QuerKlang

QuerKlang

© K&K kultkom

Konzert
Vermittlung

QuerKlang

Schule machen: QuerKlang
Experimentelles Komponieren in der Schule

Das Projekt QuerKlang bringt im Rahmen der MaerzMusik 2015 fünf Kollektiv-Kompositionen zur Uraufführung.

Beteiligt sind Schüler und Schülerinnen der Parzival-Schule Zehlendorf, Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium Pankow, Evangelische Schule Köpenick, Willi-Graf-Gymnasium Lankwitz, Paul-Natorp-Gymnasium Friedenau - begleitet durch ihre Musiklehrer und Musiklehrerinnen sowie Matthias Jann, Petros Ovsepyan, François Sarhan, Nuria Nunez-Hierro und Christian Kesten sowie Studenten und Studentinnen der UdK Berlin

„Manchmal klingt es wild und manchmal auch so … sanft oder so …“, sagt Eleni, wenn man sie nach den Klängen fragt, die sie und ihre Klassenkameraden sich ausgedacht haben. „Ich wusste am Anfang gar nicht, dass selbst ein Luftballon ein Instrument ist“, formuliert Linda ihre Gedanken zum Thema Klangforschung. „Manche Leute denken, es sei leicht so ein Durcheinander zu komponieren, aber es war harte Arbeit und wir mussten viel ausprobieren und diskutieren um zu unserem Stück zu kommen, aber jetzt ist es richtig gut geworden und wir sind stolz, dass wir es geschafft haben“, so der 10-jährige Tim über das experimentelle Komponieren.

Bei QuerKlang gestalten Schüler Musik. Das klingt banal, ist aber tatsächlich sehr ungewöhnlich, denn die meisten Menschen haben das noch nie getan.

Ungewöhnlich sind auch die Mittel und Wege, wie Musik bei QuerKlang gestaltet wird. Es wird ausgiebig geforscht und Klänge werden mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen erzeugt.

Die Schüler brauchen keinen Instrumentalunterricht oder einen großen Fundus an Wissen über Musik und ihre Strukturen. Sie brauchen aber sehr wohl Konzentration, große Ohren, gute Ideen und Mut Neues auszuprobieren. Und sie brauchen ein Gespür für ihren inneren ästhetischen Kompass, der ihnen sagt, wohin sich ihr eigenes Stück, ihre Komposition entwickeln soll.

Um das alles zu meistern, werden die Schüler von einem Team, bestehend aus einem Komponisten, einem Lehrer und zwei Studierenden, begleitet. Das Team trägt dafür Sorge, dass die Schüler einen vielschichtigen Prozess durchlaufen und zu einem Ergebnis finden, mit dem sich die gesamte Gruppe identifizieren kann. Dabei entsteht neben Neugier und Offenheit gegenüber experimenteller Musik auch ein grundsätzliches Verständnis für den Arbeitsprozess des Komponierens.

QuerKlang verknüpft drei, üblicherweise voneinander unabhängige Arbeitswelten: die Welt der Schule, die Welt der universitären Ausbildung und die Welt der frei schaffenden Musikerinnen und Musiker, Komponistinnen und Komponisten. Von der Spannung zwischen diesen drei quer zueinander stehenden Welten lebt QuerKlang – hier stoßen sie, durchaus konfliktreich, zusammen.

Weitere Informationen: www.querklang.eu

Daniel Ott / Matthias Hinke / Stefan Roszak / Rebekka Hüttmann / Christoph Riggert / Kerstin Wiehe / Eva-Maria Köstsers / Dag Lohde Projektteam

Ein Projekt der Universität der Künste Berlin, klangzeitort, k&k kultkom, Kulturkontakte e.V. und Berliner Festspiele / MaerzMusik.
Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union / Europäischer Sozialfonds / Lernort Kultur. Mit Unterstützung der Stiftung Berliner Philharmoniker