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MaerzMusik

Robert Ashley / Gordon Mumma / David Behrmann / Alvin Lucier

Sonic Arts ( Re ) Union

Robert Ashley
Answers and Other Songs (2010)
Robert Ashley, Stimme

Gordon Mumma
Piano Event
zusammengestellt in der Tradition der „Events“ von John Cage und Merce Cunningham, eine Choreographie aus bestehendem Material
Construction 4 Hands (2012)
Daan Vandewalle / Gordon Mumma, Klavier
With Dedications
ausgewählte Kompositionen (1958–2012) für Freunde aus dem kulturellen Milieu Cage / Cunningham:
Octet for David Behrman/ for Lou Harrison /
for Merce Cunningham aus: Sushiverticals
for Jacqueline Leuzinger aus: Three Perspectives
for Jackson Mac Low aus: Sushihorizontals
Poplars / Planted Song for Michelle Fillion aus: Jardin
Scion for Daan Vandewalle aus: Graftings (No. 3)
Soft Saloon Song for solo dancer / for David Bernstein aus: Sixpac Sonatas (No. 4)
for Christian Wolff / for David Tudor ... who went on ahead of us / for David Revill aus: Songs without words
Three times for Robert Ashley
Daan Vandewalle, Klavier

Alvin Lucier
Slices
for cello and pre-recorded orchestra (2007 / 2012) UA
Charles Curtis, Violoncello

Music for Solo Performer (1965)
Alvin Lucier, Performance
Nicolas Collins / Hauke Harder / Volker Straebel / Wilm Thoben, Assistenz

David Behrman
Wave Train
für Klavier und Feedback (1959–1968)
David Behrman / Gordon Mumma / Jens Brand / Volker Straebel, Klavier · Elektronik

Long Throw
für Klavier, Streichinstrument, Trompete und Laptop (2007)
Christian Wolff, Klavier
Okkyung Lee, Violoncello
William Forman, Trompete
David Behrman, Elektronik

Robert Ashley, David Behrman, Alvin Lucier und Gordon Mumma gehören zu den wichtigsten Vertretern der experimentellen Musik im Gefolge von John Cage und der New York School. In der Zeit von 1966 bis 1976 bildeten sie die „Sonic Arts Union“.
Ebenso wie John Cage und David Tudor, die mit eigenem Equipment durch die Welt tourten, gab auch die Sonic Arts Union über hundert Konzerte in Europa und den Vereinigten Staaten. Dies hatte vor allem praktische Gründe, denn sie konnten sich Publikum wie Technik teilen.

Die Komponisten der Sonic Arts Union waren spezialisiert auf live-elektronische experimentelle Musik. Sie waren Pioniere in der Verwendung »handgemachter« Elektronik und technologischer – auch musikfremder – Verfahren zur Entwicklung von Musikstücken. Ob Raumkompositionen mit Feedback und Resonanzphänomenen, ob »performed tape« – Tonbandmanipulationen während des Konzerts –, ob simple analoge Technik oder komplexe interaktive, computergestützte und sensorische Systeme, ob mit Stimme, Klavier oder Synthesizer: jedes ihrer Stücke brachte neue Ideen zu Tage und machte den Sound- und Technikcheck vor jedem Konzert zu einem Abenteuer.
Seit den 1980er Jahren realisieren Robert Ashley, David Behrman, Alvin Lucier und Gordon Mumma unabhängig voneinander ihre Stücke und Installationen. Ashley schuf eine monumentale Reihe von Fernsehopern, Behrman verfeinerte seine interaktiven Stücke, Lucier begann, Klanginstallationen zu entwickeln, und Mumma lehrte als Professor an der University of California, Santa Cruz, und widmete sich neben der elektronischen Musik vor allem der Musik für Klavier und der Kammermusik.

In Zusammenarbeit mit Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

Mitschnitt Deutschlandradio Kultur Sendung: 24. Mai 2012, 00:05 Uhr, Neue Musik

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds