Gropius Bau

The Lack

Italien 2014, 76 Min
Regie MASBEDO
Mit Lea Mornar, Xin Wang, Giorgia Sinicorni, Ginevra Bulgari, Emanuela Villagrossi, Cinzia Brugnola

Filmpremiere
Anschließend Gespräch mit den Regisseuren Nicolò Massazza und Jacopo Bedogni

Vier Varianten zum Thema „Entbehrung“: Jede der sechs weiblichen Hauptfiguren von „The Lack“ lebt und erlebt ihre eigene schweigsame, primitive Natur, niemand begleitet sie in ihrer Einsamkeit. Eve (Lea Mornar) verarbeitet den Schmerz des Verlassens. Ihre Besessenheit für die Liebe macht einer Rebellion Platz, in der eine Gewalttat die Fähigkeit zur Wiedergeburt in einer sublimen, wunderschönen und stiefmütterlichen Natur möglich macht. Die zweite Geschichte erzählt von der reellen und traumhaften Reise von Xiú (Xin Wang), die in dem Moment gipfelt, wo sie unter großen Mühen und mit viel Mut einen Scheinwerfer auf die unbewohnte Insel bringt, die vor Jahren Ort eines berühmten filmischen Verschwindens gewesen ist. Die dritte Geschichte spielt in einer mondhaften Gegend, einer apokalyptischen Landschaft, wo sich geothermische Wärmezentralen und archaische Wüste miteinander abwechseln. Zwei Frauen müssen mit den Gefühlen einer so schwierigen wie notwendigen Trennung fertig werden und den Übergang von einem bekannten Zustand zu einer unerforschten Dimension verarbeiten. Das Abdriften bietet einen Ansatz von Hoffnung und Wiedergeburt. Sarah (Cinzia Brugnola) versucht im Rahmen einer psychoanalytischen Sitzung, die Fragmente ihrer zerstückelten Existenz wieder zusammen zu setzen und eine Leere auszufüllen.

„The Lack“ ist der erste Langfilm der beiden italienischen Videokünstler Nicolò Massazza und Jacopo Bedogni, die sich unter dem Namen MASBEDO präsentieren. Der von In Between Art Film in Zusammenarbeit mit VivoFilm produzierte und als Sonderevent während der Autorentage bei den 71. Filmfestspielen der Biennale von Venedig im Jahr 2014 vorgestellte Film war seitherauf zahlreichen internationalen Filmfestivals zu sehen. Mit der Vorführung in Museen tritt „The Lack“ aus dem gewohnten Kinodispositiv heraus und fließt in die intimere Dimension der Vorführungssäle in den Museen für zeitgenössische Kunst, um den vorgezeichneten Weg zu beschließen, den die beiden Videokünstler wählten, um im Medium des Kinofilms mit ihren eigenen Ausdrucksformen experimentieren. In „The Lack“ wird die visionäre Einstellung der Regisseure besonders durch den Einsatz von stark an ihren poetischen Ursprung, die Videokunst, gebundene Elemente akzentuiert. Eine weitere Besonderheit des Films sind die kargen, gewogenen, ausschließlich in der Muttersprache der Darstellerinnen gesprochenen Worte.

Im Rahmen der Vorführung im Martin-Gropius-Bau erlebt „The Lack“ nun seine deutsche Premiere, gefolgt von einem Gespräch mit den Regisseuren Nicolò Massazza und Jacopo Bedogni.

Veranstalter
Berliner Festspiele und In Between Art Film

Tickets & Termine

The Lack

Ort:

Gropius Bau, Kino

Preis/Kategorie:

Eintritt frei

Termine:

  • Mi 16.09.2015, 18:30

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