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Videotrailer Hasretim – Eine antolische Reise
Hasretim – Eine antolische Reise. [Videotrailer]

Hasretim – Eine anatolische Reise

Musikalische Installation für Orchester und Videodokumente anatolischer Volksmusiker (2010)

Musikalisches Road Movie

Marc Sinan, Musik
Andrea Molino, Musikalische Einrichtung / Leitung
Marc Sinan / Markus Rindt, Idee und Konzept
Hans-Peter Eckhardt / Markus Rindt / Filip Zorzor, Kamera
Filip Zorzor / Lonni Wong / Fabian Knecht, Video

Dresdner Sinfoniker
Hezarfen Ensemble
mit türkischen und armenischen Gästen

„Hasretim“ („Meine Sehnsucht“) ist eine musikalische Suche nach kultureller Identität. Gemeinsam mit Markus Rindt, dem Intendanten der Dresdner Sinfoniker, begibt sich der Gitarrist und Komponist Marc Sinan auf eine ungewöhnliche Reise. Die Route führt vom Schwarzen Meer, der Heimat seiner Großeltern, bis an die Grenze Armeniens.

Über Wochen finden und filmen sie traditionelle Musiker, versuchen ihre Kunst zu durchdringen und finden vielleicht letzte musikalische Dokumente einer anderen Gegenwart. Wie überall ist die traditionelle Musik auch hier eine sterbende Kunst. Die Tradition der mündlichen Überlieferung reißt ab. Die ehemaligen Aşıklar Kahvesis, Clubs der „Singer-Songwriter“, sind heute einfache Teehäuser. Nur selten trifft man auf junge Musiker wie den Kemençespieler Mesut Kurt aus Trabzon oder die Sängerin Asiye Göl aus Ordu. Die wenigsten von ihnen bestreiten mit der Musik ihren Lebensunterhalt, doch spielen sie mit großer Leichtigkeit und Virtuosität. Ihre Musik zeugt von Rastlosigkeit und Temperament und trägt in ihrer Vielfalt die Spuren des kulturellen und ethnischen Reichtums Anatoliens. In „Hasretim“ begegnen die musikalischen Fundstücke der Reise Marc Sinans eigener zeitgenössischer Musik für ein gemischtes Ensemble der Dresdner Sinfoniker mit türkischen und armenischen Gästen.

„Hasretim“ wurde 2011 von der Deutschen UNESCO Kommission ausgezeichnet. Die Aufführung im Kammermusiksaal ist das Release-Konzert für die CD/DVD, die im März 2013 bei ECM erscheint.

Eine Produktion von Dresdner Sinfoniker, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und YMUSIC. Mit Unterstützung von Türkische Botschaft Berlin und Stiftung Berliner Philharmoniker.

Die Dresdner Sinfoniker werden gefördert durch Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz sowie durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank