Archiv
MaerzMusik
Christian Dierstein, © Thomas Hammelmann
Christian Dierstein

Christian Dierstein: Recital

Schlagwerke

Daniel Ott
querströmung 2
für Schlagzeug und Tonband (2011)

Pierluigi Billone
Mani.Gonxha
für zwei tibetanische Klangschalen (2011)

François Sarhan
Homework 2
for solo body percussion (2010)

Salvatore Sciarrino
Il legno e la parola
für Marimbaphon und Plattenglocken (2004)

Lucia Ronchetti
Helicopters and Butterflies
Solo für einen agierenden Schlagzeuger
nach Fjodor M. Dostojewskij „Der Spieler“ (2012) DE

Christian Dierstein, Perkussion/Stimme

In enger Zusammenarbeit mit Komponisten entwickelt der Perkussionist Christian Dierstein neue Spieltechniken und realisiert ungewöhnliche musiktheatralische Konzepte. Viele neue Kompositionen für Schlaginstrumente, wie die Solo-Werke dieses Konzerts, sind ihm gewidmet. So auch die drei neuen „Mikro-Musiktheater“-Stücke von Lucia Ronchetti, Daniel Ott und François Sarhan.

Mit „Helicopters and Butterflies“ (2012) schuf Ronchetti ein Mini-Drama nach Fjodor M. Dostojewskijs „Der Spieler“. Der Solist agiert hier als Musiker und Darsteller in einem komplexen „Bühnenbild“ aus unterschiedlichen Instrumenten, wo er sich innerhalb seines Schlagwerks tragisch in seinem Spiel verliert. „querströmung 2“ für Schlagzeug und Tonband (2011) von Daniel Ott ist die Essenz eines am Ufer der Ruhr inszenierten Stücks, bei dem die Interpreten in der einstigen Industrielandschaft einen akustischen Dialog mit dem tosenden Rauschen eines Wasserfalls an einem Stauwehr führten. Daniel Ott verdichtete das musikalische Material und überführte es in einen memorierenden Innenraum, der zuvor ortsspezifische Dialog wird im Konzertsaal fortgeführt.
Mit „Homework 2“ (2010) schrieb der französische Komponist François Sarhan ein Stück allein für den Körper und die Stimme des Solisten.
Eine Vielfalt von Klangfarben entlockt schließlich der Italiener Pierluigi Billone seinen Instrumenten. Für „Mani.Gonxha“ (2011) erkundete er die instrumentalen Möglichkeiten tibetanischer Klangschalen. Er verbindet die vertraute Archaik ihres Klangs mit neuen, noch unbekannten Klangräumen. Christian Dierstein vermag diesen Räumen nachzuspüren. Seine Sensibilität gegenüber dem Instrument schätzt auch Salvatore Sciarrino, der ihm mit „Il legno e la parola“ für Marimbaphon und Plattenglocke (2004) eine virtuose Klangstudie widmete.

In Zusammenarbeit mit Radialsystem V