Gropius Bau

Die Nacht der Villa Massimo

mit Arbeiten der Stipendiaten des Jahrgangs 2013

Deutsche Akademie Rom zu Gast im Martin-Gropius-Bau, Berlin

Am Donnerstag, den 20. Februar 2014, um 19.30 Uhr, ist die Villa Massimo Rom zum achten Mal für eine Nacht im Berliner Martin-Gropius-Bau zu Gast. Die Stipendiaten 2013 zeigen ihre Werke im Rahmen von Ausstellungen, Konzerten und Lesungen. Ehrengast des Abends ist die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters.

Zum Auftakt der Veranstaltung, anstelle einer Fanfare, liest Christian Brückner (Praxisstipendiat Villa Massimo 2013) ein barockes Gedicht. Danach folgen Grußworte von Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Joachim Blüher, Direktor der Villa Massimo, und Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Die Rede der Stipendiaten hält Sibylle Lewitscharoff, Trägerin des Georg-Büchner-Preises 2013.

Um den Innenhof gelegene Ausstellungsräume zeigen die Arbeiten der Stipendiaten des Jahres 2013, die während ihres Romaufenthaltes entstanden sind oder eigens für den Abend geschaffen wurden. Isa Melsheimer, David Schnell und Clemens von Wedemeyer sind mit Skulpturen, Malerei, Fotografie und Videoinstallationen vertreten. Pia Maier Schriever, Eike Roswag, Anna Viader Soler und Verena von Beckerath präsentieren Projekte, Skizzen, Studien und Architekturmodelle. Die Lesungen von María Cecilia Barbetta und Sibylle Lewitscharoff und die Konzerte der Komponisten Birke J. Bertelsmeier und Stefan Johannes Hanke werden in zwei eigenen Räumen stattfinden. Interpreten sind das Asasello Quartett, die Pianistin Kaling Khouw und der Bassist Daniel Eggert. Jaroslav Poncar (Praxisstipendiat Villa Massimo 2013) zeigt seine neuesten Panorama-Fotografien aus Rom und Umgebung. Durch einen glücklichen Zufall präsentiert der Martin-Gropius-Bau zeitgleich mit diesem Abend eine Retrospektive von Barbara Klemm (Praxisstipendiatin Villa Massimo 2013) im zweiten Obergeschoss.

www.villamassimo.de

Die Stipendiaten des Jahres 2013

Bildende Kunst

Isa Melsheimer
Isa Melsheimer präsentiert eine von Rom inspirierte Glasinstallation. Das Material liefern Weinflaschen, die sie im Laufe des Jahres in den Ateliers ihrer Mitstipendiaten gesammelt hat und nun als Reminiszenz an die sieben Hügel Roms zu glitzernden Bergen aufschichtet.

David Schnell
David Schnell zeigt Bilder, an denen er in der Villa Massimo gearbeitet hat und die sich weitestgehend an Orten im Umland von Rom orientieren. Fluchtpunkte und Bildebenen werden zu Kompositionen verschachtelt, deren expressiver Ausdruck durch die Farbgebung verstärkt wird. Zusätzlich präsentiert er Fotografien eines 7 x 11 m großen Blumenteppichs, den er für die „Infiorata“ – das traditionelle Blumenfest zu Fronleichnam – in Genzano Romano gestaltet hat.

Clemens von Wedemeyer
Clemens von Wedemeyer zeigt Teile aus dem Projekt „The Cast“, das sich mit dem Mythos Cinecittà und der Geschichte des Kinos in Italien auseinandersetzt. Die mehrteilige Videoinstallation „The Beginning“ besteht aus alten Filmfragmenten, u.a. von Cocteau, Fellini und Godard, und betrifft die verschiedenen Phasen der Entstehung, Verehrung und Zerstörung von antiken und antikischen Skulpturen in Filmen.

Architektur

Pia Maier Schriever
Die Architektin und Bühnenbildnerin Pia Maier Schriever gibt einen Einblick in ihre aktuellen Projekte, die z.T. in Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreographin Sasha Waltz entstehen. Ein Ausloten von Architektur und Skulptur in Studien, Zeichnungen und Modellen.

