MaerzMusik
Georges Aperghis © Xavier Aperghis
Georges Aperghis

Migrants

Leoš Janáček / Johannes Schöllhorn
Zápisník zmizelého / Tagebuch eines Verschollenen (1917–1919)
für Sopran, Mezzosopran, Klavier, Harfe, drei Schlagzeuger und Streicher, orchestriert von Johannes Schöllhorn (2017) UA

Georges Aperghis
migrants
In drei Sätzen für zwei Frauenstimmen, Klavier, drei Schlagzeuger und Streicher (2017/18) UA
Texte von Joseph Conrad und Textfragmente von Geflüchteten

Kompositionsauftrag des Ensemble Resonanz, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Ensemble Resonanz
Barbara Bultmann, Gregor Dierck, Tom Glöckner, David-Maria Gramse, Corinna Guthmann, Juditha Haeberlin, Christine Krapp, Benjamin Spillner, Swantje Tessmann, Rebecca Beyer, Violine
Justin Caulley, Michael Falter, David Schlage, Tim-Erik Winzer, Viola
Jörn Kellermann, Andreas Müller, Saerom Park, Violoncello
Anne Hofmann, Benedict Ziervogel, Kontrabass
Malika Maminova, Jens Ruland, Rie Watanabe, Perkussion
Gesine Dreyer, Harfe
Lorenzo Cossi, Klavier
Agata Zubel Sopran
Christina Daletska Mezzosopran
Emilio Pomàrico Leitung

A piece about the disappearances of our times, the people going missing right now …
Georges Aperghis

Georges Aperghis’ (*1945) neues Werk für zwei Stimmen und großes Ensemble, „migrants“, geht ein Risiko ein. Indem es die unsäglichen menschlichen Tragödien zur Sprache bringt, die sich täglich in Europa und an seinen befestigten Küsten abspielen, betritt der griechische Emigrant, der heute in Frankreich lebt, ein Terrain, das nur wenige Komponist*innen wählen. „Ich möchte nicht nur den ertrunkenen Körpern ein Gesicht geben, die an Europas Küsten angespült werden, sondern auch der großen Zahl der Lebenden, die ohne Identität durch Europa irren, ohne offiziell als lebendig anerkannt zu werden“, schreibt Aperghis.

Der Abend mit dem Ensemble Resonanz verbindet zwei Kompositionen, die sich dem Verschwinden und den Verschollenen in unserer Zeit widmen. Kann „zeitgenössische Musik“ eine angemessene Sprache finden, um über Enteignung, Verschwinden, Tod zu reflektieren – während diese sich ereignen?

Mit freundlicher Unterstützung der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

Im Anschluss:
Perspektivwechsel: Gespräch mit Georges Aperghis
In englischer Sprache
Präsentiert von field notes und MaerzMusik – Festival für Zeitfragen

Sendung: Deutschlandfunk Kultur, „Konzert“, 27.03.2018, 20:03

Tickets & Termine

Migrants

Ort:

Kammermusiksaal der Philharmonie

Preis/Kategorie:

€ 15 - 25

Termine: