Gropius Bau
Auguste Rodin (1840–1917), Kauernde. Foto: Albrecht Fuchs © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Auguste Rodin (1840–1917), Kauernde. ca. 1882, Marmor, www.lostart.de/521802

Bestandsaufnahme Gurlitt

Im November 2013 sorgt der sogenannte „Kunstfund Gurlitt“ für weltweite Schlagzeilen. Denn die 1500 Kunstwerke, die Cornelius Gurlitt (1932–2014), der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier, NS-verfolgungsbedingt entzogene, Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Ab 14. September 2018 wird die Bestandsaufnahme Gurlitt im Gropius Bau in einer großangelegten Ausstellung präsentiert. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebettete Schau basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“. Gezeigt werden nicht nur ca. 250 Kunstwerke, die jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren und ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden, sondern es wird die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert. Die Ausstellung gewährt so auch Einblicke in die Geschichte der Objekte und die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Sammler*innen, Kunsthändler*innen und Künstler*innen, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern.

Tickets & Termine

Bestandsaufnahme Gurlitt

14. September 2018 bis 7. Januar 2019

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Montag 10:00–19:00
Dienstag geschlossen


Ort:

Gropius Bau


Eintritt:

€ 10 / ermäßigt € 6,50
Eintritt frei bis 16 Jahre

Gruppen ab 5 Personen € 7,50
Gruppen Schüler*innen und Studierende ab 5 Personen € 5

Kombitickets sind an der Kasse erhältlich.

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