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Immersion
Rimini Protokoll: „Nachlass – Pièces sans personnes“ © Samuel Rubio
Rimini Protokoll: „Nachlass – Pièces sans personnes“

Rimini Protokoll (Stefan Kaegi / Dominic Huber)

Nachlass – Pièces sans personnes

Konzept Rimini Protokoll (Stefan Kaegi / Dominic Huber)
Text Stefan Kaegi
Szenografie Dominic Huber
Video Bruno Deville
Dramaturgie Katja Hagedorn
Ton Frédéric Morier
Regieassistenz Magali Tosato, Déborah Helle (Hospitanz)
Bühnenbildassistenz Clio Van Aerde, Marine Brosse (Hospitanz)
Technisches Konzept und Bau der Installation Théâtre de Vidy, Lausanne

Was bleibt von einem Menschen? Wie lässt sich Erinnerung inszenieren?

Stefan Kaegi hat acht Menschen begleitet, die die Zeit, die ihnen bleibt, nutzen, um sich damit auseinanderzusetzen, was nach ihrem Ende zurückbleiben soll. In Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Dominic Huber entstanden so Räume, die in der Abwesenheit ihrer Protagonist*innen davon erzählen, was von einem Menschen bleibt, wenn er nicht mehr da ist: Eine EU-Botschafterin dokumentiert ihre Stiftung, mit der sie ihre Arbeit in Afrika nach ihrem Ableben fortsetzt. Ein Zürcher Muslim organisiert die Rückführung seines Leichnams in seine Heimatstadt Istanbul. Ein deutscher Bankier denkt am Ende seines Lebens über seine Position im Nationalsozialismus nach. Ein Demenzforscher wird sich darüber klar, dass er mit der Krankheit, die er ein Leben lang erforscht hat, selbst nicht leben will. Ein Base-Jumper schließt eine Risikolebensversicherung für seine Familie ab, damit im Falle seines Todes kein finanzieller Scherbenhaufen zurückbleibt. Und eine neunzigjährige Angestellte fragt sich, was Fotos von ihrem Leben erzählen werden.

„Nachlass“ zeigt Pyramiden oder Mausoleen des 21. Jahrhunderts, die von ihren späteren Besitzern selbst gestaltet wurden: Acht zeitgenössische Positionen dazu, was Hinterlassenschaft und Erbe heute bedeuten. Was möchten wir an die Menschen weitergeben, die wir lieben, und was an die Gesellschaft, in der wir leben? Das Publikum begibt sich in acht immersive Rauminstallationen und lässt sich von Stimmen, Objekten und Bildern an den Ort der Staffelübergabe zwischen den Generationen und die Grenzen der eigenen Existenz begleiten.

Teil des Programms Limits of Knowing

Produktion Théâtre de Vidy, Lausanne
Koproduktion Rimini Apparat, Schauspielhaus Zürich, Bonlieu Scène nationale Annecy et la Bâtie-Festival de Genève dans le cadre du programme INTERREG France-Suisse 2014–2020, Maillon, Théâtre de Strasbourg–scène européenne, Stadsschouwburg Amsterdam, Staatsschauspiel Dresden, Carolina Performing Arts

Mit Unterstützung von Pro Helvetia – Fondation suisse pour la culture Fondation Casino Barrière, Montreux, Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten

Premiere: 14. September 2016, Théâtre de Vidy, Lausanne

In deutscher, englischer und französischer Sprache

Tickets & Termine

Rimini Protokoll: Nachlass – Pièces sans personnes


Ort:
Martin-Gropius-Bau


Termine:

1. bis 31. Juli 2017
MI bis MO 10:00–19:00
DI geschlossen

Info: Für den Besuch müssen Sie sich beim Ticketkauf ein Zeitfenster auswählen.

Dauer: ca. 90 Min

Einlass für jeweils 8 Personen alle 15 Minuten
Beginn: 10:15 Uhr
Letzter Einlass: 17:15 Uhr


Tickets:

€ 12 / ermäßigt € 7
Auch als Kombiticket mit dem Ticket „Limits of Knowing“ erhältlich:
€ 20, ermäßigt € 12