Bundeswettbewerbe

Treffen junger Autor*innen

Das Treffen junger Autor*innen versteht sich als ein literarisches Forum, ein Ort der Begegnung und des Austauschs für schreibende junge Menschen. Junge Autor*innen treffen in Augenhöhe aufeinander, auf namhafte Schriftsteller*innen, ehemalige Teilnehmer*innen und Verlagsleute. Die jungen Talente werden mit ihrem Schreiben auf professionelle Weise ernst genommen – mit Gesprächen, Lesungen, Textwerkstätten und der Veröffentlichung ihrer Texte in der Jahrgangsanthologie.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Wettbewerb

Der 1986 gegründete Bundeswettbewerb richtet sich an junge Autor*innen im Alter von 11 bis 21 Jahren. Er wird jährlich ausgeschrieben und ist thematisch und stilistisch offen. Eingereicht werden können bis zu 10 Gedichte oder 5 Textseiten. Einsendeschluss ist jährlich der 15. Juli.

Die Auswahl

Eine neunköpfige Jury aus Schriftsteller*innen und Journalist*innen wählt anhand der eingesandten Manuskripte in einem mehrstufigen Verfahren ca. 20 junge Autor*innen aus, deren Texte als beispielhaft und bemerkenswert befunden werden. Ihr Preis ist die Einladung zum Treffen junger Autoren. Weitere 20 Autor*innen erhalten für ihre Texte einen Buch-Scheck.

Die Lesung der Preisträger*innen

Alle Preisträger*innen lesen eine Auswahl ihrer Texte vor Publikum im Haus der Berliner Festspiele. Bei den Proben für die Lesung werden sie von den Autor*innen der Jury in Fragen der Präsentation beraten und unterstützt.

Das Treffen

Das Treffen junger Autor*innen ist für einige der Teilnehmer*innen die erste Möglichkeit, mit anderen schreibenden Jugendlichen zusammenzutreffen und sich auszutauschen. Damit dieses in den fünf kurzen Tagen bestens gelingt, bietet ein Campus den Teilnehmer*innen Workshops in den verschiedenen literarischen Genres Lyrik, Prosa, Drama als auch genreübergreifende Schreibexperimente. In Gesprächen geht es um die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Schreibens. Die eingereichten und ausgezeichneten Texte werden in Lektoratsgesprächen mit den Schriftsteller*innen der Jury für die Veröffentlichung in der Anthologie vorbereitet.

Wohin das Schreiben führen kann, erfahren die jungen Autor*innen auch von ehemaligen Teilnehmer*innen, die dem Treffen immer noch verbunden sind und wiederkehren. In der Reihe „Perspektiven“ werden neue Arbeiten der ehemaligen Preisträger*innen vorgestellt.

Das Forum

Das Forum des Treffens junger Autor*innen richtet sich an Pädagog*innen und Multiplikator*innen. Es dient der praxisnahen Fortbildung zum Vermitteln des literarischen Schreibens und ermöglicht einen kollegialen Austausch.

Chronik

In den vergangenen Jahren hat das Treffen junger Autor*innen mit der Kombination aus professioneller Betreuung, kreativer Arbeitsatmosphäre und öffentlicher Präsentation der Texte vielen jungen Preisträger*innen wertvolle Anregungen geben können. Alle Autor*innen sind mit ihren Veröffentlichungen in der Chronik des Treffens junger Autor*innen nachzulesen.

Dr. Katharina Bauer, Dortmund

Geboren 1982 in Dortmund. Privatdozentin für Philosophie und Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mehrfache Teilnahme am Treffen junger Autoren und am Deutsch-Polnischen Treffen junger Autoren. Preisträgerin verschiedener Literaturwettbewerbe. Ihre Gedichte wurden ins Polnische und Niederländische übersetzt, vertont und in Anthologien veröffentlicht. 2011 erschien der Lyrikband „ein ganzes vielleicht“ in der Edition roterfadenlyrik.

Marcus Braun, Berlin

Geboren 1971 in Bullay an der Mosel. Studium der Germanistik und Philosophie in Mainz. 1992 ausgewählt zum Treffen junger Autoren. Mehrfache Teilnahme am Deutsch-Polnischen Treffen junger Autoren. 1994 ausgewählt als Vertreter Deutschlands zum World Interplay – Festival of Young Playrights in Townsville (Australien). 1997 Auszeichnung mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland- Pfalz und dem Joseph-Breitbach-Preis. Schreibt Theaterstücke und Prosa. Sein Roman „Armor“ erschien 2007 im Suhrkamp Verlag, „Der letzte Buddha“ 2017 bei Hanser Literaturverlage.

Anvar Čukoski, München

Geboren 1982 in Köln, ist Literaturagent. Er hat Neuere deutsche Literatur und Philosophie in Berlin studiert und war acht Jahre lang Lektor, zunächst im Berlin Verlag, dann im Piper Verlag in München. Er war Mitglied der Auswahljury beim open mike 2016 im Haus für Poesie in Berlin, Lehrbeauftragter am Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim und hat gemeinsam mit Antje Rávic Strubel ein Seminar der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München geleitet. Seit Februar 2017 ist er in der Literatur- und Filmagentur Marcel Hartges tätig.

