3sat „Starke Stücke“

Theatertreffen

Wir zeigen zwei „Starke Stücke“, die aufgrund der Pandemie erst im Oktober 2020 aufgezeichnet werden konnten: „Der Menschenfeind“ (Regie: Anne Lenk) und „Der Mensch erscheint im Holozän“ (Regie: Alexander Giesche). Außerdem für kurze Zeit wieder verfügbar: „Hamlet“ (Regie: Johan Simons).

Der Menschenfeind

Deutsches Theater Berlin
3sat-Aufzeichnung „Starke Stücke“, 95 min, in deutscher Sprache
Verfügbar 6. November 2020 bis 6. März 2021

von Molière
Übersetzung in gereimten Versen von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
Regie Anne Lenk
Premiere 29. März 2019
Weitere Informationen zur Produktion

Anne Lenk inszeniert Molières Klassiker in der Übersetzung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens als schnörkelloses Vergnügen mit hoher Konzentration auf Sprache und Witz.

Hamlet

Schauspielhaus Bochum
3sat-Aufzeichnung „Starke Stücke“, 118 min, in deutscher Sprache
Verfügbar 7. November 2020 bis 6. Dezember 2020

von William Shakespeare
mit Auszügen aus „Die Hamletmaschine“ von Heiner Müller
Regie Johan Simons
Premiere 15. Juni 2019
Weitere Informationen zur Produktion
Einführung mit dem Dramaturgen Jeroen Versteele
Grußbotschaft von Johan Simons

Barrierefreie Angebote

König Hamlet ist tot. Er wurde ermordet von seinem Bruder Claudius, der nun auf dem Thron sitzt. Der junge Hamlet macht sich auf die Suche nach Erklärungen und nach einem moralisch konsequenten Handeln. In Johan Simonsʼ reduzierter Inszenierung des Shakespeare-Klassikers ist Sandra Hüller ein radikal ehrlicher Hamlet, der auf einer fast leeren, in hartes Weiß getauchten Bühne dazu ansetzt, ein dichtes Netz aus Lügen, Manipulation und Kampf zu durchdringen. An ihrer Seite: Gina Haller als realistisch-lässige Ophelia in Personalunion mit Horatio.

Der Mensch erscheint im Holozän

Schauspielhaus Zürich
3sat-Aufzeichnung „Starke Stücke“, 110 min, in deutscher Sprache
Verfügbar 13. November 2020 bis 12. März 2021

Ein Visual Poem von Alexander Giesche
nach der Erzählung von Max Frisch
Premiere 23. Januar 2020
Weitere Informationen zur Produktion

Alexander Giesche inszeniert die Erzählung Max Frischs, die den Sisyphoskampf des Menschen gegen den eigenen Untergang verhandelt, als eine von der Fantasie beflügelte hochpoetische Geduldsprobe.

Gespräch zu „Hamlet“

Abrufbar bis 30. Juli
ca. 65 min, in deutscher Sprache

Gespräch zu „Hamlet“

Im Nachgespräch zu „Hamlet“ geben Produktionsbeteiligte Einblicke in die Inszenierung.

Mit: Gina Haller, Sandra Hüller, Johan Simons, Jeroen Versteele, Cornelia Fiedler (Jury)
Moderation: Christine Wahl

Vergangene Aufzeichnungen
Persona

Persona

© Arno Declair

Persona

Deutsches Theater, Berlin / Malmö Stadsteater
3sat-Aufzeichnung „Starke Stücke“, 84 min, in deutscher Sprache
Verfügbar bis 26. Juli 2020

von Ingmar Bergmann
Regie Anna Bergmann
Premiere Malmö 15. September 2018
Premiere Berlin 30. November 2018
Weitere Informationen zur Produktion

Die erfahrene Krankenschwester Alma pflegt die gefeierte Schauspielerin Elisabet, die aufgehört hat zu sprechen. In einem Haus am Meer verbringen die zwei ungleichen Frauen einen unbeschwerten Sommer – bis die Situation zwischen ihnen kippt. Die Regisseurin Anna Bergmann adaptiert Ingmar Bergmans Experimentalfilm für die Bühne und verwebt Fragen nach der Konstruktion der Identität des Menschen gemeinsam mit zwei starken Schauspielerinnen zu einer intensiven Studie über Macht, Vertrauen, Rollenbilder und den Wunsch, in ein anderes Leben zu schlüpfen.

Tartuffe oder das Schwein der Weisen

Tartuffe oder das Schwein der Weisen

© Priska Ketterer

Tartuffe oder das Schwein der Weisen

Theater Basel
3sat-Aufzeichnung „Starke Stücke“, 143 min, in deutscher Sprache
Verfügbar bis 27. Juli 2020

Komödie von PeterLicht nach Molière
Regie Claudia Bauer
Uraufführung 14. September 2018
Weitere Informationen zur Produktion

Der scheinbar fromme und tugendhafte Tartuffe beeindruckt den wohlhabenden Orgon tief und bringt dessen gesamte Familie durcheinander, bis ihm nach und nach unlautere Absichten nachgewiesen werden können. So die Geschichte bei Molière. PeterLicht greift in seiner radikalen Neudichtung zentrale Motive des Werks auf und nimmt damit die Gegenwart ins Visier. Die Regisseurin Claudia Bauer und ihr spielwütiges Ensemble übersetzen PeterLichts entlarvende Sprachkritik in rasante Komik, in deren bunter Pop-Optik der Betrug umso heller leuchtet und schließlich explodiert.

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