Éliane Radigue – Occam Delta XV for string quartet

Binaurale Audio-Produktion (Kopfhörer empfohlen!)
Studio Talk 2 zu Éliane Radigue

Ansicht der Saaldecke im Haus der Berliner Festspiele vor dem Umbau 2010

Ansicht der Saaldecke im Haus der Berliner Festspiele vor dem Umbau 2010

© Berliner Festspiele, Foto: Kordula Rüter

Verfügbar vom 25. März bis 30. Juni 2021

Éliane Radigue
Occam Delta XV
für Streichquartett (2018)

Besetzung

Quatuor Bozzini
Clemens Merkel Violine
Alissa Cheung Violine
Stéphanie Bozzini Viola
Isabelle Bozzini Violoncello

Aufgenommen am 7.3.2021 im Espace Aline-Letendre (Église du Gesù), Montréal

Platzierung der binauralen Mikrofone und des Toningenieurs bei den "Occam Delta XV"-Aufnahmen von Eliane Radigue im Espace Aline-Letendre (Église du Gesù), Montréal.

Platzierung der binauralen Mikrofone und des Toningenieurs bei den "Occam Delta XV"-Aufnahmen von Eliane Radigue im Espace Aline-Letendre (Église du Gesù), Montréal.

© Nicholas Godmaire

Positionen

  • 0 – Central Position
  • 1 – Terry Nzau
  • 2 – Françoise Isabelle Lessard
  • 3 – Mathieu Bélanger
  • 4 – André Belzile
  • 5 – Emmanuelle Majeau
  • 6 – Valérie Gariépy
  • 7 – Philippe-Aubert Gauthier
  • 8 – Kévin Kenler
  • 9 – Christopher Prince

Diese binaurale Audioproduktion, die speziell für die Online-Ausgabe von MaerzMusik 2021 produziert wurde, präsentiert Éliane Radigues „Occam Delta XV“ auf bisher ungehörte Weise: Das Quatuor Bozzini spielt das circa halbstündige Streichquartett in Anwesenheit von zehn Zuhörer*innen, die mit binauralen Mikrofonen ausgestattet und in der Église du Gesù in Montréal um das Quartett herum verteilt sind (unter Beachtung der räumlichen Distanz). Jede binaurale Aufnahme fängt damit eine einzigartige räumliche Erfahrung von Radigues Komposition ein – ein Hörerlebnis, das die klangliche Tiefe von Radigues Musik mit hoher räumlicher Auflösung widerspiegelt.

„Occam Delta XV“ wurde mit und für das Quatuor Bozzini komponiert und ist Teil von Radigues großem Occam-Instrumentalzyklus. Das breite Spektrum vibrierender Wellenformen, das uns in dieser Musik begegnet, ist inspiriert von einem mythischen Ozean aus David Duncans (1913 – 1999) Science-Fiction-Roman „Occam’s Razor“, sowie von William von Ockhams (ca. 1288 – 1347) einflussreichem methodischen Prinzip namens Ockhams Rasiermesser, in seinen eigenen Worten ausgedrückt: „Je einfacher, desto besser.“