Archiv
Jazzfest Berlin

Jazzfest Berlin 2012

Besondere Persönlichkeiten, unterschiedliche Spielhaltungen und den Spirit des Jazz – darum ging es beim Jazzfest Berlin 2012. Mit Archie Shepp und Wayne Shorter präsentierte das Jazzfest zwei Ikonen des afroamerikanischen Jazz.

Die Pianistin Geri Allen war mit ihrer Band Timeline zu Gast; ein weiteres Konzert ihres Trios widmete sie der Jazzlegende Mary Lou Williams. Drei Projekte erfuhren beim Jazzfest Berlin ihre deutsche Erstaufführung. „Remembering Jutta Hipp“ mit Julia Hülsmann, Rolf Kühn und Joe Lovano erinnerte an eine außergewöhnliche Pianistin der 1950er Jahre, die als erste deutsche Jazzmusikerin in den USA Anerkennung fand. Mit den „Songs for Kommeno“ reflektierte Günter Baby Sommer das Massaker deutscher Wehrmachtssoldaten von 1943 in dem gleichnamigen griechischen Dorf. In „Wanted! Hanns Eisler“ setzten sich das Trio Das Kapital und die Filmemacher von Manic Cinema in einem Cinéconcert mit dem vor 50 Jahren verstorbenen Komponisten auseinander. Vier Projekte zeigte der Posaunist Nils Wogram im Quasimodo, die Bands LebiDerya und Rabih Lahouds Masaa ließen im A-Trane Orient und Okzident aufeinander treffen, und mit dem Auftritt des norwegischen Saxophonisten Marius Neset fand das Jazzfest Berlin im Quasimodo seinen Abschluss.