Education

Vermittlung

Mit unseren Vermittlungs- und Entwicklungsformaten richten wir uns an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen, an Pädagog*innen und Eltern, aber auch an Studierende und junge Künstler*innen.

Bundeswettbewerbe

Die vier Bundeswettbewerbe Theatertreffen der Jugend, Tanztreffen der Jugend, Treffen junge Musik-Szene und Treffen junger Autor*innen bieten eine Plattform für den Austausch von jugendlichen Künstler*innen. Besonders wichtig ist deren Eigenständigkeit: Gesucht wird nach der Sprache, dem künstlerischen Ausdruck, den Standpunkten und Haltungen der Jugendlichen selbst. Viel mehr als ein Wettbewerb ist das jeweilige Treffen ein Angebot zur Weiterentwicklung, zur Selbstreflexion der Teilnehmer*innen und ihrer Kreativität. Dabei legen die Bundeswettbewerbe großen Wert darauf, die Auswahl und das Programm der Treffen divers und ohne Ausschlussmechanismen zu gestalten, um eine gleichberechtigte Teilhabe aller Preisträger*innen zu ermöglichen.

Parallelwelten

Parallelwelten ist ein Programm von jungen Menschen für junge Menschen, das die Welt der (Computer-)Spiele ins Visier nimmt. Es dockt mit unterschiedlichen Formaten an die Programme der Festivals oder an Ausstellungen im Gropius Bau an - immer parallel zu den Kontexten und Zeiträumen der jeweiligen Veranstaltungen. Entwickelt werden Workshop- und Diskursformate mit einer Peer-Group von jungen Erwachsenen, die eigene Themen und Schwerpunkte für die Zielgruppe (16+) mit einbringen. Dabei liegt das besondere Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit den existierenden Programmlinien der Berliner Festspiele.

2018 widmete sich das Vermittlungsprojekt verschiedenen Formen der Musik und nahm die Festivals MaerzMusik – Festival für Zeitfragen, Musikfest Berlin und Jazzfest Berlin ins Visier. Jugendliche entdeckten hier das Programm und die Themen der Veranstaltungen durch die Welt der digitalen Medien und (Computer)-Spiele. Was ist Neue Musik? Wie prägen uns Rituale? Wie entsteht aus Improvisation Musik? Hier treffen Welten aufeinander und lassen Neues entstehen.

Entdecken Sie Parallelwelten auf Facebook !

Die Reihe wird finanziert durch die Karl Schlecht Stiftung und findet in Kooperation mit App2Music statt.

Gefördert von der Karl Schlecht Stiftung

Karl Schlecht Stiftung

Kooperationen mit Unis und Schulen

Kooperationen mit theater- und musikwissenschaftlichen Studiengängen an Universitäten sind seit langem Teil unserer Festivals, ebenso wie Diskursformate und Kreativprogramme, die zum Selber-Komponieren oder –Produzieren anregen sollen. Der Open Campus des Theatertreffens oder das Projekt QuerKlang im Rahmen von MaerzMusik sind dafür einige wenige Beispiele. Auch in Zukunft freuen wir uns auf junge Stimmen und Ansichten bei allen unseren Aktivitäten!

Berlin Mondiale

Eine Zusammenarbeit von jungen Geflüchteten aus dem AWO Refugium am Kaiserdamm mit den Berliner Festspielen und der Universität der Künste Berlin

Die Berlin Mondiale  initiiert und begleitet Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und Geflüchteten-Unterkünften in Berlin. Das 2014 ins Leben gerufene Projekt des Rats für die Künste Berlin mit besonderer Unterstützung des Flüchtlingsrats Berlin e.V. wird gefördert durch den Projektfonds Kulturelle Bildung Berlin und steht in der Trägerschaft des Kulturnetzwerks Neukölln e.V. Seit Herbst 2015 sind die Berliner Festspiele gemeinsam mit der Universität der Künste Berlin Partner der Berlin Mondiale und arbeiten mit den Bewohner*innen und dem Team des AWO Refugiums am Kaiserdamm zusammen.

Im Herbst 2015 gab es zunächst verschiedene Brainstorming-Treffen sowohl im AWO Refugium am Kaiserdamm als auch in der Universität der Künste Berlin. Es wurde die Idee entwickelt, gemeinsam mit Bewohner*innen Kulturausflüge zu Veranstaltungen der Berliner Festspiele zu unternehmen und damit einen Zugang zu hiesigen Kulturereignissen zu eröffnen. Der Wunsch, mit Kulturangeboten die Bewohner*innen zu Ausflügen in die Stadt zu ermutigen, war auch von Seiten der Unterkunft deutlich artikuliert worden. Sich die neue Stadt zu erschließen oder gar anzueignen wurde auch zum Thema des interaktiven Kunstprojekts „home sweet home“, das im September 2016 stattfand und in dessen Rahmen Bewohner*innen des AWO Refugiums am Kaiserdamm gemeinsam mit Wilmersdorfer Anwohner*innen, Mitarbeiter*innen der Berliner Festspiele und sonstigen Interessierten über drei Tage hinweg eine Modellstadt gestalteten. Dieser partizipative Ansatz wurde mit dem zukunftsweisenden Projekt „We fix the future“ noch ausgeweitet, in dem die jungen Geflüchteten gemeinsam mit der Aktionskünstlerin Anna de Carlo über mehrere Monate hinweg selbst eine Theater-Aktion entwickelten, die beim Theatertreffen 2017 präsentiert wurde und als ernst gemeinte Fiktion nicht nur das Festival, sondern auch die sozialen Medien mit positiven Meldungen aus der Zukunft flutete. Dieses Projekt wurde auch 2018 beim Theatertreffen und beim Jazzfest Berlin fortgesetzt.

Arbeitsgruppe Berlin Mondiale an den Berliner Festspielen:
Katharina Fenderl, Christopher Hupe, Agata Lorkowska, Necati Öziri, Anne Phillips-Krug, Anja Predeick, Judith Rücker, Lisa Schmidt, Brigitte Schröder, Linda Sepp, Jeroen Versteele, Sander von Lingelsheim, Adrian Waschmann, Anneke Wiesner, Tatjana Wittulski