenig hinter den Kulissen des Treffens junge Musik-Szene nachforschen.

Antonino Polizzi – geboren 1993 in Mainz. Studiert Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2014 und 2015 Sprachaufenthalte in Peking. War 2012 zum Treffen junger Autoren ausgewählt und hat bereits 2014 am Blog vom Treffen junge Musik-Szene mitgewirkt, spielt in seiner Freizeit Improvisationstheater.

Fotos: Dave Großmann – geboren 1989. Linkshänder. Studiert(e) Kommunikationsdesign an der FH Potsdam. Seit 2014 Herausgeber von „KWER – das Magazin der Abstraktion“. Freiberuflich als Gestalter und Fotograf in Berlin unterwegs. Lebt seine künstlerische Freiheit sowohl als Tänzer als auch im Kollektiv PlusMinus3 aus. Dave ist nicht sein Spitzname.