Nachhaltigkeit

in der Institution

Auf institutioneller Ebene beschäftigen wir uns unter anderem mit der energetischen Optimierung unserer Häuser, Schulungen und Fortbildungen für unsere Mitarbeiter*innen und Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen für unumgängliche Belastungen.

Runde Dachluken auf dem Haus der Berliner Festspiele.

© Monika Karczmarczyk

Sanierung des Haus der Berliner Festspiele

Zwischen Sommer 2018 und März 2022 findet die Sanierung des Festspielhauses gemäß dem Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“ des Bundesministeriums für Inneres, Bauen und Heimat statt. Die Arbeiten umfassen neben der energetischen Sanierung von Gebäudeaußenhülle, Dachflächen, Fassaden, Fenstern und Büroflächen die Errichtung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für die Seiten-, Hinter- und Probebühne, den Austausch der Kältemaschine, den Einbau von Regenwasserauffangsystemen, die das von den Dachflächen abgeleitete Regenwasser ortsnah versickern lassen, die Erneuerung großer Teile der elektrischen Anlage mit Umrüstung der Bestandsleuchten auf LED-Technik, die Installation einer neuen Brandmeldeanlage, die partielle Sanierung des Heizleitungsnetzes und der teilweise Austausch der Heizkörper.

Ein Raum im Seitenflügel des Haus der Berliner Festspiele ohne Fußbodenbelag und Trennwände.

Ein Raum im Seitenflügel des Haus der Berliner Festspiele ohne Fußbodenbelag und Trennwände.

© Monika Karczmarczyk

Energiemanagement im Gropius Bau

Ende 2010 erfolgte die Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gropius Bau. 547.743 kWh Energie wurden damit seither erzeugt und vollständig ins Berliner Stromnetz eingespeist. Die Fensterflächen des Gropius Bau sowie die großen Glasdächer über dem zentralen Lichthof und dem Vestibül wurden mit Zweischeiben-Isolierglas verglast. Dazwischenliegende Aluminiumlamellen und die Belegung mit Sonnenschutzfolie reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung und verbessern damit die Energiebilanz. Der Gropius Bau ist an das Fernwärme- und Fernkältenetz angeschlossen. Alle zentralen Lüftungsanlagen sind mit einer Wärme-Rückgewinnung ausgerüstet. Eine neue Kaltwasserpumpe für die Klimatisierung in den Ausstellungsräumen des Erd- und ersten Obergeschosses ermöglicht seit 2016 die automatische Leistungsanpassung und einen bedarfsgerechten Betrieb. Die Leuchtmittel in Ausstellungsräumen, Treppenhäusern, Garderobe, WCs und Mitarbeiter*innenbüros werden seit 2011 sukzessive durch LED-Beleuchtung ersetzt.

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Martin-Gropius-Bau

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Martin-Gropius-Bau

jirka-jansch.com, 2011

Renaturierung von Mooren

Moorgebiete sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Sie bedecken nur drei Prozent der Erde, binden in ihren Torfschichten jedoch ein Drittel des terrestrischen Kohlenstoffs – doppelt so viel wie alle Wälder der Erde, die rund 30 Prozent der Landoberfläche ausmachen. Seit 2020 kompensieren die Berliner Festspiele Flugreisen von Mitarbeiter*innen und den damit verbundenen CO2-Ausstoß in Form der Renaturierung von Mooren über den Kauf von freiwilligen Klimaschutzzertifikaten, den MoorFutures.
 Mehr zum Projekt

Das Moorgebiet Freienhagen mit Bäumen und Wasserflächen.

Das Moorgebiet Freienhagen mit Bäumen und Wasserflächen.

© MoorFutures

Weitere Maßnahmen

Eine Person fährt auf dem Fahrrad am Gropius Bau vorbei.

Bahn und Fahrrad

Für Dienstreisen innerhalb Deutschlands und in gut angebundene europäische Großstädte ist die Bahn zu benutzen, für Dienstreisen innerhalb Berlins der öffentliche Nahverkehr. Regelmäßig angebotene Fahrradchecks, Fahrradreparaturen und Vorträge für sollen die Fahrradsicherheit und den Anreiz fürs Radfahren unter den KBB-Mitarbeiter*innen erhöhen. Fahrradabstellplätze werden zur Verfügung gestellt.

Im Garten des Haus der Berliner Festspiele befinden sich lange weiße Tische mit weißen Bierbänken und weißen Sonnenschirmen.

Fortbildung und Leitfäden

Die KBB bietet Fortbildungen zur nachhaltigen Veranstaltungs-Organisation an und hat entsprechende Leitfäden erstellt. Mitarbeiter*innen werden unter anderem zu Einkauf von Lieferungen und Leistungen unter der besonderen Betrachtung von ökologischen Gesichtspunkten geschult und setzen sich mit ökologisch nachhaltiger Künstler*innen- und Gästebewirtung auseinander.

Ein Handy liegt auf einem Lautsprecher.

Service

In speziellen Behältern, die in den Häusern der KBB aufgestellt wurden, können Mitarbeiter*innen ihre gebrauchten Handys entsorgen. Die so gesammelten Telefone und Ladegeräte gehen an das NABU-Projekt „Alte Handys für die Havel“, bei dem der NABU für jedes abgegebene Alt-Handy von der E-Plus-Gruppe bis zu drei Euro erhält. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel.