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Jazzfest Berlin
The Bandwagon, Mostly Other People Do the Killing, Jason Moran © Clay Patrick McBride, Alexander Richter, John Rogers
The Bandwagon, Mostly Other People Do the Killing, Jason Moran

Jason Moran and The Bandwagon / Jason Moran: Fats Waller Dance Party / Mostly Other People Do the Killing

Jason Moran and the Bandwagon
Jason Moran, piano
Tarus Mateen, bass
Nasheet Waits, drums

Jason Moran
Fats Waller Dance Party

Jason Moran, piano
Lisa Harris, vocals
Leron Thomas, trumpet
Tarus Mateen, bass
Charles Haynes, drums

Mostly Other People Do the Killing
‘Red Hot’
Thomas Heberer, trumpet
Jon Irabagon, soprano & c-melody sax
David Taylor, bass trombone
Ron Stabinsky, piano
Brandon Seabrook, banjo, electronics
Moppa Elliott, bass
Kevin Shea, drums, percussion

Der New Yorker Pianist Jason Moran ist eine Ausnahmeerscheinung im amerikanischen Jazz. Begriffe wie Avantgarde und Tradition stellt er mühelos auf den Kopf. Vor 14 Jahren gegründet, gehört sein Trio The Bandwagon zu den stabilsten Formationen des aktuellen Jazz in New York. Selten gingen Traditionsbewusstsein und Erneuerungsstreben so eng zusammen wie im Spiel dieses Musikers, der die ganze Geschichte des Piano-Jazz assimiliert hat und darüber hinaus so viel Eigenes einbringt, dass er stilbildend wirkt. Wenn sich Jason Moran Aspekten der Musik von Thelonious Monk oder Fats Waller widmet, steckt das voller futuristischer Power.

Jason Moran Homepage

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Als Europa-Premiere präsentiert das Jazzfest Berlin anschließend Jason Morans neuestes Projekt: die Fats Waller Dance Party. Wenn Moran mit diesem Programm in Amerika auftritt, rufen die Veranstalter dazu auf, die Tanzschuhe mitzubringen. Moran kommentiert: „Erinnert man sich heute an Fats, Duke Ellington, Fletcher Henderson oder Earl Hines, so spielten sie die populäre Musik ihrer Zeit: Tanzmusik.“ Jason Morans Stride-Architektur ist unvergleichlich elastisch. Humor und Traditionsbewusstsein stehen sich bei ihm niemals im Weg. Und Rückblick ist bei ihm immer zugleich Ausblick. „Fats Waller“, bekennt Jason Moran, „war zu seiner Zeit ein Provokateur. Das kommt daher, dass er nicht nur Pianist und Sänger war, sondern auf der Bühne fast wie ein MC immer auch all das kommentierte, was um ihn herum passierte.“ Mit seiner Fats Waller Dance Party schlägt Jason Moran tollkühn eine Brücke über ein jazzmusikalisches Jahrhundert.

Fats Waller Dance Party bei Blue Note

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Mittlerweile reicht die Nennung der sechs Buchstaben MOPDtK aus, um bei einer rapide gewachsenen Fangemeinde Neugierde und Begeisterung zu entfachen. Markenzeichen der New Yorker sind äußerste Flexibilität und musikalisches Können, kombiniert mit Tolldreistigkeit und trockenem Humor. Die Band mit den legendären Live-Auftritten würfelt alle Parameter des Jazz rücksichtslos durcheinander, weiß in ganz unterschiedlichen Jazzstilen das subversive Element aufzuspüren und dieses in ihre frappierenden Collagen zu integrieren. Für das aktuelle Projekt „Red Hot“ wurde das Quartett um Banjo, Bassposaune und Stride-Piano aufgestockt. Ziel der neuesten Attacke ist der „Hot Jazz“ der späten zwanziger und frühen dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts – oder was immer sich die Sieben darunter vorstellen. Heiß geht es her in diesen Vexierbildern aus Historie und Gegenwart, eklektisch und anachronistisch, aber nie respektlos. Der amerikanische Jazz Kritiker S. Victor Aaron hat es auf den Punkt gebracht: „Die neuen Jazz-Rebellen huldigen den originalen Jazz-Rebellen.“

Mostly Other People Do the Killing bei Hot Cup Records

Tickets & Termine

Jason Moran and The Bandwagon / Jason Moran: Fats Waller Dance Party / Mostly Other People Do the Killing

Ort:

Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne

Preis/Kategorie:

€ 15 – 55

Termine:

  • So 02.11.2014, 19:00