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Immersion

Omer Fast

»Reden ist nicht immer die Lösung«

Ausstellung, 18.–20.11.2016 geöffnet bis 22:00

Alles, was wir zu wissen glauben, könnte auch ganz anders sein. Die cineastischen Video-Arbeiten von Omer Fast stellen die Konventionen des Storytellings in Frage. Keine Figur, kein*e Erzähler*in, kein noch so authentisches Filmmaterial erscheint glaubwürdig. Jede Repräsentation gerät ins Wanken. Hinter Nachrichtenbildern tun sich verblüffende philosophische Reflexionsebenen auf, die im Verborgenen schon immer dagewesen zu sein scheinen. Omer Fast führt vor Augen, wie sehr die Welt, in der wir uns bewegen, nicht gegeben, sondern vielmehr von uns geschaffen ist. Die Art und Weise, wie wir kommunizieren, das, was wir sehen und alles, was wir glauben, basiert auf Konstruktionen, Konventionen und einem Glauben an so etwas wie eine geschlossene oder irgendwie bestimmbare Realität. In Fasts filmischen Kunstwerken sind Identitäten, Geschichten und Geschichte stets bearbeitetes Material. Nichts scheint realer als die Inszenierung.

Biografie

Schule der Distanz No. 1
18.–20.11.2016