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Theatertreffen
Trailer zu „Zement“ © Residenztheater München
Zement. [Videotrailer]

Zement

von Heiner Müller

Residenztheater, München

Regie Dimiter Gotscheff
Ausstattung Ezio Toffolutti
Musik Sandy Lopičić
Licht Gerrit Jurda
Dramaturgie Andrea Koschwitz

Njurka Valery Tscheplanowa
Gleb Tschumalow Sebastian Blomberg
Dascha Tschumalowa Bibiana Beglau
Badjin Aurel Manthei
Sergej Iwagin Lukas Turtur
Polja Mechowa Genija Rykova
Kleist Paul Wolff-Plottegg
Tschibis Götz Argus
Makar, Dmitri Iwagin Simon Werdelis

Chor Studierende der Otto-Falckenberg-Schule und der Theaterakademie August Everding:
Lena Eikenbusch, Jonas Grundner-Culemann, Thomas Hauser, Simon Heinle, Ines Hollinger, Lukas Hupfeld, Johanna Küsters, Klara Pfeiffer, Philipp Reinhardt, Anna Sophie Schindler

Ausgerechnet – oder auch gerade – in München an der noblen Maximilianstraße erzählt Gotscheff unbeirrt und verzweifelt noch einmal von der Revolution und wie schwer es ist, sie zu machen, vor allem aber: sie durchzustehen, zu rechtfertigen und aus ihr zu lernen. Am Ende freilich ist da nur das Scheitern – vielleicht ein Funken Hoffnung, dass nicht wirklich jedes Opfer vergeblich war. Im allerbesten Sinn „altmodisch“, kompromisslos in einer archaischen Bildersprache und schmerzend klar ohne szenischen Firlefanz hat Gotscheff davon erzählt, in der Asche der Vergangenheit die Vision für die Zukunft suchend: An einem bedrohlich grauen Unort wird mit herausragenden Schauspielern (darunter Valery Tscheplanowa, Bibiana Beglau, Sebastian Blomberg) eine (keinesfalls nur die alte russische) Utopie zu Grabe getragen und gleichzeitig die Sehnsucht nach Verbesserungen geträumt und die ewige Notwendigkeit von Veränderungen beschworen. Dimiter Gotscheffs letzte Inszenierung hatte ein halbes Jahr vor dem Tod des Regisseurs Premiere.

www.residenztheater.de

Mit englischen Übertiteln

Dauer 3h 15, eine Pause

Premiere 5. Mai 2013

3. Mai, 17:00 Oberes Foyer
Einführung mit Andrea Koschwitz

Publikumsgespräch am 3. Mai im Anschluss an die Vorstellung
Haus der Berliner Festspiele, Bar
mit dem Ensemble und Peter Laudenbach (Jury)
Moderation Christine Wahl