Verena von Beckerath
Die Installation von Verena von Beckerath nimmt unmittelbar Bezug auf den pavillonartigen Übergangsraum, der den Lichthof des Martin-Gropius-Baus mit den Ausstellungssälen verbindet. Zwei freistehende, gestufte Möbel aus Holz und Travertin bieten die Möglichkeit zum Aufenthalt. Das Material und die modulare Form beziehen sich auf die Wohnsiedlung des Architekten Adalberto Libera am östlichen Stadtrand von Rom (Quartiere INA Casa, 1950-54). Die Fotografien sind von Andrew Alberts (2013) und Barbara Klemm (1981).

Eike Roswag
Eike Roswag und sein Team entwickeln Projekte im Dialog mit dem kulturellen Kontext ausgewählter Orte. In Rom entstanden ein Tisch und ein leichtes Schattendach aus in Italien gewachsenem Bambus. Sie bildeten den Ort, an dem mit verschiedenen Partnern gemeinsame Projekte diskutiert und die Bedingungen nachhaltiger Architekturentwicklung reflektiert wurden.

Anna Viader Soler
Anna Viader Soler untersucht die Frage, wie Entwicklungen in Städtebau und Landschaft miteinander in Einklang gebracht werden können. Während ihres Aufenthaltes in der Villa Massimo recherchierte sie die Wasserinfrastruktur Roms im Zusammenhang mit der historischen Entwicklung des Stadtraumes. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigt sie in einer Rauminstallation.

Literatur

María Cecilia Barbetta
Tony Tormenta auf Tour: María Cecilia Barbetta liest einen Auszug aus ihrem neuen Romanprojekt, das sie in der Villa Massimo begonnen hat.

Sibylle Lewitscharoff
Sibylle Lewitscharoff liest aus der in Rom entstandenen Erzählung Pong Redivivus (2013, Insel). Sie schreibt: „Pong ist bei seinem gewagten Sprung vom Dach in einer Blutbuche gelandet und mit gebrochenem Bein ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er macht dort äußerst befremdliche Erfahrungen. Alles ist neu, alles ist schrecklich“.

Komposition

Birke J. Bertelsmeier
Das Asasello Quartett spielt ihr Quartettstück und Chimeneau I in der Besetzung Rostislav Kozhevnikov (Violine), Barbara Kuster (Violine), Justyna Śliwa (Viola) und Wolfgang Zamastil (Violoncello).

Stefan Johannes Hanke
Stefan Johannes Hanke präsentiert seinen Liederzyklus Augenblicke: Signaturen, den er mit Texten von Simon Trautmann in Rom komponiert hat. Uraufführung in der Fassung für Bass-Stimme und Klavier im Martin-Gropius-Bau. Die Interpretation übernehmen Daniel Eggert (Bass) und Kaling Khouw (Klavier).

Praxisstipendium

Christian Brückner
Der Schauspieler, Hörbuchverleger und Synchronsprecher Christian Brückner – die deutsche Stimme von Robert de Niro – eröffnet die Veranstaltung und liest das Gedicht An sich (1641 veröffentlicht) von Paul Fleming (1609 – 1640).

Jaroslav Poncar
Seit den 70er Jahren ist Jaroslav Poncar mit der Panoramakamera in Tibet, Indien, Kambodscha, Afghanistan und vielen anderen Ländern der Welt unterwegs. Während seiner Zeit in der Villa Massimo entstanden die Arbeiten in Latium, die er nun erstmals ausstellt.

Kontakt
Allegra Giorgolo:
Tel +39 06 4425 9340
ab dem 17.2. auch: +49 (0)1573 5631 576
Frida-Marie Grigull: Tel +49 (0)1577 5391 454

Veranstalter Deutsche Akademie Rom, Villa Massimo

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und unterstützt von den Berliner Festspielen, Martin-Gropius-Bau.

Tickets & Termine

Die Nacht der Villa Massimo

Ort:

Gropius Bau

Preis/Kategorie:

Eintritt frei

Einlass ab 18:45

Termine:

  • Do 20.02.2014, 19:30 - 22:30

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