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MaerzMusik
Ensemble Resonanz, © Michael Haydn
Ensemble Resonanz

Ensemble Resonanz

Schlagwerke / Recital Ensemble Resonanz

Beat Furrer
Xenos III
für zwei Schlagzeuger und Streicher (2010-2012) DE der vollständigen Fassung
Auftragswerk Berliner Festspiele / MaerzMusik, Salzburg Biennale und Ensemble Resonanz

Isabel Mundry
Depuis le jour (mit Blick auf Sweelinck)
für 15 Streicher und Schlagwerk (2012)
Text: Thomas Kling „Ethnomühle“

Wolfgang Mitterer
rasch
für String Drum Set, Streichorchester und Elektronik (2012) DE
Auftragswerk Berliner Festspiele / MaerzMusik, Salzburg Biennale und Ensemble Resonanz

Enno Poppe
Wald
für vier Streichquartette (2010)

Neues Repertoire für Streicher zu schaffen und die Möglichkeiten dieser homogenen Besetzung auszureizen, hat sich das Ensemble Resonanz auf die Fahnen geschrieben. Bei MaerzMusik präsentieren die Hamburger Musiker vier Werke, die jüngst für sie geschrieben wurden; in ihnen verbindet sich Schlagzeug mit Streicherensemble, werden Streichinstrumente aber auch perkussiv eingesetzt.

So werden in Wolfgang Mitterers „rasch“ abgelegte Streichinstrumente zum „string drum set“ des Solisten Dirk Rothbrust umfunktioniert, das elektronisch mit dem Streichensemble in Dialog tritt. Isabel Mundrys Umgang in „Depuis le jour“ mit der Musik Jan Pieterszoon Sweelincks, einem niederländischen Organisten und Komponisten der Spätrenaissance, reicht „von der Bearbeitung über die Verwandlung bis hin zur Distanznahme“ (Mundry). Sie verknüpft das daraus entstehende Spannungsfeld mit dem Gedicht „Ethnomühle“ von Thomas Kling und den „wandelnden Erinnerungsmomenten, welche die Sprache selbst stets in sich trägt“. Ebenfalls von einer literarischen Vorlage inspiriert, macht „Xenos III“ von Beat Furrer die Streicher zum Resonanzraum und Verstärker der perkussiv ausgelösten Worte eines Gedichtes von Händl Klaus. Enno Poppe begibt sich mit „Wald“ für vier Streichquartette mitten hinein in „die Heimat abendländischer Bürgermusik“ (Poppe) und lässt in den Perspektivwechseln zwischen dem einzelnen Musiker mit seinen vier Saiten und dem vervierfachten Ensemblequartett eine Art Metasatztechnik entstehen, die in ihrer diskursiven Anmutung den vielzitierten Gesprächscharakter der Gattung aufzugreifen scheint.

In Zusammenarbeit mit Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Mit Unterstützung der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

18:00 Künstlergespräch im Ausstellungsfoyer
Moderation: Julia Gerlach

Deutschlandradio Kultur überträgt das Konzert am 02.04.2013 um 20:03 Uhr.
Sie hören Deutschlandradio Kultur in Berlin auf 89,6 MHz und Digital 5c.