Chaya Czernowin

Chaya Czernowin

© Astrid Ackermann

Konzert

HIDDEN

Chaya Czernowin diskutiert am Montag, 23.03.2015, 18-19 Uhr im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen von „Thinking Together“ mit Lydia Rilling und dem Publikum über Zeit in ihrem Werk. Gespräch in englischer Sprache.

Chelsea Leventhal und Christopher Williams diskutieren am Mittwoch, 25.03.2015, 16-17 Uhr im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen von „Thinking Together“ mit Lydia Rilling und dem Publikum über Zeit und Klangkunst. Gespräch in englischer Sprache.

Wie wäre es, wenn Schallwellen nicht über das Medium Luft, sondern über Wasser transportiert würden? Wenn unsere akustische Wahrnehmung in einem von Wasser angefüllten Raum stattfinden würde? Die Schwerkraft und Schwere wären aufgehoben, die Bewegungen weniger stark konturiert, alles wäre weicher, verlangsamt und leiser. Zeit würde unmittelbar spürbar.

„HIDDEN“, so schreibt die israelische Komponistin Chaya Czernowin über ihre neue Arbeit für Streichquartett und Elektronik, „versucht zu erkunden, was unter der Oberfläche des Ausdrucks, unter der Musik verborgen liegt. Es ist ein Versuch, bis in die Bereiche kaum hörbarer Präsenz vorzustoßen, die am Rande unserer Wahrnehmung existieren. Wir wissen nicht, was sich dort verbirgt, es könnte fremdartig, nicht entzifferbar sein. „HIDDEN“ ist eine 45minütige, sich langsam entfaltende Hörerfahrung, die unsere Ohren zu Augen werden lässt. Dem Ohr wird Raum und Zeit gegeben, sich in der unvorhersehbaren Klanglandschaft zu orientieren, die einer felsigen Unterwasserlandschaft ähnelt, bevölkert von Vibrationen, die eher gefühlt als gehört werden, und von Nebel, der sich Schicht um Schicht lichtet. Monolithische Blöcke von „Klangfelsen“ werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und erhört. Bei diesem Stück geht es um Beobachtung; es versucht, das Entstehen von Ausdruck selbst aufzuspüren und wahrzunehmen.“

Chelsea Leventhal
An immense world still heard it
Klanginstallation (2015) UA

Chaya Czernowin
HIDDEN
für Streichquartett und Elektronik (2014)
Auftragswerk von IRCAM Centre Pompidou
Elektronik: IRCAM Studios

JACK Quartet

Carlo Laurenzi IRCAM Computer Musikdesign
Jérémie Henrot Toningenieur

In Zusammenarbeit mit KONTRAKLANG