Gropius Bau

Regina Schmeken, Ahmet Külahçı und Gereon Sievernich im Gespräch über den NSU-Prozess und die Möglichkeiten der Kunst gegen Rechtsextremismus.

Es diskutieren u.a.:

Ahmet Külahçı wurde in der Türkei geboren. Er ist langjähriger Korrespondent der Deutschland-Redaktion von "Hürriyet". Seit 2013 ist er Kolumnist der Zeitung in Berlin.

Regina Schmeken fotografiert seit Mitte der siebziger Jahre und zählt zu den international vielbeachteten Fotografinnen Deutschlands. In ihrer Arbeit geht es ihr um die Wahrnehmung der Wirklichkeit, deren Reflektion und Verdichtung.

Gereon Sievernich ist seit 2001 Direktor des Martin-Gropius-Bau.

Moderation: Annette Ramelsberger ist Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung. Für ihre Berichterstattung über den NSU-Prozess wurde sie 2014 in der Kategorie „Reporter*in" als Journalistin des Jahres der Fachzeitschrift für Journalist*innen „medium magazin für journalisten“ ausgezeichnet.

Als Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bezeichnete sich eine rechtsextreme terroristische Vereinigung in Deutschland. Innerhalb von sieben Jahren, von 2000 bis 2007, ermordeten Mitglieder des NSU zehn Menschen in verschiedenen deutschen Städten von Rostock über Hamburg, Dortmund, Kassel, Köln, Heilbronn, Nürnberg bis München. Die Opfer waren neun Männer türkischer und griechischer Abstammung, die in Deutschland lebten und arbeiteten, sowie eine Polizistin. Das erste Opfer, der Blumenhändler Enver Şimşek, wurde am 9. September 2000 in Nürnberg ermordet, das letzte Opfer, die Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn. Bei zwei Sprengstoffattentaten wurden in Köln mehr als 20 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Am 4. November 2011 wurde die Gruppe aufgedeckt. Angehörige der Mordopfer, Betroffene der Anschläge und die Öffentlichkeit erfuhren erstmals von der Existenz des NSU. Der Prozess am Oberlandesgericht in München gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben sowie weitere fünf mutmaßlich Beteiligte begann 2013, das Urteil steht noch aus, ebenso die restlose Aufklärung der Taten.

Zwischen 2013 und 2016 besuchte die Fotografin Regina Schmeken mehrmals die Tatorte. Es entstand ein Zyklus großformatiger Schwarzweiß-Fotografien, die eindrücklich wirken.

Tickets & Termine

Regina Schmeken, Ahmet Külahçı und Gereon Sievernich im Gespräch über den NSU-Prozess und die Möglichkeiten der Kunst gegen Rechtsextremismus.

Ort:

Gropius Bau, Kino

Preis/Kategorie:

Eintritt frei

Termine:

  • Sa 21.10.2017, 16:00

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