Rabea Edel, Berlin

Biografie in Kürze

Thomas Freyer, Berlin

Geboren 1981 in Gera. Lebt in Berlin. Studium Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Förderpreis beim Berliner Stückemarkt im Rahmen des Theatertreffen 2006 mit „Amoklauf mein Kinderspiel“, Dramatiker-Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bund der Deutschen Industrie (BDI) e.V., PRIX EUROPA für die Hörspielversion von „Amoklauf mein Kinderspiel“, Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg, Lessing-Förderpreis des Freistaates Sachsen. Uraufführungen am Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, Hans Otto Theater Potsdam, Maxim Gorki Theater Berlin, Staatsschauspiel Hannover, Staatsschauspiel Dresden.
Er wird vertreten durch den Rowohlt Theaterverlag.

Kirsten Fuchs, Berlin

Geboren 1977 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Lebt als Autorin in Berlin. 1997 ausgewählt zum Treffen junger Autoren. 2003 Gewinnerin des open mike im Haus für Poesie in Berlin. Ihre aktuellen Bücher sind: „Mädchenmeute“ bei Rowohlt Berlin und „Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig“ bei Voland & Quist. Schreibt Kolumnen für DAS MAGAZIN. 2016 wurde mit „Tag Hicks“ ihr erstes Theaterstück für Kinder im GRIPS Theater uraufgeführt und mit dessen Kindertheaterpreis ausgezeichnet. Seit 2016 schreibt Kirsten Fuchs auch Kinderbücher.
www.kirsten-fuchs.de

Sulaiman Masomi, Köln

Geboren 1979 in Kabul (Afghanistan) geboren und aufgewachsen in Krefeld. Er schloss sein Studium in Allgemeiner Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft und Kulturwissenschaftlicher Anthropologie an der Universität Paderborn ab. Sulaiman Masomi ist Schriftsteller, Poet, Rapper, Poetry-Slammer und Literaturwissenschaftler. Seit über zehn Jahren ist er auf deutschen Bühnen und – auf Einladung des Goethe- Instituts – als kultureller Botschafter in der Welt unterwegs, unter anderem in Kairo, Riga, San Francisco, Mexico-City und Jerusalem. 2013 wurde er NRW-Landesmeister im Poetry-Slam und stand im selben Jahr im Finale der deutschsprachigen Meisterschaften. Er ist Mitbegründer der Kult-Lesebühne LMBN in Dortmund und hatte bereits mehr als 1.500 Auftritte. Nebenbei ist er ein ziemlich cooler Typ, sehr süß und schreibt seine Pressetexte gerne selbst.
www.sulaiman.de

Laura Naumann, Berlin

Geboren 1989 in Leipzig. Studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Lebt inzwischen als Autorin und Performerin in Berlin. 2006 und 2008 war sie Preisträgerin beim Treffen junger Autoren, 2008 wurde sie außerdem zum Dramatiker-Workshop beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffen eingeladen. Ihr Stück „süßer vogel undsoweiter“ erhielt 2009 den Münchner Förderpreis für neue deutschsprachige Dramatik und wurde 2010 in einer Werkstattinszenierung bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin präsentiert. „demut vor deinen taten baby“ wurde 2012 am Theater Bielefeld uraufgeführt und gewann den Publikumspreis bei Radikal jung – Das Festival junger Regisseure am Volkstheater München und wurde zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Laura Naumann ist Teil des feministischen Autorinnen- und Performerinnenkollektivs Henrike Iglesias. Für Rang I – Das Theatermagazin bei Deutschlandfunk Kultur schreibt und spricht sie seit 2017 regelmäßig ihre Radiokolumne „Dramatischer Betriebsausflug“.
Sie wird vertreten durch den Rowohlt Theaterverlag.

Daniela Seel, Berlin

Geboren 1974 in Frankfurt am Main. Lebt als Dichterin, Verlegerin, Übersetzerin und Poesievermittlerin in Berlin. 2000 Mitgründerin von KOOKread, daraus hervorgehend 2003 mit Andreas Töpfer KOOKbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Veröffentlicht in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien, im Internet und im Radio. Gedichtbände: „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ (2011) und „was weißt du schon von prärie“ (2015). Zahlreiche internationale Auftritte und Kollaborationen, darunter mit der Musikerin PLANNINGTOROCK, dem Tänzer David Bloom, den Dichtern Rick Reuther, Robert Stripling und SJ Fowler. Wurde ausgezeichnet mit dem Friedrich- Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Meister-Förderpreis für Lyrik, dem Kunstpreis Literatur von Lotto Brandenburg und anderen. Übersetzungen ihrer Gedichte bislang in 13 Sprachen. Nahm 1998 und 2000 im Rahmen der „Literazza“ am Treffen junger Autoren teil.
danielaseel.wordpress.com | danielaseel.tumblr.com | www.kookbooks.de

Partner

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Anthologien des Treffen junger Autor*innen 2003 bis 2017

Erhältlich bei den Berliner Festspielen bzw.im Buchhandel

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Impressionen vom Festival 2017

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